Wieviel Uhr? Es kommen auf einmal so viele
fipsige Vögel auf, verflucht!
Bald wird mir die Sonne ihr Zitronenlicht
ins verkniffene Auge träufeln. . .

Wer kann dieses Gefühl nicht nachempfinden? Peter Rühmkorf fasst das harte Aufwachen am frühen Morgen bildhaft zusammen. „Eine wunderbare Sprache“, begeistert sich Claudia Knauer, Zentralbücherei Apenrade, für diesen Dichter. Er gehört wie Ringelnatz zu ihren Favoriten.

Besonders glücklich ist sie über das Muttertagsgeschenk ihrer Kinder, einem Reclam Gedichtband, der jetzt fest auf dem Nachttisch liegt. Immer wieder wird darin geblättert, mal hier und mal da gelesen und sich an den gelungenen Formulierungen erfreut. Und damit es nicht immer nur bei den Lieblingsdichtern bleibt, hat Claudia eine kleine Überraschungstaktik entwickelt. Sie bestimmt drei Zahlen im Kopf und liest die Gedichte auf den entsprechenden Seiten. Das führt immer wieder zu neuen Gedichtserfahrungen. Gedichte sind anrührend, bereiten Freude und sind amüsant, findet Claudia. „Und das Schönste am Gedichtelesen ist: Ich muß sie nicht mehr interpretieren!!!“

 

Sehr empfehlenswert (und da muss ich ihr zustimmen!) ist die Reihe um Cormoran Strike, geschrieben von Robert Galbraith alias J.K. Rowling, findet Claudia. Rowling kann definitiv mehr schreiben als Harry Potter. Die Reihe um den kriegsversehrten, einbeinigen Detektiv und seine Assistentin Robin ist spannend, ohne zu blutig zu werden, gut strukturiert aufgebaut, besticht durch überzeugende Charaktere und – „das muß mal erwähnt werden“ – ist gut ins Deutsche übersetzt.

Dietmar Wunder liest auf wunderbare Weise die Hörbuch- Fassungen. Das BBC hat die ersten drei Teile bereits verfilmt, der vor kurzem erschienene vierte Teil ist in Arbeit. Auch diese Verfilmungen sind sehenswert und den Büchern gerecht umgesetzt.Bildergebnis für fantastische tierwesen

Findet sich Familie (Schlüter-) Knauer zum gemütlichen Filmabend zusammen, erfreuen sie sich an den Filmen „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ und dem Nachfolger „Grindelwalds Verbrechen“, die ebenfalls aus der Feder von J.K. Rowling stammen. Die Filme sind Ableger der Harry-Potter Reihe, aber wie Claudia bemerkt „endlich ein Harry Potter Film ohne Harry Potter!“ Diese beiden Verfilmungen bereiten der Familie „enorm viel Freude“.

Wer hätte nicht gerne einen kleinen Niffler, der alles Goldglänzende liebt und einsammelt? Oder einen Bowtruckle, der wie ein wandelnder Zweig aussieht und mit seinen biegsamen Ästchen jedes Schloß knacken kann?

Bei der Frage nach dem Ausflugsziel kam die Antwort spontan: „Loddenhøj!“ Der feine Sandstrand auf Løjt Land ist bei den Besuchern beliebt, aber nicht zu überlaufen. Eine Sommerhaus-Siedlung und ein kleiner 1 Sterne Campingplatz laden zum Übernachten ein, letzterer ist noch sehr natürlich mit bescheidener Größe, einem kleinen Kiosk, wenigen Wohnwagen und einer umwerfenden Aussicht auf die Ostsee und die vorgelagerte Insel Barsø.

In Loddenhøj geht es nicht ums Sehen- und Gesehenwerden, das Badezeug ist praktisch, die Atmosphäre entspannt. Loddenhøj lädt zum Verweilen ein, ob im sonnenwarmen Sommer beim Baden oder Sandburgenbauen oder bei langen Strandspaziergängen, wenn die ersten Herbststürme übers Land ziehen.

 

 

Die Erbschaft - Staffel 3 [3 DVDs]

Susann Etienne aus Sonderburg hat die dänische Serie „Die Erbschaft“ (Arvingerne) für sich entdeckt. Drei Staffeln umfasst die Serie, die von 2014 – 2017 im dänischen Fernsehen lief. Veronika Grønnegaard, eine anerkannte Künstlerin, stirbt unerwartet und hinterlässt ein wunderschönes Gestüt, um das sich schnell die Erben streiten. Veronikas vier Kinder streiten und verbünden sich, alte Wunden brechen auf, neue Konstellationen werden eingegangen.

Was wie eine schnelle Erbschaftsangelegenheit aussieht, wird zu einer Reise in das Innere der Familie.

„Toll, wie die Dänen Serien drehen!“ freut sich Susann. Schon „Die Brücke“ und „Der Adler“ haben ihr gut gefallen, aber „Die Erbschaft“ begeistert sie momentan sehr. Da ist es schön, nach der Arbeit nach Hause zu kommen und ein paar Folgen der Serie auf DVD sehen zu können. Reinste Erholung mit guten Schauspielern und einer überzeugenden Story! Bild könnte enthalten: Ozean, Himmel, Wolken, Berg, im Freien, Wasser und Natur

Bei Ideen zu Ausflugszielen merkt man, dass Susann an einer wunderschönen Stelle in Dänemark wohnt und arbeitet. Man braucht nicht weit zu fahren, um die Natur und Aussicht genießen zu können. Ihr Tipp ist das neue Hotel Alsik in Sonderburg. Auf der 16. Etage befindet sich eine Aussichtsplattform, von der man einen kilometerweiten Rundumblick auf Sonderburg, Düppel, den Alssund und die Förde hat. Der Eintritt ist frei, um Wartezeiten zu vermeiden, empfiehtl es sich, ein Ticket zu reservieren, da es nur begrenzte Plätze gibt.

Sonderburg hat viele schöne Wanderwege. Nähere Informationen zu den einzelnen erhält man bei der Touristeninformation in Sonderburg. Vom Hotel Alsik aus kann man an der schönen Hafenfront am Multikulturhaus (Deutsche Bücherei Sonderburg) zum Schloß spazieren und weiter an der Promenade bis zum Seglerhafen, zwischendurch pausieren und ein Eis genießen.

Neu in Betrieb genommen wurde dieses Jahr die Fahrradfähre von Egernsund über Brunsnæs bis Langballigau. Donnerstags fährt die Fähre von Egernsund nach Flensburg. Da werden Erinnerungen an alte Butterfahrten wach! In jedem Falle sollte man an den Paß denken!

 

 

 

Hans Jensen, Zentralbücherei Apenrade, ist unser Mann für die Zeitschriften. Ob es um Neu- oder Nachbestellungen, aktuelle Sonderhefte oder interessante Neuerscheinungen im Zeitschriftenbereich geht, ist Hans der Ansprechpartner.

Auch in seinen Ferien hält er sich deswegen auf dem Laufenden:

„Die Wikinger – wer sie waren, wie sie lebten“ – ein Sonderheft von National Geographic fasst die neuesten Erkenntnisse zum Wikingerreich zusammen, das erst mit Harald Blauzahns Übertritt zum Christentum beendet wurde.

Ebenfalls interessiert ihn das Sonderheft „Wunder der Erde“, ein wahres Füllhorn an Wissen und Fakten. Hier erfährt man Näheres zu Vulkanen, fährt zum Grand Canyon, lernt über die Entstehung der Erde und erhält Fakten zum Klimawandel.

Ein Sonderheft der Zeitschrift „Wissen“.

 

Star Wars – ein Wiedersehen mit den beliebten „Krieg der Sterne“ Filmen steht aus. Die Originaltrilogie, erschienen zwischen 1977 und 1983, hat Hans dutzende Male gesehen. Sie sind, trotz ihres Alters, technisch gut gemacht, so dass sie auch heute noch Bestand haben. Die Prequel-Trilogie, die die Vorgeschichte zu Figuren wie Luke Skywalker und Darth Wader aufgreift, kam in den Jahren 1999 – 2005 heraus. Die Sequel-Trilogie ist aktuell (2015 – 2019). Hans freut sich auf den letzten Teil, den er noch Bildergebnis für caffe bonnichnicht gesehen hat.

Einmal noch im Café Bonnich Kuchen essen – dieser Wunsch kann in Erfüllung gehen, wenn man das Museum Den gamle By in Aarhus besucht. 1922 eröffnete eine der ältesten Konditoreien mit zugehörigem Café im Winer Kaffeehaus-Stil in der Apenrader Fußgängerzone. Hieß die Konditorei anfangs noch Café Hansen, wurde es mit der Übernahme von Bonnich Petersen schnell in Café Bonnich umbenannt. Viele Apenrader trafen sich dort in gemütlicher Atmosphäre zu Kaffee und Kuchen, die man in der Konditorei bestellte und im Café serviert bekam. Typisch dänische Kuchen wie „Gänsebrust“ oder „Napoleonskuchen“ wurden serviert. Café Bonnich war über die Grenzen von Apenrade hinaus bekannt. Kam die Landbevölkerung zum Einkauf nach Apenrade, wurde der Tag mit einem Besuch im Café abgeschlossen, bevor es mit dem Bus zurück nach Hause ging. Am deutschen Buß- und Bettag brauchte man sich nicht dort zu verabreden, da trafen sich dann die Deutschen, die den Feiertag in Dänemark verbrachten.

2012 wurde das Inventar vom Museum Den gamle By in Aarhus übernommen und im Museumsdorf wieder aufgebaut. Hier kann man, wie zu alten Zeiten, Kaffee und Kuchen in der alten Umgebung genießen.  „Ganz sicher einen Besuch wert!“, so Hans und wünscht einen schönen Sommer.

Ihr werdet eine Weile ohne uns auskommen müssen – denn ab nächster Woche sind wir in den wohlverdienten Sommerferien!

Vom 15.07. – 04.08. ist die Bücherei ohne Personal.

Aber keine Sorge, die Offene Bücherei steht euch wie gewohnt zur Verfügung, so dass euch nicht der Nachschub ausgeht.

Genießt den Sommer!

Bildergebnis für Die verbotene Reise: Die Geschichte einer abenteuerlichen Flucht

Manchmal stolpert man über Bücher, von denen man nicht wusste, dass man sie hat. Bleibt am Cover hängen, blättert neugierig ein paar Seiten um, liest hier und da und bleibt fasziniert hängen, bis das Buch fertig gelsen ist. So geschehen, als Marie Medow aus der Bücherei Tondern das Buch „Die verbotene Reise: Die Geschichte einer abenteuerlichen Flucht“ von Peter Wensierski in die Hände bekam.

DDR, 80er Jahre. Jens und Marie wird die Enge des Berliner Prenzlauer Berges zu viel. Der Biologiestudent hat bereits mehrfach die strengen Regularien umgangen, um in die Ferne reisen zu können. Mittlerweile hat die Stasi ein Auge auf ihn. Kunststudentin Marie lässt sich von seiner Begeisterung anstecken. Ihnen gelingt es, ein Visum für die Mongolei zu erschleichen. Von dort ist es nicht weit bis China, wo die westdeutsche Botschaft wartet……

„Berührend“ befindet Marie. Auf sie machte es einen großen Eindruck, wie weit man doch kommen kann, wenn man die Grenzen austestet.  Spannend!

Im weiteren Gespräch kam heraus, dass Maries Interesse an dem Buch nicht unwesentlich dadurch gesteigert wurde, dass sie bereits persönlich in der Mongolei gewesen war und somit Land und Leute kennt.

„Nicht die Westküste!“ war die spontane Antwort, als Marie gefragt wurde, ob sie ein Ausflugsziel empfehlen könnte. „Wieso? Was ist mit der Nordsee?“ „Nichts, bloß wenn ich sie empfehle, kommen alle……“ Auf weitere Nachfrage kam dann doch die Westküste:Bildergebnis für højer sluse

Højer Schleuse –  auch wenn es Ebbe ist, ist dort durch den Einlauf der Wiedau in das Wattenmeer immer Wasser. So unscheinbar die Schleuse aussieht, so war sie doch jahrelang der einzige dänische Hafen an der Nordsee, bis mit dem Krieg 1864 das Gebiet an die Preußen fiel.

Hier hat man einen schönen Rundumblick auf das Meer, im fernen Horizont kann man Sylt entdecken und, wenn man Glück hat, den Sylt-Shuttle. Der Zug scheint, aus dieser Entfernung, übers Wasser zu fahren. Ab und zu finden sich Seehunde ein und im Frühling und Herbst sind die Köge voller Zugvögel, die sich vor dem Flug sammeln.

Bildergebnis für sort solBesonders beeindruckend ist „Sort Sol“, wenn die Stare tanzen und in großen Wolken in der Luft kreisen. Am besten lässt es sich in Aventoft beobachten. Das kleine Örtchen ist von begeisterten Vogelliebhabern überfüllt – wer beobachtet wen?

 

 

 

Habt ihr schon einmal von Jeffery Deaver gehört? Wenn nicht, dann wird es Zeit, findet Elke Cornelsen aus der Zentralbücherei Apenrade, die mit immer größerer Begeisterung die Bücher des versierten amerikanischen Thriller-Autors liest, die sich durch unerwartete Drehungen und Wendungen der Geschehnisse auszeichnen.

Lincoln Rhyme und Amelia Sachs von Jeffery Deaver

Am bekanntesten ist die Lincoln-Rhyme Serie, die mittlerweile 14 Bände umfasst. Im Zentrum steht Lincoln Rhyme, forensischer Experte des New Yorker Police Departments, der nach einem Unfall querschnittsgelähmt ist. Ihm zur Seite steht seine Assistentin Amelia Sachs, die für ihn die Beinarbeit übernimmt. Detailgetreue Beschreibungen und eine ausgiebige vorherige kriminalistische Recherche zeichnen diese Thriller aus. „Für Krimi-Fans ein Muß!“ befindet Elke, „sie sind spannend bis zum Schluß!“

Sie empfiehlt, die Reihe chronologisch zu lesen, da man so dem beruflichen und privaten Werdegang der Protagonisten folgen kann.

„The Bone Collector“ (auf deutsch Der Knochenjäger) wurde 1999 mit Denzel Washington und Angelina Jolie verfilmt.

Bildergebnis für geocaching logo jpg

 

Bei der Frage zu einem Ausflugsziel muß man auf eine Antwort nicht lange warten, denn Elke und ihr Mann kommen viel herum. Seit ein paar Jahren haben sie das Geocaching für sich entdeckt und verbinden so frische Luft, Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung und spannende Suche in einem. Die Hunde freut es!

Beim Geocaching lädt man sich eine App auf sein Handy, die die Koordinaten der versteckten „Schätze“ (Caches) an einem

Bildergebnis für geocaching

Ort anzeigt. Nun gilt es, diesen Cache zu finden. Manchmal reicht es, sich in die Liste einzutragen, manchmal darf man sich eine Kleinigkeit mitnehmen und legt etwas Neues für den Nächsten hinein.

Momentan sind Elke und Familie rund um Tondern / Tønder auf der Suche. Das dortige Touristenbüro hat entsprechende Routen und Caches ausgearbeitet, die sie gerne finden möchten. Dabei genießen sie die Altstadt Tonderns sowie die wunderschöne Marschenlandschaft in der Umgebung.

„Es ist eine moderne Schnitzeljagd“, so Elke, „für jeden empfehlenswert und immer dabei.“ Selbst beim Betriebsausflug in Eutin fanden sie ein paar Caches auf dem Weg……

 

Großer Beliebtheit erfreuten sich in den letzten beiden Jahren unsere sommerlichen Empfehlungen, die wir bei den Kollegen und Kolleginnen der anderen Filialen, Bücherbusse und der Zentralbücherei gesammelt haben. Dabei steht jedem / jeder frei, ob es ein spannendes Buch, ein unterhaltsamer Film, romantische Musik oder ein fesselndes Hörbuch sein soll, das besprochen wird. Dieses Jahr haben wir das Spektrum erweitert und auch um Ausflugs- und Reiseempfehlungen gebeten. Dabei kamen schöne Tipps für die Sommerferien heraus!

Eva Nielsen aus der Deutschen Bücherei Sonderburg macht den Anfang. Sie legt uns „Riemenschneider“ von Tilman Röhrig ans Herz.

Tilman Riemenschneider (um 1460-1531) war ein deutscher Bildhauer und Bildschnitzer mit Wirkstätte in Würzburg. Er hatte nicht nur eine florierende Werkstatt mit bedeutenden Kunden, sondern war auch politisch aktiv als Ratsherr und Bürgermeister.

Tilman Röhrig greift das Leben des Bildhauers auf und verflicht historisch belegbare Fakten mit einer erdichteten Liebesgeschichte, die den Roman abrundet. Durch die detaillierten Beschreibungen bekommen wir eine Einführung in die Kunst- und Kulturgeschichte des 15. und 16. Jahrhunderts, dem beginnenden Zeitalter der Reformation, einer Zeit, die von den Bauernkriegen überschattet wurde. Götz von Berlichingen und Martin Luther finden Nennung.

Den Reiz des Buches, so die studierte Kunsthistorikerin Eva, macht die fundierte Recherche zum Leben von Riemenschneider aus. Ergänzt wird diese noch durch eine Karte im Buch, auf der man Würzburg und Umgebung aus dieser Zeit entdecken kann.

Tilman Röhrig ist ein vielschreibender Autor, der sich gerne historischen Themen und Personen widmet. Regelmässig wiederkehrende Klassenlektüre an den Schulen ist „In 300 Jahren vielleicht“.

„Ein schönes Ausflugsziel?“ fragte Eva erstaunt, als ich sie danach fragte, und überlegte kurz. Spontan fiel ihr das „Dyvig Badehotel“ auf Nordalsen ein. Romantisch in einer Bucht gelegen, die ein beliebter Hafen für Segler ist, kann man schön an einem Sonntagnachmittag auf der Hotelterrasse sitzen und Kaffee trinken, während man die Umgebung am Wasser genießt.

©dyvig badehotel