oder: eine herzliche Überraschung zum Wochenende mit Post Danmark…

Vielen Dank an unsere Leserin und Ehegatten für das Überraschungspaket als Dankeschön für den Bücherservice in Coronazeiten. Uns war und ist es eine Freude 🙂

Ein schönes Wochenende an alle, genießt den frühlingshaften Sonnenschein!

Das Warten hat -hoffentlich!- bald ein Ende. Vertraut man auf die momentanen offiziellen Aussagen, können wir am Donnerstag, 22. April, wieder für den Publikumsverkehr öffnen.

Die genauen Vorschriften liegen noch nicht vor. Es ist aber davon auszugehen, dass ihr durch entsprechende Bescheinigungen aktuelle Covid19-Tests oder Impfungen nachweisen müsst, damit ihr euch frei in der Bücherei bewegen könnt.

Aber das ist das kleinere Übel, oder? Endlich freier Zugang zu all den neuen Büchern!

Wir halten euch auf dem Laufenden……

Ganz gespannt bin ich auf die neuen Krimis, die uns mit in das viktorianische England bzw. Schottland entführen.

Charles Dickens und Sherlock Holmes fallen einem zu diesem Zeitalter sofort ein. Hier wird noch ohne Computer ermittelt, man fährt Kutsche und die Kluft zwischen Schottland und England ist groß.

Oscar de Muriel nimmt uns mit nach Schottland. Im Schatten der Morde von Jack the Ripper wird Inspector Ian Frey von London ins weitentfernte Schottland versetzt, um in Edinburgh bei der Aufklärung von Morden zu helfen. Die Zusammenarbeit mit seinem schottischen Vorgesetzten Adolphus McGray erweist sich als schwierig, zu groß ist der kulturelle Unterschied zwischen dem bärbeißigen Schotten und dem versnobten Londoner. Hier wird gespielt mit den Vorurteilen, den Widersprüchen der beiden Protagonisten, die wie Feuer und Wasser sind.

Eine amüsante und spannende Reihe, in der britischen Presse hochgelobt, mit Frey und McGray erwartet uns.

Zur gleichen Zeit spielt auch die Reihe von M.R.C. Kasasian, diese ist in London angesiedelt. Nach dem Tod ihres Vaters zieht die junge March Middleton zu ihrem Patenonkel Sidney Grice, seines Zeichens Privatdetektiv. Kaum angekommen, wird eine junge Frau ermordet, der einzige Verdächtige ihr Ehemann. March Middleton ist im Gegensatz zu ihrem Onkel von seiner Unschuld überzeugt.

Detektiv im viktorianischen London? Ist das nicht schon mit Sherlock Holmes ausgereizt? Schnell merkt man aber, dass der Vergleich nicht lange standhält. Auch hier spielt der Autor mit dem widersprüchlichen Ermittlerpaar, der unangepassten March und dem erfinderischen, aber starrköpfigen Ermittler Grice. Man taucht tief ein in das viktorianische London und die damaligen Verhältnisse.

Spannende Unterhaltung ist garantiert 🙂

Heimat – Nora Krug

Zwei Jahre lang war unser Exemplar fast ausschließlich im dänischen Leihverkehr unterwegs – jetzt ist es endlich wieder bei uns erhältlich. Unsere Leserin Renate Weltersbach war sehr angetan von Inhalt und Aufmachung des Buches und möchte es allen LeserInnen ans Herz legen:

Heimat, Ein deutsches Familienalbum – von Nora Krug, hat mich fasziniert.

Der Mix aus Text, Zeichnungen, Fotomontagen vermischt mit kurzen und längeren, wunderbar leserlichen handschriftlichen Texten, mal wie ein Comic, mal wie eine Collage, mal wie ein Gemälde, dazwischen Dokumente, auch voller Gespräche mit bekannten und unbekannten Menschen. Das Buch ist so ernsten Inhaltes und trotzdem so kurzweilig gestaltet.

Nora ist auf der Suche nach der Biographie ihrer Familie, deren Leben und Haltungen, ihrer Kultur und ihrem Dasein vor, während und nach dem 2. Weltkrieg. Dazwischen ihre eigene Identität als Deutsche, die derzeit in New York lebt, mit ihren „heimwehkranken“ Erinnerungen an Hansaplast oder Wärmeflasche aus der Zeit ihrer Kindheit in Deutschland. Das Buch ist groß und füllig, aber nie strapaziös – man kann einfach unterbrechen oder einfach immer weiterlesen.

Die Kritiken waren voll des Lobes über dieses Buch – wie man im Interview des Deutschlandfunks mit Nora Krug nachlesen kann.

Lasst euch auf ein Lesevergnügen der anderen Art ein 🙂

Danke an Renate für ihre Buchempfehlung!

Gewinnspiel

Kjeld Thomsen Lokalredakteur 07. April 2021 Tingleff/Tinglev

Ostereier in den dekorierten Büchereifenstern Foto: kjt

Drittklässlerin Isabella von der Deutschen Schule Tingleff kann sich freuen. Sie bekommt eine Überraschung von der deutschen Bücherei, die zu einer Ostereiersuche in den dekorierten Fenstern animiert hatte. Isabella hatte alle Eier gefunden und wurde als Gewinnerin ausgelost.

Es galt, die Fensterfront der Deutschen Bücherei Tingleff von draußen genau zu inspizieren, wenn man alle Eier finden wollte.

Die Einrichtung hatte zu einem Ostersuchspiel eingeladen.

Wie viele Eier befinden sich in den dekorierten Fensterbänken, lautete die Gewinnfrage.

Beim Eierrätsel wurde Isabella als Siegerin ausgelost. Foto: kjt

Isabella Lorenzen von der Schulfreizeitordnung der Deutschen Schule Tingleff bewies einen scharfen Blick. Die Drittklässlerin fand 16 Eier, und das war auch die Lösungszahl des Gewinnspiels.

Losglück

Knapp 30 Eiersucher hatten sich an der Aktion beteiligt, und Isabelle wurde unter den Teilnehmern mit korrekter Zahl schließlich als Gewinnerin ausgelost.

Die Ziehung hatte Büchereileiterin Mareike Poté die „Nordschleswiger“-Lokalredaktion vornehmen lassen.

Zwar nicht unter notarieller Aufsicht, aber mit ordnungsgemäßem Ablauf wurde dabei der Name von Isabella gezogen.

In den kommenden Tagen kann sie den Gewinn des Suchspiels in der Bücherei abholen.

Trotz unserer Osterferien in der nächsten Woche lohnt ein Besuch der Bücherei:

Liebevoll hat Anja unsere vier Fenster rechts neben dem Büchereieingang dekoriert. Hier findet ihr Anregungen zu Garten und Spielen. Schaut euch die Fenster genau an – denn inmitten der vielen Gegenstände haben sich Ostereier versteckt.

Wieviele mögen es sein? 2? 15? 47? Suchet und findet und teilt uns die Lösung mit. Entweder über unsere Mailadresse (tingleff@buecherei.dk) oder auf einem Zettel in unseren Briefkasten.

Am Dienstag, 6. April, wird die Gewinnerin / der Gewinner ermittelt, die sich über eine nachösterliche Überraschung freuen darf. Sollten mehrere richtige Lösungen eingehen, darf unsere Glücksfee aus der Nordschleswiger Redaktion das Glückslos ziehen.

PS. Die SFO (Schul-Freizeitordnung) hat schon eifrig gezählt….)

Am 6. April sind wir wieder von 10-15 Uhr zu erreichen.

Wir wünschen euch eine frühlingshafte Osterzeit und bleibt gesund!

Naomi Stieglmaier 24. März 2021 Apenrade/Aabenraa Zuletzt aktualisiert um: 23:00 Uhr Teilen

Buchtüten
Gerade beliefert Ursula Krämer die Kunden mit ihrem Auto. So sieht dann ihr vollgepackter Kofferraum aus. Foto: privat

Die Büchereien sind aufgrund geltender Corona-Restriktionen geschlossen. Die Fahrbüchereien der Deutschen Zentralbücherei Apenrade bringen die Bücher trotzdem zu ihren Kunden.

Die deutschen Büchereien in Nordschleswig haben Standorte in Tingleff (Tinglev), Sonderburg (Sønderborg), Tondern (Tønder), Hadersleben (Haderslev) und Apenrade. Zusätzlich sind sie aber auch mobil. Es gibt nämlich zwei Fahrbüchereien. Und diese Busse beliefern Leser und Leserinnen in ganz Nordschleswig. In der Corona-Zeit ist das wichtiger denn je.

„Wir fahren Leser an, die weiter als fünf Kilometer von einer stationären Bücherei entfernt wohnen. Damit auch sie die Chance haben, in eine kleine Bücherei zu kommen und sich Sachen auszuleihen“, sagt Bücherbus-Fahrerin Ursula Krämer. Circa sechs Wochen sind die Bücherbusse dann unterwegs, bis alle Stationen beliefert worden sind.

Ursula Krämer befährt momentan 229 Stationen. Sie steuert sowohl Familien an als auch ältere Leute – die Leserschaft ist bunt gemischt. „Meine älteste Leserin ist vergangenen Freitag 95 geworden“, erzählt sie.

Wir Bücherbusse sind in der deutschen Minderheit auch dazu da, um den Zusammenhalt zu stärken. Ursula Krämer

In der Regel können sich die Leser im Bücherbus umschauen und sich dann aussuchen, was sie mitnehmen wollen. Unter Corona-Bedingungen ist auch hier alles anders: „Im Moment rufen mein Kollege Matthias (Zwirner, d. Red.) und ich unsere Leser an und fragen dann, ob sie gerade Medien brauchen. Dann packen wir Tüten und fahren diese zu ihnen nach Hause.“

Die Nachfrage nach Medien ist laut Ursula Krämer weder stark angestiegen noch gesunken: „Einige lesen viel mehr, andere haben jetzt auch Zeit für andere Hobbys gefunden und lesen dadurch nicht mehr so viel.“

Bücherbus Apenrade
Jeder Leser besitzt eine persönliche Siegelnummer, die immer in ein ausgeliehenes Buch reingeschrieben wird. So kann es beim Tütenpacken nicht passieren, dass jemand dasselbe Buch zweimal erhält. Foto: Karin Riggelsen

Seit Anfang Januar haben die Bücherbusse schon 177 Tüten mit etwa 2.000 Medien ausgeliefert. Von Büchern über Zeitschriften und Magazinen bis hin zu CDs und DVDs war alles dabei.

(Korrektur des Artikels: Diese Zahlen beziehen sich nur auf Ursulas Bücherbus, nicht auf beide Bücherbusse)

Besonders jetzt freuen sich Leser und Leserinnen, wenn die Bücherbusse zu Besuch kommen. „Wir Bücherbusse sind in der deutschen Minderheit auch dazu da, um den Zusammenhalt zu stärken. Es kommen hier sehr viele Gespräche zustande. Wenn die Tür zu ist, dann erzählen die Leute einfach. Die Nachfrage nach Kommunikation ist auf jeden Fall gestiegen“, berichtet die Mitarbeiterin der Deutschen Büchereien.

Die Bücherbus-Fahrerin merke außerdem, wie wichtig der Kontakt zu den Lesern, gerade in dieser doch außergewöhnlichen Zeit, wirklich ist. „Viele waren einfach glücklich darüber, dass ich auch mal nachgefragt habe, wie es ihnen geht. Ich versuche bei jedem Gespräch, dass wir mindestens einmal zusammen lachen können“, erzählt Krämer.

Ursula Krämer
Ursula Krämer liebt den Kontakt mit ihren Kunden und hofft, dass sie diese bald wieder im Bücherbus begrüßen darf. Foto: Karin Riggelsen

Circa 2.500 Medien befinden sich gerade in Ursula Krämers Bücherbus. Der Grundbestand an Büchern wird dabei immer mal wieder aufgefrischt. „Wir haben ein bestimmtes Budget, was wir ausgeben können, und davon kaufe ich dann Bücher speziell für den Bücherbus, von denen ich denke, dass meine Leser sich für sie interessieren könnten.“

Das Einzigartige am System der Fahrbücherei der deutschen Minderheit ist, dass die Mitarbeiter direkt auf den Hof ihrer Leser und Leserinnen fahren. „Wir freuen uns auf den Moment, wenn es wieder richtig losgehen kann. Auch wenn noch nicht alle wieder in den Bus hereinkommen können. Ich würde dann vielleicht auch einen Tisch und zwei Stühle einpacken, sodass man vielleicht mit Abstand draußen ein bisschen schnacken kann“, sagt Krämer.

Ursula Krämer zitiert eine Leserin: „Das Bücherregal und der Kühlschrank, wenn das voll ist, dann gehts mir gut.“

Neue Nutzer sind laut Krämer immer willkommen. Anmelden können sich Interessierte bei den Fahrbüchereien selbst oder bei der Zentralbücherei Apenrade. Beide Telefonnummern sind auf der Webseite der Deutschen Büchereien Nordschleswig zu finden.

Könnt ihr euch noch an Jim Panse erinnern, Jim, der mies drauf war? An einem Tag, an dem die Sonne zu hell schien und die Vögel zu laut zwitscherten, wachte Jim Panse mit schlechter Laune auf. Alle Versuche der anderen Tiere, ihn umzustimmen, schlugen fehl. Ein wunderschönes Buch über Gefühle und schlechte Laune.

Im Nachfolger, der gerade erschienen ist, bekommt Jim eine Einladung zu einer Party. Alle Tiere im Dschungel freuen sich, zu feiern und das Tanzbein zu schwingen. Nur Jim nicht. Er HASST tanzen. „Jeder kann tanzen“ behauptet die Hyäne, „komm schon, zeig uns, was du kannst“. Also versucht Jim zu tanzen, um es den anderen Recht zu machen. Aber Spaß bringt es ihm überhaupt nicht. Was nun?

Ein feines Bilderbuch über das Neinsagen, das Nicht-immer-mit-dem-Strom-schwimmen-und-für-seine-Meinung-einstehen-ohne-die-Freunde-zu-verletzen.

Für Kinder im Kindergartenalter bestens geeignet.

Eier von glücklichen Hühnern

Dürfen wir nach Ostern wieder die Türen für euch öffnen? Das ist die große Frage, die wohl erst nächste Woche beantwortet wird.

Bis dahin versorgen wir euch weiterhin über die Hintertür, auch wenn ein Hallo durch die Regalreihen nicht eine herzliche Unterhaltung von Aug zu Aug ersetzen kann. Drücken wir die Daumen.

Vorher aber machen wir ein paar Tage lang die Bücherei zu und halten Osterferien. Bitte bestellt noch diese und nächste Woche eure Buchpakete, denn in der Woche 13, vom 29.03. – 05.04., ist keiner vor Ort.

Wir wünschen euch und uns frühlingshafte, erholsame Ostertage.

Einen Dank an meine Leserin für diese Spieleempfehlung. „Pictures“, Spiel des Jahres 2020, wird in ihrer Familie mit Begeisterung gespielt. Mutter, Vater, 2 Kinder im ersten Schulalter sind begeistert dabei, wenn das Spiel hervorgeholt wird.

Natürlich haben wir das Spiel gleich für die Bücherei besorgt und möchten es euch ans Herz legen.

Worum geht es?

Bauklötze, Schnüre, Steine und Stöcke, Symbolkarten – unterschiedlicher können die 5 Materialien-Sets nicht sein. Mit jeweils einem davon gilt es, den abgebildeten Gegenstand auf einer Fotokarte darzustellen, damit die anderen diesen erraten können.

Hier ist Kreativität und abstraktes Denken gefragt. Wie stellt man aus zwei Schnürsenkeln einen Schmetterling dar? Oder einen Leuchtturm?

Jeder, der richtig rät, bekommt einen Punkt. In der nächsten Runde werden die Materialien-Sets getauscht und ein neues Bild gezogen. Nach 5 Runden ist das Spiel beendet.

Spieldauer ist mit ca. 30 Minuten angegeben. Die Regeln sind einfach, das Spiel bietet Raum für Kreativität, Gespräche und viel Spaß.

Gerne könnt ihr das Spiel bei uns leihen und ausprobieren.