1946 zog der Vater von Heidrun Schaller mit seiner Familie nach St. Petersburg, um als Diplom Ingenieur an der Entwicklung von Torpedos mitzuarbeiten. Die 3jährige Heidrun fühlte sich dort wohl, sprach russisch und ging dort vier Jahre in die Schule. Doch nach dem Tod Stalins zog die Familie zurück, erst nach Ostberlin, flüchteten dann nach Köln.

Die Eltern zeigten kein Verständnis dafür, dass sich die Elfjährige nicht nahtlos in die streng geführte Klosterschule einlebte. Zur Strafe wurde sie erst vom Gymnasium genommen, dann mit 14 Jahren in die Lehre geschickt, ohne auf die Ausbildungswünsche der Tochter einzugehen.

All diese Erfahrungen haben die heute 78jährige Glückstädterin geprägt. Ihr ganzes Leben hat sie den Kindern gewidmet. Sie mahnt:“ Kinder in ihrer Not nicht alleine lassen!“

Heidrun Schaller kommt am Freitag, 26. August, um 16 Uhr in die Bücherei Tingleff und erzählt aus ihrem Leben.

Die Veranstaltung ist kostenlos, um Anmeldung wird gebeten.

In mühsamer Kleinstarbeit habt ihr, liebe Leserinnen und Leser, in den letzten Wochen eure Ausleihen einzeln per Hand aufgeschrieben, als unser Selbstverbucher in unseren Ferien streikte. Stapelweise Zettel mit Namen und Mediennummern haben wir vorgefunden, die wir so problemlos auf euer Konto verbuchen konnten. Das hat uns sehr geholfen, vielen Dank für eure Mühe und Geduld!

Wir sind zurück aus den Sommerferien, die ersten beiden Veranstaltungen für Ende August sind geplant, eine Ausstellung hängt, neue Medien warten auf die Einarbeitung. Lasst euch überraschen, bald gibt es nähere Informationen!

In der Zwischenzeit steht euch täglich die Offene Bücherei von 7 – 22 Uhr zur Verfügung. Einzige Ausnahme ist Mittwoch, 20.07. An diesem Tag schließt die Offene Bücherei wegen eines Updates bereits um 20 Uhr.

Wir wünschen euch und uns einen erholsamen Sommer!

(das Backbuch könnt ihr bei uns in den Büchereien ausleihen)

Der Nordschleswiger. Eine deutsche Tageszeitung in Dänemark
Pauline Severin

PAULINE SEVERIN

13. Juli 2022 Apenrade

Katja Stock Pekruhn hält ihr Buch „Kuchen ohne Grenzen“
Katja Stock Pekruhn mit dem Buch „Kuchen ohne Grenzen“, in dem auch das Rezept für eine Roggenbrot-Schichttorte enthalten ist.Foto: Pauline Severin

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Wem gehört die Kaffeetafel? Sønderjylland oder Schleswig? Besonders in Grenzregionen gibt es oft Streitigkeiten darüber, wem welches Gericht zusteht. In dem Buch „Kuchen ohne Grenzen“ geht es nicht um die Unterschiede, stattdessen liegt der Fokus auf den Gemeinsamkeiten der Grenzregion.

Sowohl oberhalb als auch unterhalb der deutsch-dänischen Grenze spielen Kaffee und Kuchen eine wichtige kulturelle und gesellschaftliche Rolle. Zudem ähneln sich in Schleswig und in Sønderjylland die Rezepte.

Kultur- und Backtradition der Grenzregion

„Det Sønderjyske Kaffebord“ hat für die dänische Kultur nicht nur eine kulturelle, sondern auch eine historische Bedeutung. Zwischen 1864 und 1920 wurde es dem dänischen Bevölkerungsteil in Schleswig nicht leicht gemacht. Als Schlupfloch wurde die nordschleswigsche Kaffeetafel in Schleswig, „det Sønderjyske Kaffebord“, ins Leben gerufen. Dazu backten Hausfrauen Torten und Kuchen und deckten diese in einem Versammlungshaus zu einer Kaffeetafel auf.

Zu Kaffee und Kuchen wurden daraufhin Reden von Politikern und Kulturpersönlichkeiten gehalten. Auf diese Weise war es möglich, unter dem Vorwand Kuchen zu essen, und um politisch aktiv zu werden und sich als Däne bzw. Dänin zu treffen.

Südlich der Grenze, wie zum Beispiel in Angeln, spielten Kuchen und Kaffee ebenso eine wichtige kulturelle und gesellschaftliche Rolle. Daher wurden auch in Südschleswig Kuchen und Gebäck um 1900 dafür genutzt, die Gemeinschaft und den Zusammenhalt zu pflegen.

Ob nun die Angeliter oder die nordschleswige Tradition der Kaffeetafel länger zurückreicht, spielt in dem grenzüberschreitenden Projekt keine Rolle. Der Fokus hierbei liegt darauf, Gemeinsamkeiten zu finden, und auf die gemeinsame Tradition des Kuchens zu verweisen.

Das Projekt

Bei drei Workshops konnten Backbegeisterte unterschiedlicher Generationen aus der Grenzregion ähnliche Kuchenrezepte beider Regionen ausprobieren. Diese wurden daraufhin von Katja Stock Pekruhn weiterentwickelt und in dem Buch „Kuchen ohne Grenzen“ festgehalten.

Das Buch beinhaltet 13 Rezepte, jeweils in deutscher und dänischer Sprache. Der letzte Kuchen ist die „Grenztorte“, die den Zusammenhalt der Grenzregion symbolisieren soll.

Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der Kommune Apenrade (Aabenraa) durchgeführt und von den beiden Museumspartnern, dem deutschen Landschaftsmuseum Angeln in Unewatt (Unevad) und dem dänischen Museum „Oldemorstoft“ in Pattburg (Padborg), begleitet.

Die Finanzierung stammt aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Interreg). Der Fokus des Projektes liegt auf der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Hinblick auf Kultur, Sprache und Kulturerbe.

Kuchen ohne Grenzen

• Autorin: Katja Stock Pekruhn

• Buchtitel: Kager uden grænser / Kuchen ohne Grenzen

• Verlag: Toptryk Grafisk

• Seitenzahl: 64

• ISBN: 978-87-93827-30-1

• Preis: kostenlos

Der Nordschleswiger. Eine deutsche Tageszeitung in Dänemark

Anke Haagensen

Anke Haagensen

„Hochstaplerin“ à la Tingleff: Büchereileiterin Mareike Poté hat kurz vor ihrem Ferienbeginn noch eine Bücherlieferung eingearbeitet. Foto: Anke Haagensen

Quasi auf den allerletzten Drücker hat die Tingleffer Büchereileiterin eine Bücherlieferung erhalten, die einigen ihrer großen und kleinen Leserinnen und Leser sicherlich die Herzen kleine Hüpfer machen lässt.

„So! Geschafft!“ Tingleffs Büchereileiterin Mareike Poté steht vor einem großen Stapel Bücher, die noch bei jedem Öffnen einen besonderen Knack-Laut von sich geben, wie es nur ganz neue Bücher tun.

Und genau darum handelt es sich bei dem Stapel um ganz neue Bücher, die zum Teil noch nach Druckerschwärze duften. Sie hat nun auch alle Bücher „eingearbeitet“, wie sie sagt. Sie sind mit speziellen Chips versehen, eingescannt und damit für den Verleih fertig.

Die Buchbestellung kam quasi auf den allerletzten Drücker in Tingleff an, sodass sie den kleinen und großen Leserinnen und Lesern noch während der Sommerferien Spannung und Entspannung zugleich bringen kann.

„Einige der Bücher sind schon vorbestellt. Von anderen weiß ich, dass sich meine Leserinnen und Leser schon richtig darauf freuen“, sagt Mareike Poté.

YouTuber Arazhul (bürgerlicher Name: Roman Fink ) ließ sich von seinen Followern zunächst beim Minecraft-Spielen über die Schulter schauen. Inzwischen ist der junge Mann aus Baden-Württemberg Bestseller-Autor und Herausgeber einer eigenen Comicserie. Foto: Anke Haagensen

Neues Comic-Universum

Ganz neu im Comic-Regal stehen künftig fünf Bände der Arazhul-Reihe. Eher zufällig war die Büchereileiterin über das Angebot des in Deutschland bekannten Game-YouTubers „gestolpert“, der besonders durch seine Videos zum Spiel Minecraft beliebt wurde. Nun gibt es auch Comics aus seiner Hand. „Gerade in dieser Woche hatte ich eine konkrete Anfrage und konnte sagen, dass ich die Comics schon ganz bald dahabe“, freut sich Mareike Poté, dass ihr Riecher, was dieses Arazhul-Universum angeht, offensichtlich richtig war. „Ganz bald“ heißt nun „ab sofort“.

Das Manuskript zu diesem Krimi wurde im Nachlass von Lucinda Riley gefunden. Foto: Anke Haagensen

Rileys erster und letzter Krimi

Gespannt ist die Tingleffer Büchereileiterin auch darauf, was ihre Leserinnen von einem posthum herausgegebenen Krimi der Bestseller-Autorin Lucinda Riley halten. Riley war vor allem der weiblichen Leserschaft von ihrer Sieben-Schwestern-Reihe ein Begriff. Die Nordirin erlag im Sommer 2021 im Alter von nur 56 Jahren einem Krebsleiden. „In ihrem Nachlass wurde das Manuskript eines Krimis gefunden, der jetzt herausgebracht worden ist. Das Manuskript soll aus dem Jahr 2006 stammen“, erzählt Mareike Poté. „Die Toten von Fleat House“ lautet der Titel des ersten und einzigen Riley-Krimis.

Miss Fischer ist eine emanzipierte junge Frau, die eine Leidenschaft für Mordfälle hat. Sie schert sich dabei nicht um Konventionen, wie sie in den 1920er Jahren im australischen Melbourne an der Tagesordnung waren. Foto: Anke Haagensen

Miss Fisher und ihre mysteriösen Mordfälle

Die Büchereileiterin selbst freut sich auf die Miss-Fisher-Krimis von Kerry Greenwood. „Das ist aktuell meine TV-Lieblingsserie“, gesteht sie. „Ich habe noch keines der Bücher gelesen, die dann schließlich in der TV-Serie verarbeitet wurden, aber ich habe mir erzählen lassen, dass die Bücher sogar noch besser sind. Das ist ja meistens so“, stellt sie augenzwinkernd fest.

Mareike Poté macht keinen Hehl daraus, dass sie Krimis mag. Nur zu blutrünstig sollten sie nicht sein, findet sie. „Und wenn man nebenbei noch etwas über die jeweilige Zeit, die zeitgenössische Politik oder das Land erfährt, dann finde ich es besonders interessant“, sagt sie und erzählt, dass sie ab und zu beim Lesen auch ihr Mobiltelefon zur Hand nimmt, um bei Bedarf etwas nachschlagen oder vertiefen zu können.

In Louise Pennys Krimi erfährt man viel über Land, Leute und Gesellschaft Kanadas. Foto: Anke Haagensen

Ihr Lieblingskommissar heißt Armand

„Meine Lieblings-Krimibuchserie ist derzeit die Chief-Inspector-Armand-Gamache-Serie von Louise Penny. Ihre Krimis spielen in der kanadischen Provinz Québec. Man lernt daher – ganz nebenbei – einiges über Kanada, über den Sprachenkonflikt englisch/französisch, über den Umgang mit der indigenen Bevölkerung und vieles andere mehr. Ich finde es immer toll, wenn mir Bücher einen Mehrwert geben wie diese Krimis von Louise Penny“, sagt Mareike Poté.

In dem großen Bücherstapel befinden sich auch wieder etliche Kinderbücher. Darunter auch besondere Leicht-Lese-Lektüre. Bei der Bestellung hat die Büchereileiterin besonders an die Mädchen und Jungen gedacht, die das Lesetraining-Angebot der Bücherei in Anspruch nehmen.

Besonders bei Mädchen ziehen Pferdebücher nach wie vor. Großen Gefallen haben die Jüngsten jedoch an den Geschichten von Ulf Blanck. Foto: Anke Haagensen

Kinderfavorit: Blanck

Das neueste Buch von Ulf Blanck darf natürlich auch nicht bei den Neuanschaffungen fehlen. „Blanck war im Rahmen der Kinderbuchwochen im vergangenen Herbst bei uns in Tingleff. Seitdem lieben ihn ,meine’ Kinder. Natürlich habe ich jetzt auch das neueste Buch der Drei-Fragezeichen-Kids beschafft“, unterstreicht Mareike Poté.

Die Bücher sind in die Regale einsortiert. Auch wenn die Leiterin ab Montag im Urlaub ist, so ist die Tingleffer Bücherei doch bis zum kommenden Donnerstag besetzt. Dann aber wird die Einrichtung bis zum 7. August nur noch als Offene Bücherei zur Verfügung stehen.

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Bright Solutions Hamburg GmbH

Elke Heidenreich ist als Schriftstellerin, Literaturvermittlerin, Schauspielerin und Kabarettistin einem großen Publikum bekannt.

Schnörkellos, gut verständlich, auf den Punkt gebracht und immer mit einem Quentchen Humor – so kennt man ihren Schreibstil.

Ingela aus der Zentralbücherei legt uns zwei ihrer Bücher auf den Stapel der Sommerlektüre.

„Hier geht´s lang“ – „Mit Büchern von Frauen durchs Leben“ ist eine sehr persönliche Biografie der Autorin. Heidenreichs Leben ist von früh auf an von Büchern geprägt und diese sind der rote Faden in dieser Biografie. „Sie schreibt dieses Buch, um nachzuvollziehen, wie Bücher von Frauen uns zu dem machen, was wir sind, um zu verstehen, was Literatur bedeutet, und um ihren Leserinnen Anregungen zum eigenen Lesen und Leben zu geben.“ so der Klappentext.

Und so finden wir hier den Trotzkopf neben Simone de Beauvoir, Colette neben Virginia Woolf, Tove Ditlevsen und Anaïs Nin. Nickend erkennen wir die Titel wieder. Aber Gedanken darüber, welchen Einfluss sie auf unser Leben gehabt haben, haben wir uns noch nicht gemacht.

Ingela fand es eine schöne Anregung, sich persönlich einmal damit auseinander zu setzen, welche Bücher für das eigene Leben bedeutsam waren.

In „Männern in Kamelhaarmänteln“ legt Heidenreich den Fokus auf Kleidung „Wir vergessen die Namen, die Geschichten, aber fast nie vergessen wir die Kleider.“ Und so lernen wir Kleider und Leute kennen, die Heidenreich im Laufe ihres bewegten Berufslebens getroffen hat. Raffiniert ist die Einteilung des Buches nach (Kleider) Farben und endet mit berühmten Kleidern der Filmgeschichte. Im Buch trifft man die 16jährige Heidenreich, ihre Freundinnen und Freunde, es wird erzählt von Liebe und Trennungen und es unterhält amüsant.

Ingela empfiehlt das Hörbuch, eingelesen von der Autorin selbst.

Einen Filmtipp zum Schluß:

Im Apenrader Literaturkreis hat man sich mit Hilde Domin und ihrer Lyrik beschäftigt.

In diesem Zusammenhang haben die Teilnehmer den Dokumentarfilm „Ich will dich – Begegnungen mit Hilde Domin“ gesehen. Die fast 70 Jahre jüngere Filmemacherin Anna Ditges durfte die Dichterin Hilde Domin auf ihren letzten zwei Lebensjahren begleiten.

Faszinierend war das Eintauchen in das bewegte Leben der jüdischen Dichterin und, mit diesem Hintergrundwissen, ihre Lyrik zu lesen.

Und auch das ist eine Empfehlung von Ingela: „Traut euch mal, Gedichte zu lesen. Es ist eine schöne Erfahrung.“

Kjeld Thomsen

Kjeld Thomsen Lokalredakteur

Die Lesetrainerinnen und ihre „Spieler“ in der Deutschen Bücherei Tingleff Foto: kjt

Büchereileiterin Mareike Poté hat in Absprache mit der Schule ein Lesetraining für Schülerinnen und Schüler ins Leben gerufen und kann dabei auf Mitstreiterinnen mit Erfahrung setzen. Pensionierte Lehrkräfte stellen sich kostenlos zur Verfügung. Mit den Trainerinnen wird nicht nur gelesen.

Kürzlich war Abschluss des Trainingsbetriebes. In der Deutschen Bücherei Tingleff trafen sich Schülerinnen und Schüler des Lesetrainings mit ihren Coaches, um die Lesesaison mit Eis und geselligem Beisammensein ausklingen zu lassen.

Büchereileiterin Mareike Poté hatte die Idee, ein kostenloses Lesetraining anzubieten und fand dafür Unterstützer.

Mit Brigitte Schumacher und Birte Nicolaisen stellten sich zwei ehemalige Lehrerinnen der Deutschen Schule Tingleff für ein wöchentliches Üben zur Verfügung. Auch Mareike Poté gehört dem Trainerstab an.

Haben eifrig in der Bücherei trainiert: (vorn v. l.) Waldemar (9 Jahre), Sebastian (9), Merle (11), Isabella (11) und Melanie (9). Hinten die Lesecoaches (v. l.) Brigitte Schumacher, Büchereileiterin Mareike Poté sowie Birte Nicolaisen. Foto: kjt

In der Hinterhand gebe es weitere Coaches, die einspringen können, wenn im kommenden Schuljahr neue „Spieler“ dazukommen sollten, so die Büchereileiterin.

Schule mit im Leseboot

Das Lese-Fitnesstraining wird über die Schule an die Elternhäuser weitervermittelt. Wer möchte, kann sein Kind einmal die Woche zum Training in die Bücherei bringen oder selbst hingehen lassen.

In der Auftaktsaison war eine kleine Mannschaft von knapp zehn Akteuren zusammengekommen, die Woche für Woche mit den Coaches nicht nur gelesen, sondern auch geschnackt und gespielt haben, denn das Lesetraining soll ein ganz ungezwungenes Miteinander sein.

Genau das sei für sie ausschlaggebend gewesen, sich von Mareike Poté überreden zu lassen, sagt Lesecoach Birte Nicolaisen.

Sie ist pensionierte Sonderschulpädagogin mit Fachgebiet Förderunterricht. Das Leseangebot sei aber kein Förderunterricht und keine Nachhilfe. Es sei ein Üben und Trainieren in lockerer Atmosphäre. Das sei ihr wichtig gewesen, wie sie sagt.

Lesen, spielen, schnacken

„Und dann ist die Bücherei ein sehr geeigneter Ort. Hier wird man ja regelrecht zum Lesen animiert, und es ist ganz normal, Bücher um sich herum zu haben“, so Birte Nicolaisen.

In der Bücherei gibt es nicht nur jede Menge Lesematerial, sondern auch Spiele, die bei jeder Trainingseinheit gespielt werden. Das Motto „Lesen macht Spaß“ soll vollends zum Tragen kommen.

Mit Erdbeeren bedankte sich Büchereileiterin Mareike Poté bei den Lesetrainerinnen Brigitte Schumacher und Birte Nicolaisen (v. r.). Foto: kjt

Die meisten des Leseteams mit Zweit- und Viertklässlerinnen und -klässlern signalisierten beim Abschlusstreffen gegenüber dem „Nordschleswiger“, eine weitere Saison nach den Sommerferien dranzuhängen zu wollen.

Sollten sich Neuzugänge ankündigen, dann ist Managerin Mareike Poté gern bereit, zusätzliche Coaches zu mobilisieren.

Interessierte Eltern und deren Kinder brauchen sich einfach nur an die Bücherei wenden, um im Trainingsbetrieb aufgenommen zu werden.

Hannah hilft dir beim digitalen „Nordschleswiger“

Der Nordschleswiger

27. Juni 2022 Apenrade/Aabenraa

Hannah Dobiaschowski kommt zu euch und hilft bei Fragen zum digitalen „Nordschleswiger“. Foto: Karin Riggelsen

Wenn du findest, dass es mit dem digitalen „Nordschleswiger“ nicht so rund läuft, mach es einfach wie der Sozialdienst Lügumkloster oder Betty Weinschenck aus Tingleff: Lade unsere Projektmitarbeiterin Hannah Dobiaschowski ein und klär bei einem hyggeligen Schnack alle offenen Fragen.

Die Digitalisierung des „Nordschleswigers“ liegt nun knapp anderthalb Jahre zurück. Wir finden, dass es richtig gut läuft und sind stolz auf alle unsere Leserinnen und Leser, die diesen Weg trotz mancher Herausforderung mit uns gegangen sind.

Soweit es in dieser Zeit möglich war, waren wir unterwegs und haben in gemütlichen Runden erklärt, wie man einen Benutzeraccount anlegt oder welche Funktion ein bestimmter Knopf hat. Im Großen und Ganzen konnten wir alle Fragen ziemlich einfach klären.

In der Deutschen Bücherei Hadersleben half Projektmitarbeiterin Hannah Dobiaschowski einigen Stammlesern beim Umgang mit dem digitalen „Nordschleswiger“. Foto: Annika Zepke

Wichtiger Kontakt zur Leserschaft

Vor allem Projektmitarbeiterin Hannah Dobiaschowski hat viele dieser Termine durchgeführt. „Ich habe sehr viel Freude an den Treffen gehabt. Einerseits, weil ich ziemlich unkompliziert helfen konnte, andererseits, weil ich immer sehr nette Menschen kennengelernt habe,“ erzählt sie.

Der Kontakt zur Leserschaft sei das Allerwichtigste für ihre Arbeit in der Marketingabteilung.

Neue Anfragen

Deshalb freut sie sich, wenn wieder neue Anfragen kommen. „Der Sozialdienst in Lügumkloster hat micheingeladen, und auch in der Bücherei in Tingleff darf ich wieder ein Treffen veranstalten, da suchen wir gerade nach einem Termin.“

Betty Weinschenck war hier die Initiatorin, die in ihrem Umfeld darauf aufmerksam geworden ist, dass manche noch Fragen zur Bedienung des digitalen „Nordschleswigers“ haben.

Ich komme überall hin. Hannah Dobiaschowski

„Ich finde es richtig toll, dass sich Leute an mich wenden und möchte gerne alle auffordern, es ebenfalls zu tun, wenn sie meine Hilfe brauchen,“ bietet Hannah Dobiaschowski an und ergänzt: „Ich komme überall hin, wo sich mehrere Menschen treffen. Ob es nun ein Strickklub ist oder ein Verein, das ist ganz egal.“

Hannah Dobiaschowski erreichst du unter hdo@nordschleswiger.dk oder unter 73 32 30 28.

Ich freue mich immer, wenn ich von unseren Leserinnen eine Rückmeldung bekomme, wie ihnen das geliehene Buch gefallen hat. So in diesem Buch, in dem ein liebevoller Zettel steckte mit einer klaren Leseempfehlung.

„Fritz, der Gorilla“ ist unbedingt empfehlenswert. Die Leserin schreibt weiter, dass sie in der Kindheit Zoobesuche gemieden hätte, weil ihr die Tiere leid taten. Mittlerweile hat sich bei der artgerechten Haltung viel getan. Viel gelernt und vom Buch beeindruckt – es kann also auch anderen Lesern ans Herz gelegt werden.

Vielen Dank für die Rückmeldung!

Bilderbuch „Ein Kamel bleibt selten allein“

Was ist eigentlich schöner? Allein zu sein oder Freunde zu haben…?

Dieser Frage muss sich das Kamel Gunter stellen in seiner Wüstenoase. Plötzlich tauchen im Wüstensand Tiere auf…Kamele mit Namen Lou, Claire, Sven und Irmgard. Was kann man mit denen machen: Fußballspielen, oder verstecken oder eine Party feiern und tanzen. Man kann auch die Höcker verkleiden, Schätze suchen oder Wettrennen machen.

Irgendwann ist Gunter das alles zu bunt. Er ist platt von so viel Gesellschaft und beschließt: „Ein Kissen, eine Decke, ein Buch unter einem Baum – eine bessere Einheit gibt es wohl kaum“.

Ein Plädoyer für Gemeinschaft und Individualität mit etwas anderen Protagonisten in einer wahrlich bunten Farbauswahl – man kann beides gut haben – die Gemeinschaft und die Ruhe und das Alleinsein.

Ein witziges, fröhliches Bilderbuch im Farbenrausch mit Text in Reimform. Erschienen 2022 im Brunnenverlag. Text: Lu Fraser, Illustration: Sarah Warburton.

Erhältlich im Verband Deutscher Büchereien Nordschleswig.