November 2012


Was gibt es Schöneres in dieser Zeit, als sich es an einem grauen, dunklen, nassen Novemberabend mit Kerzenschein und einem guten Buch gemütlich zu machen?

Und nach all den blutrünstigen, nervenzerrenden Thrillern der letzten Zeit haben wir auch ein paar Bücher voller Liebe und Romantik, Tragik und Humor bekommen.

Ingemarsson Der Himmel so fern Kajsa Ingemarsson: Der Himmel so fern

Eine Frau steht allein am Rande eines Abgrunds. Hinter ihr liegen Ehe, Karriere, Erfolg und Geld. Vor ihr liegen die Lichter der Grossstadt. Selbstmord scheint der einzige Ausweg. Ein Roman über die Liebe, die über den Tod hinausgeht. Hohlfeld Herbsttagebuch

Kerstin Hohlfeld: Herbsttagebuch

Rosa, von Beruf Schneiderin, findet das Tagebuch einer längst verstorbenen Verwandten von Vicky, ihrer Mitbewohnerin. Fasziniert taucht sie in die Vergangenheit, nimmt an dem Leben der Augusta teil. Auch scheint sich ihr Glück zu wandeln, sie bekommt den Auftrag, am Berliner Musicaltheater Kostüme für die neue Vorstellung zu entwerfen.  Und dann ist da noch ihr faszinierender neuer Chef Leo… Ein positives, optimistisches Buch, das einen oft schmunzeln lässt.

Gowda Geheime Tochter Shilpi Somaya Gowda: Geheime Tochter

Usha kommt als Baby in ein Waisenhaus in Bombay, ihr Vater will keine Mädchen als Nachkommen und ihre Mutter entscheidet sich für diesen Schritt, um ihr Leben zu retten.  Sie wird von einer amerikanischen Familie adoptiert, die selbst keine Kinder bekommen kann. Aus unterschiedlicher Sicht wird das Leben der Beteiligten beschrieben, von den unterschiedlichen Kulturen und Wertvorstellungen zu den Träumen und Hoffnungen. Ein grosser Roman über die Suche nach den Wurzeln und das, was das Leben wirklich ausmacht. Hopkinson Im Zweifel für den Angeklagten

Christina Hopkinson: Im Zweifel für den Angetrauten

Ihr Mann treibt sie in den Wahnsinn, gerade die kleinen Macken gehen ihr immer mehr auf die Nerven. Warum rammt er grundsätzlich neben den Wäschekorb? Wie hat sie ihn jemals lieben können? Mary beschliesst, eine Liste zu schreiben mit all seinen Verfehlung und sie ihm zu präsentieren. Der Punktestand soll entscheiden – aber worüber? Ein witziges Buch über den alltäglichen Familienwahnsinn.

Güth Cheffe versenken Christiane Güth: Cheffe versenken

Die 30jährige Trixie ist chaotisch, liebenswert und hat es in den 30 Jahren ihres Lebens geschafft, nicht arbeiten zu müssen. Als ihre Eltern ihr den monatlichen Scheck streichen, ihre Schwester sie der Wohnung verweist, kommt ihr das Angebot gerade recht, die Chronik eines Reiseverlages zu schreiben. Doch bevor sie die Tür zum staubigen Archiv auch nur öffnen kann, ist sie schon in den Art-Direktor verliebt, bei ihrer Chefin in Ungnade gefallen –und über eine Leiche gestolpert. Eine leicht-lockere Krimikomödie. Fforde Glück über den Wolken

Katie Fforde: Das Glück über den Wolken

Sophie kommt sich sehr egoistisch vor, als sie die Einladung ihrer Freundin annimmt und nach New York fliegt. Was soll ihre Familie nur ohne sie machen? Auf einem rauschenden Fest lernt sie die bezaubernde ältere Dame namens Mathilda kennen, die sie beauftragt, ihr ein Haus in Cornwall zu suchen. Und damit beginnen die Verwicklungen. Romantisch!

Rallison Feensommer Janette Rallison: Feensommer – dreimal verwünscht, verliebt für immer

Tansy hat sich gerade von ihrem Freund getrennt, als sie Besuch von der guten Fee Felicitas bekommt. Diese ist leicht schusselig, hört nicht genau hin und einfühlsam ist sie auch nicht. Also geht alles bei den drei Wünschen, die Tansy frei hat, schief. Da trifft sie Robin Hood, der das Gegenteil ist von dem, was in den Büchern steht, und als sie ihn endlich wieder ins Mittelalter zurückgeschickt hat, landet Tansy selber da. Eine verwickelte, liebenswerte Komödie für unsere Teenies.

Wie immer – alle Bücher können geliehen, bestellt und reserviert werden!

Einen schönen 1. Advent wünschen wir euch aus der Bücherei!

Mein Name ist Cindy, von Beruf Büchereiwachhund. Ich liebe alle Bauchstreichler und Ballwerfer, die hereinkommen und Zeit haben, mit mir zu spielen. Auch wenn ich manchmal erst mal bellen muss, schliesslich muss ich ja meine Arbeit machen!

Nur wenn allzu viele kleine Wusel-Kindergartenkinder auf einmal kommen, verziehe ich mich lieber auf meinen Platz unter dem Schreibtisch – man weiss ja nie!

Meine Hobbies: Spazierengehen, am Strand toben und – Dosen! Am liebsten Katzenfutterdosen. Ich habe schon ein ganzes Lager (aber psst, nicht verraten, sonst kommt jemand und klaut sie!)

Was ich nicht mag, sind Fahrradhelme und laute, böse Stimmen. Da verstecke ich mich lieber. Aber wenn ich erst mal jemand kennengelernt habe, dann freue ich mich ganz doll jedesmal, nicht wahr, Jakob?

Bis bald in der Bücherei, Eure Cindy

Was mache ich, wenn….

Wir kennen es alle: endlich Wochenende, Zeit zum Ausruhen und Faulenzen. Da fällt es einem ein – das Buch wollte ich doch lesen, zu diesem Thema möchte ich mehr wissen, ich muss eine Arbeit zum einem bestimmte Thema schreiben und brauche Literatur. Aber die Bücherei hat zu, was jetzt? Zum Glück gibt es das Internet!

Von zuhause aus kann man im Onlinekatalog der Deutschen Büchereien Nordschleswigs stöbern und bestellen, nichts einfacher als das:

Auf der Homepage der „Verband Deutscher Büchereien Nordschleswig“ (www.buecherei.dk ) findet man rechts den Link zum Online-Katalog, auch OPAC genannt.

Von der Startseite des OPAC geht man auf „Einfache Suche“ – und schon geht es los. Einfach den Suchbegriff eingeben und auf Go! klicken.

Dann markiert man die gewünschten Suchergebnisse, klickt auf GO und kommt dann in das Bestellfeld.

Wichtig ist hier neben der Angabe des Namens den korrekten Abholort zu wählen, also z.B. Bücherei Tingleff.

Man kann die Suche auch durch Suchfilter verfeinern, also z.B. den gewünschten Medientyp ankreuzen, so dass man nur DVDs oder Bücher im Suchergebnis erhält.

Ist man in unserem Katalog nicht fündig geworden, kann man auf den Katalog der Büchereien Schleswig-Holsteins ausweichen.

Über 400.000 Medien der dortigen öffentlichen Bibliotheken stehen uns per Leihverkehr kostenlos zur Verfügung, ausgenommen die aktuellen, neuen Medien. Die Bestellung ist ähnlich einfach wie beim OPAC:

Unter www.bz-sh.de/zentralkatalog wählt man die Heimatbibliothek aus, also z.B. Bücherei Tingleff, dann erfolgt die Suche und Bestellung wie in unserem OPAC.
Sobald die gewünschten Medien dann hier in der Bücherei eingetroffen sind, benachrichtigen wir den Leser.

Und: sollten alle Stricke reissen, sind wir am Montag wieder mit Rat und Tat für euch zur Stelle!

Spannung ist garantiert bei den neuen Thrillern, die wir bekommen haben:
Max Bentow: Die Puppenmacherin

Opfer, die in schnell härtendem Bauschaum erstickt wurden – irgendwie kommt Kommissar Nils Trojan das bekannt vor. Die Fälle weisen erstaunliche Parallelen zu Opfern in der Vergangenheit auf. Aber um die Denkweise des brutalen Psychopathen zu verstehen, braucht er Hilfe von der Psychologin Jana Michels. Nach „Der Federmann“ wieder ein spannender, nervenaufreibender Psychothriller von Max Bentow.

Jean-Christophe Grangé: Der Ursprung des Bösen

Mathias Freire leidet unter einer rätselhaften Krankheit: sein Gedächtnis setzt aus, sobald er unter Stress steht. Und wenn erdas Bewusstsein wiedererlangt, ist er ein anderer. Ein neues Ich hat sich formiert, mit einer neuen Vergangenheit, einem neuen Lebensschicksal. Eine grausame Reihe von Ritualmorden ereignet sich in seiner unmittelbaren Nähe. Freire gerät immer mehr unter Druck, ist er der Täter?

 Jilliane Hoffmann: Argus

Nach einem vergnüglichen Abend mit den Freundinnen lernt Gabriella Vecho den gutaussehenden Reid kennen und folgt ihm in seine Kellerwohnung. Zu spät sieht sie die Kamera und die Augen, die sie beobachten, böse Augen… 

M.R.Hall: Totenstätte

Vor sieben Jahren verschwanden zwei junge muslimische Studenten spurlos in Bristol. Den verzweifelten Eltern erklärt die Polizei, dass die beiden schon länger vom Geheimdienst beobachtet wurden und ihre Spur sich in einem islamischen Terrorcamp in Afghanistan verliere. Als die beiden nach 7 Jahren für tot erklärt werden sollen, wendet sich die Mutter von Nazim Jamal an Coroner Jenny Cooper mit der Bitte, den Fall erneut aufzurollen. Diese kommt der Bitte nach und sticht damit ins Wespennest. Nach „Totenschein“ wieder ein spannender Krimi mit Jenny Cooper.

 Alafair Burke: Manhattan 212

New York: die Polizistin Ellie Hatcher soll den Mord an dem Bodyguard eines einflussreichen Immobilientycoons aufklären. Kurz darauf wird eine junge Studentin erstochen, nachdem sie massiv auf der Campus-Website bedroht wurde. Eine Verbindung zwischen diesen Fällen tut sich nach und nach auf. Ein raffinierter, hochspannender New York Krimi. 

 Alex Marwood: Im Schatten der Lüge

Zwei 11jährige Mädchen werden für den Tod der kleinen Chloe verantwortlich gemacht und kommen in das Jugendgefängnis. 25 Jahre später treffen die beiden sich wieder. Sie haben zwar neue Identitäten angenommen, ihr schlimmster Alptraum aber ist es, dass ihre Vergangenheit ans Licht gelangt. Und dazu scheint es zu kommen, denn eine Mordserie rückt immer näher und bringt sie damit in Verbindung. Spannend zu lesen!

 Jessica Kremser: Frau Maier fischt im Trüben

Frau Maier lebt mit ihrer Katze am Chiemsee. Eines Morgens wird eine Leiche angespült und nichts ist mehr, wie es war. Nächtliche Besucher schleichen um das Haus, unheimliche Botschaften und Drohungen hinterlassen. Die rüstige Dame lässt sich nicht ins Bockshorn jagen und ermittelt auf eigene Faust wie Miss Marple. Ein unterhaltsamer, liebenswerter Krimi mit einer sympathischen Frau Maier, die einem schnell ans Herz wächst.

Und damit sich die Erwachsenen nicht alleine gruseln müssen, haben wir für die Kinder auch eines zum Thema bekommen:

Fraillon: Monstrum House – Haus des Grauens

Monstrum House – was für ein seltsamer Name für ein Internat. Angeblich die letzte Hoffnung für Kinder, die schon aus allen Schulen geflogen sind. Im Monstrum House herrschen andere Regeln, hier gibt es kein Mathe- oder Sportunterricht, hier steht Monsterkunde auf dem Stundenplan. Jasper McPhee, 13 Jahre, ist mutig und unerschrocken – aber hat er auch das Zeug zum Monsterjäger?

Witzig und gruselig zugleich, ab 10 J.

Wie immer, alle Bücher können ausgeliehen, bestellt und reserviert werden! Viel Spass beim Gruseln!

Cecilia Aherns neuer Roman ist da: Hundert Namen.

Kittys beste Freundin und Mentorin ist krebskrank. Auf dem Sterbebett hinterlässt sie der beruflich angeschlagenen Journalistin eine Liste mit hundert Namen, über die sie einen Artikel hatte schreiben wollen. Kitty will ihrer Freundin den letzten Wunsch erfüllen und macht sich auf die Suche nach diesen hundert Menschen. Doch bereits nach den ersten sechs Begegnungen erkennt sie, dass die Aufgabe nicht so einfach ist, wie sie gedacht ist. Sie taucht in das Leben von ganz gewöhlichen Menschen ein und erfährt deren Geschichten. Dieses löst Ereignisse aus, die nicht vorher zu sehen waren, und zu Verwicklungen, die deren künftiges Leben bestimmen.

Im Jahre 2004 erschien Cecilia Aherns erster Roman „PS Ich liebe dich“, der die Bestsellercharts stürmte, in 15 Ländern verkauft und mit Gerard Butler und Hilary Swank verfimt wurde. Es folgten weitere 8 Romane der jungen irischen Autorin, die ebenfalls erfolgreich waren. So romantisch, wie die englischen Buchcover in rosa-bleu, sind die deutschen zum Glück nicht, denn Cecilia Aherns Bücher lassen sich nicht einfach mit dem Stempel „Romantik“ abtun. Zwar kommt die Liebe nicht zu kurz, aber im Vordergrund steht eine Figur in einer schwierigen Krise, die sich entwickeln muss, um im Leben weiter zu kommen.

Und dies beschreibt Cecilia Ahern auf eine so liebenswerte und unterhaltsame Weise, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen mag.

Cecilia Aherns Homepage

Wie sie zum Schreiben kam?

»Schon mit sieben Jahren führte ich Tagebuch und verfasste Gedichte, die allerdings nie, nie, nie jemand zu sehen bekommen wird. Mit 14 habe ich dann meinen ersten Roman geschrieben, ›Bohnen auf Toast, und eine Flasche Bier‹. Worum es ging? Teenagerkram. Dass ich mal als Autorin mein Geld verdienen würde, hätte ich nie gedacht. Als Kind wollte ich erst FBI-Agentin, später Sängerin werden. Ich habe dann Journalismus studiert, wollte beim Fernsehen arbeiten. Zwei Tage, nachdem ich einen Kurs am College angefangen hatte, um meinen Master in Filmproduktion zu machen, schmiss ich alles hin. Ich hatte die Idee zu meinem Buch ›P. S. Ich liebe Dich‹ im Kopf und musste einfach loslegen. Nachdem meine Mutter die ersten drei Kapitel gelesen hatte, war sie so begeistert, dass sie eine Agentin organisiert hat. Der habe ich dann die ersten Seiten geschickt. Sie wollte mehr lesen, ich schrieb mehr – und binnen drei Monaten war das Buch fertig und ich hatte einen Vertrag in der Tasche. Das ging so schnell, dass ich kaum Zeit hatte, darüber nachzudenken. Angst, Begeisterung. Staunen – das wechselte sich ab.« [Myself, 2012

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) hat ihr am 17.3.2012 einen Artikel gewidmet

Von mir eine klare Empfehlung: ein Buch für düstere, deprimierende  Herbsttage, das einem Hoffnung und Freude schenkt!

Mittwoch morgens um 9 Uhr – Nachschule Tingleff: müde schlurfen 50 Schüler der 9. und 10. Klasse in den Raum, lassen sich träge in die Stühle fallen und machen es sich bequem. Vorne steht, im schlichten schwarzen Shirt, David Fermer, und kaum kehrt Ruhe ein, legt er los. In reinem südenglischen Akzent erzählt er ihnen von seiner Kindheit in England, von seiner Secondary School (1200 Jungen und 1 Mädchen!), von seiner Schuluniform (die hätte er eigentlich ja anziehen sollen), von seinen Jahren in Berlin (das einzige, was er auf Deutsch konnte, war „Ein Bier bitte!“) und seiner Lehrtätigkeit in Peru, um seinen Traum vom Schreiben zu finanzieren.

Alles verstanden? Ja, das hatten sie erstaunlicherweise. Und schon war es mit dem Ausruhen vorbei. David Fermer stellte seine Bücher vor.

Das Problem war nur, er wollte nicht alleine lesen – 3 Jungen sollten mit auf die Bühne und in verteilten Rollen das erste Kapitel von seinem Buch Surf4ever lesen. Das war zum Glück auf deutsch. Schwieriger wurde das 2. Kapitel. Das war nämlich auf englisch. David Fermer schreibt einen grossen Teil seiner Bücher auf englisch und deutsch, jeweils kapitelweise die Sprache wechselnd. Schwerere Vokabeln werden erklärt. Den englischen Teil meisterten zwei Mädchen vor versammelten Publikum mit grosser Sicherheit.

David Fermer schreibt nicht nur, er macht Kinderfernsehen (Sendung mit dem Elefanten) und Dokumentarfilme. Eine Kurzdokumentation über einen 15jährigen, englische Surf-Freak, führte er vor.

Die zweite Lesung mit Schülern der 8. – 10. Klasse der Deutschen Schule war ebenso ein Erfolg. Hier ging es um das Buch HipHop und Heartbeat.

Wieder wurden die Schüler beteiligt, nicht nur mit dem Vorlesen, auch selbst HipHop schreiben sollten sie (sehr zu Lasten ihres anwesenden Lehrers).

Begeisterte hellwache Schüler bestürmten ihn im Anschluss mit Fragen und liessen sich ein Autogramm nicht entgehen.

Danke, David Fermer, für einen interessanten, vergnüglichen Sprach-Vormittag.  Abschlusszitat von ihm:

„As an Englishman, you can say you to me, of course!“

„Haus Brigitta“ liegt idyllisch gelegen nördlich von Sundsvall in Schweden. Hier werden schwer erziehbare und suizidgefährdete Mädchen betreut. Aber die Idylle trügt: Brutal werden die 12jährige Miranda und die Erzieherin Elisabeth erschlagen, Miranda danach liebevoll aufgebahrt. Ein weiteres Mädchen ist im Laufe der Nacht verschwunden. Damit nicht genug, eine aufgelöste Mutter alarmiert die Polizei, weil ihr Auto gestohlen wurde, auf dessen Rücksitz ihr 4jähriger Sohn schlief. Für die Polizei ist der Zusammenhang eindeutig: nach den Morden an den beiden Mitbewohnern ist Vicky geflohen und hat den kleinen Jungen entführt. Als dann das Auto in einem Fluss wiedergefunden wird, werden die Ermittlungen eingestellt. Joona Linna, der als Berater hinzugezogen wurde, hat seine Zweifel. Der sympathische, sturköpfige und doch verletzliche Ermittler lässt nicht locker, auch wenn er eigene Wege gehen muss.

Wieder ist dem Autorenehepaar Ahndoril, das unter dem Pseudonym Lars Kepler schreibt, ein packender Krimi in bester skandinavischer Tradition von Stieg Larsson, Jussi Adler-Olsen oder Henning Mankell gelungen. Nach „Der Hypnotiseur“ und „Paganinis Fluch“ ist dies der dritte Fall für Joona Linna, der auch vor unkonventionellen Methoden nicht zurückschreckt. „Flammenkinder“ ist theoretisch unabhängig von den Vorgängern lesbar, macht aber mehr Vergnügen, wenn man die ersten beiden Bücher kennt – besonders, da dieser Band wesentlich dichter und flüssiger geschrieben ist als seine Vorgänger, die Spannung das ganze Buch über aufrecht erhalten wird, so dass man es nicht mehr weglegen kann. Auch erfahren wir etwas mehr über die schmerzvolle Vergangenheit des schweigsamen Finnlandschweden, die vorher nur angedeutet war.

Leicht irritiert haben mich die sehr kurzen Kapitel, die den Lesefluss etwas störten – und den allerletzten Absatz im Buch, einem Cliffhanger, der einen auf die Fortsetzung fiebern lässt.

Trotzdem – eine eindeutige Empfehlung von mir!

Der erste Band „Der Hypnotiseur“ ist vom schwedischen Regisseur Lasse Hallström verfilmt worden und am 28. September 2012 in Schweden angelaufen. Wir warten gespannt darauf!

Homepage von Lars Kepler

Ein Klassiker aus dem Jahre 1971 wurde neu aufgelegt:

Das Apfelmäuschen

Schöne Fotografien in schwarz-weiss zeigen das kleine Mäuschen, wie es sich ein neues Zuhause sucht und in einen Apfel einzieht. Für Kindergartenkinder. 

Computer

aus der Sachreihe „Memo – Wissen entdecken“. Ein aktuelles Buch zum Computer: wer hat ihn erfunden, wo wird er eingesetzt, wie sieht die Zukunft aus? Viele Fotografien, kurze Texte, das mögen insbesondere unsere wissbegierigen Jungen ab 10 J.

 Marcus Pfister: Schlaf gut, kleiner Regenbogenfisch

Der kleine Regenbogenfisch kann nicht schlafen. Die Dunkelheit macht ihm Angst. Was ist, wenn die Meeresströmung ihn mitreisst? Oder er sich in der Tintenwolke des Octopus verirrt? Ganz egal, seine Mama verspricht, auf ihn aufzupassen und immer da zu sein. Ein schönes Gute-Nacht-Bilderbuch für alle Kleinen.

Annette Langen: Carlotta – hurra, mein Bruder ist da!

Carlotta wird grosse Schwester und kann es gar nicht erwarten. Endlich jemand zum Fangenspielen und Quatsch machen! Aber sooo schrumpelig hat sie sich den kleinen Bruder nun doch nicht vorgestellt. Und etwas anfangen kann man auch nicht richtig mit ihm. In gewohnt liebevoller Weise widmet sich A. Langen diesem Thema, das sicher viele Familien wiedererkennen werden.

Wir freuen uns:
Wieder haben wir die Möglichkeit, im Rahmen der jährlich stattfindenden Kinder- und Jugendbuchwochen einen Autor nach Tingleff einladen zu können. Dieses Jahr fiel die Wahl auf David Fermer, der am Mittwoch, 7.November, in der Nachschule lesen wird.

David Fermer ist zwar in der Schweiz geboren, zog aber mit 4 Jahren mit seiner Familie zurück nach England, wo er aufwuchs. Er studierte in London und Berlin, machte seinen Abschluss an der „Deutsche Film-und Fernsehakademie“. Er arbeitete als Aufnahmeleiter in Berlin und später als Lehrer in Peru. Zurück in Deutschland konzentrierte er sich mehr und mehr auf das Schreiben. Er schreibt Kinder- und Jugendbücher, besonders seine zweisprachige Nonstop-Reihe erfreut sich grosser Beliebtheit.

Die Homepage von David Fermer

Wir werden berichten……