Mittwoch morgens um 9 Uhr – Nachschule Tingleff: müde schlurfen 50 Schüler der 9. und 10. Klasse in den Raum, lassen sich träge in die Stühle fallen und machen es sich bequem. Vorne steht, im schlichten schwarzen Shirt, David Fermer, und kaum kehrt Ruhe ein, legt er los. In reinem südenglischen Akzent erzählt er ihnen von seiner Kindheit in England, von seiner Secondary School (1200 Jungen und 1 Mädchen!), von seiner Schuluniform (die hätte er eigentlich ja anziehen sollen), von seinen Jahren in Berlin (das einzige, was er auf Deutsch konnte, war „Ein Bier bitte!“) und seiner Lehrtätigkeit in Peru, um seinen Traum vom Schreiben zu finanzieren.

Alles verstanden? Ja, das hatten sie erstaunlicherweise. Und schon war es mit dem Ausruhen vorbei. David Fermer stellte seine Bücher vor.

Das Problem war nur, er wollte nicht alleine lesen – 3 Jungen sollten mit auf die Bühne und in verteilten Rollen das erste Kapitel von seinem Buch Surf4ever lesen. Das war zum Glück auf deutsch. Schwieriger wurde das 2. Kapitel. Das war nämlich auf englisch. David Fermer schreibt einen grossen Teil seiner Bücher auf englisch und deutsch, jeweils kapitelweise die Sprache wechselnd. Schwerere Vokabeln werden erklärt. Den englischen Teil meisterten zwei Mädchen vor versammelten Publikum mit grosser Sicherheit.

David Fermer schreibt nicht nur, er macht Kinderfernsehen (Sendung mit dem Elefanten) und Dokumentarfilme. Eine Kurzdokumentation über einen 15jährigen, englische Surf-Freak, führte er vor.

Die zweite Lesung mit Schülern der 8. – 10. Klasse der Deutschen Schule war ebenso ein Erfolg. Hier ging es um das Buch HipHop und Heartbeat.

Wieder wurden die Schüler beteiligt, nicht nur mit dem Vorlesen, auch selbst HipHop schreiben sollten sie (sehr zu Lasten ihres anwesenden Lehrers).

Begeisterte hellwache Schüler bestürmten ihn im Anschluss mit Fragen und liessen sich ein Autogramm nicht entgehen.

Danke, David Fermer, für einen interessanten, vergnüglichen Sprach-Vormittag.  Abschlusszitat von ihm:

„As an Englishman, you can say you to me, of course!“