Januar 2013


Zwei Mädchen kommen in die Bücherei, die eine wohnt in Tingleff, die andere kommt jeden Tag mit dem Schulbus von ausserhalb. Beide geben Bücher und Zeitschriften ab. Ich sage zu dem zweiten Mädchen: “ Du hast noch ein paar Bravo-Zeitschriften auf deinem Konto, aber die kannst du ja im Bücherbus abgeben, wenn er das nächste Mal kommt.“ „Bücherbus, was ist das denn?“ wundert sich die aus Tingleff. „Ja weisst du,“ sagt die erste „der kommt zu so Outsidern wie uns…“

Und wer unsere 2 tollen Bücherbusse und deren Service noch nicht kennt:

im 6-7 wöchigen Turnus fahren sie alle unsere Leser an, die weiter als 5 km von einer Standortbücherei entfernt wohnen, von Hof zu Hof, von Haus zu Haus, von Rømø bis Alsen und das das ganze Jahr über.

fahrbuecherei_busse

Annelise1

Annelise Holm Wagner – die Büchereileiterin seit Anbeginn der Bücherei Tingleff 1991 – geht in den wohlverdienten Ruhestand. Deswegen öffnen wir am Donnerstag, den 31. Januar, von 15 – 18 Uhr die Türen für alle, die sich von ihr verabschieden möchten. Freunde, Familie, Leser, Kollegen, ehemalige Bücherkinder sind herzlich eingeladen auf ein Glas Sekt oder Orangensaft. Ab 17 Uhr rockt dann die Bücherei: Thomas Wagner kommt mit seiner Band „Tursiops“ und heizt uns ordentlich ein.

Wir sehen uns – bis dann!

Ausstellung 127

Wolf Glockow mit seinen Marionetten war heute zu Besuch und der Kindergarten folgte gerne der Einladung: Gespannt sassen sie auf den Kissen und beobachteten, wie sich der grosse Reisekoffer öffnete. Heraus kam erst Herr Nase, dann der Zauberer. Etwas unheimlich war der ja schon, einige Kinder verkrochen sich lieber in Lindas Arme, andere kamen nicht nah genug heran. Und plötzlich eine Stichflamme, und dann dampfte es aus der Flasche…

Ausstellung 117Jeppe passte mittlerweile auf den kleinen Hund auf, der mächtig bellen konnte, wenn jemand sich zu nahe heran wagte. Hier bekommt er eine kurze Introduktion im Hundeaufpassen…

Ausstellung 122

Die Zeit verging viel zu schnell und als der kleine Drache in der Kiste verschwand, war Schluss für heute.

Ausstellung 118Das fanden die Kinder aber nicht, sofort war Wolf umringt, alle wollten wissen, wie der Zauberer seine Zauberkunststücke gemacht hatte…

Ausstellung 132Aber Jenny und die anderen mahnten zum Aufbruch – Schneeanzug und Stiefel an – und nicht zu vergessen: den Stempel auf die Hand, den es bei jedem Büchereibesuch seit Anbeginn der Zeiten gibt…

Bis zum nächsten Mal, vielen Dank für heute, Wolf!

die ersten zwei arbeitsreichen Wochen im neuen Jahr sind überstanden, das Wochenende ruft. Was kann man Schöneres machen bei diesem Wetter, als es sich nach einem ausgiebigen Strandspaziergang mit unserem Büchereihund mit einem Buch am knisternden Brennofen gemütlich zu machen und ab und zu in die Flammen zu schauen.

Nächste Woche wird es spannend:

Wir starten das „Märchen-Projekt“ zum Gebrüder-Grimm Jahr mit dem Freizeitheim: während die Kids bei uns mit Hilfe des Kamishibai-Theaters die Märchen erzählt bekommen, werden sie diese danach im Freizeitheim kreativ umsetzen – ich bin gespannt darauf, was dabei herauskommt.

Der Kindergarten darf sich freuen: am Donnerstag dürfen sie zum Marionettentheater kommen. Sie sind schon ganz aufgeregt! Mehr davon nächste Woche.

God weekend – ein schönes Wochenende!

Leseratte

Im Zeitschriftenbestand tut sich etwas:

Einige Zeitschriften, die noch vor einer Weile gut liefen, hatten sich in den letzten Jahren als Ladenhüter erwiesen. Andere wurden nachgefragt, waren aber nicht im Bestand. Neuerungen mussten her, also haben wir den Jahresbeginn genutzt und neu bestellt.

popcorn  Für unsere Teenies haben wir jetzt neben „Bravo“ und „Mädchen“ die Zeitschrift „Popcorn“ abonniert – alles, was die Jugend von heute zu Stars, Trends und Musik wissen will. Herz für TiereErscheint 14tägig.

Ein „Herz für Tiere“ informiert unterhaltsam über unsere Haustiere, dabei beschränkt die Zeitschrift sich nicht nur auf Hund und Katze, sondern umfasst auch Nager, Vögel, Reptilien und Fische. Alles zur Haltung, Kauf, Zucht und Erziehung der lieben Hausgenossen. Erscheint monatlich.

familie co „Familie & Co.“ ist die Zeitschrift für Eltern und Familie, die sich nicht nur auf das erste Lebensjahr beschränkt, sondern informativ und umfassend bis ins Teenie-Alter berichtet. Mit Tipps zu Erziehung, Recht, Familienleben, Reisen mit Kindern und allem anderen, was das Leben mit Kindern schöner macht. Erscheint monatlich.

plus

Das „Plus-Magazin“ ist für unsere reiferen Leserinnen, für alle, die Zeit für sich haben und noch mehr vom Leben wollen, Reisen und Kultur, Gesundheit und Alter, dazu Tipps zu Geld und Recht. Erscheint monatlich.

lisa „Lisa“ ist eine Frauenzeitschrift, die wöchentlich erscheint. Kreative Ideen zu Mode, Kosmetik, Wohnen und Gesellschaft laden zur kleinen Verschnaufpause im hektischen Alltag ein, Rezepte und Wellness, Reisen und Job, alles für die vielseitig interessierte Frau ab 25 J.

lisa wohnen

Lisa Wohnen„, eine junge Wohnzeitschrift für alle, die Lust am Dekorieren, Einrichten und Verändern haben. Aktuelle Trends, Tipps zum Hausbau und -umbau, Garten und Selbermachen. Das Ganze erschwinglich und zum Nachmachen. Erscheint monatlich.

gamepro  „GamePro“ ist die Schwester-Zeitschrift zu „GameStar“. Nachdem sich im Bereich der Computerzeitschriften das Interesse vom Programmieren zum Anwenden geändert hat, haben wir nun die beiden Spiele-Zeitschriften im Bestand – „GameStar“ für Computerspiele, „GamePro“ für Konsolenspiele. Erscheint monatlich.

hobby-nyt

Hobby-nyt„: für Kari und alle anderen kreativen Seelen. Die Zeitschrift ist zwar auf dänisch, aber etwas Vergleichbares in Umfang und Ideenreichtum gibt es nicht auf deutsch – sie wird sicher viele Abnehmer finden. Von Korbflechten und alten Handwerken bis zu neuen Hobbytrends. Erscheint monatlich.

Alle Zeitschriften können ausgeliehen, bestellt und reserviert werden!

In Zukunft können auch alle Zeitschriften sofort ausgeliehen werden, die Ausleiheinschränkung des aktuellen Exemplares ist aufgehoben – mit Ausnahme von Spiegel, Stern und Focus.

Berg Dunkle Fluten    

  „DUNKLE FLUTEN“  –  HENDRIK BERG

Der Kriminalkommissar Robert Lindner wird nach einer Dienstverletzung mit Spätfolgen in den Ruhestand geschickt. Aufgrund dieser Verletzung muss er mit starken Rückenschmerzen leben. Seine Frau Marie erbt von ihrer Tante ein altes Hotel im Spreewald, noch im Stil der alten DDR. Alles scheint ideal für einen Neuanfang. Schon auf der Fahrt dorthin wird klar, wie einsam und unheimlich dieses Hotel liegt. Doch dann wittert Robert Gefahr für seine Frau und seine zwei Kinder. In dem Ort scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Robert bekommt Albträume, hat das mulmige Gefühl, beobachtet zu werden. Er hört und riecht mysteriöse Geräusche und Gerüche, wird von den Einheimischen beobachtet. Oder ist dies alles nur Einbildung? In und um das alte Hotel erscheint immer wieder eine Frau mit roten Augen…Niemand will Robert glauben…

Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase lässt sich sein Schreibstil sehr gut lesen. Die Personen und auch die Orte sind detailgetreu beschrieben worden, manchmal so gut, dass eine düstere Stimmung erzeugt wird. Was ist Realität, was Fiktion? In Hendrik Bergs Roman verwischen die Grenzen.

Kaum im Spreewald angekommen lässt der Autor seiner Hauptfigur Robert Lindner keine ruhige Minute mehr. Er schafft es immer wieder, eine unheimliche Stimmung aufzubauen, die beim Lesen dafür sorgt, dass einem immer wieder Schauer über den Rücken laufen. Der Leser fragt sich, ob es Realität ist, was Robert sieht oder nur auf seine starken Schmerzmittel zurückzuführen ist – doch bleibt hier die Antwort offen…

Durch die spannende Mischung aus Gegenwart, Vergangenheit und Sagengestalten aus dem Spreewald schafft es der Autor, den Leser an des Buch zu fesseln und sorgt für aufregende Lesestunden. Der Spreewald eignet sich ausgezeichnet als Kulisse für diese unglaublich mysteriöse Geschichte.

Ein Buch, das einen mitnimmt auf eine ganz andere einmalige Reise in die Sagenwelt des Spreewaldes, in die Dunkelheit – und mit einem Ende aufwartet, dass einen wirklich überrascht. Ein Buch mit Sogwirkung und das in kein Genre so recht passen will. Es gibt viele schaurige Momente und insgesamt hat das Buch für mich einen sehr tragischen Unterton, der dazu geführt hat, dass mir dieses Buch tagelang nicht aus dem Kopf ging…

„Dunkle Fluten“ ist das Debüt von Hendrik Berg und ich hoffe, dass er noch weitere spannende Bücher schreiben wird. Ein Anfang wäre doch die Fortsetzung dieses spannenden Buches!!!

PS:
Ein nächstes Buch von Hendrik Berg ist schon in Arbeit und spielt in Nordfriesland, der Heimat des Schimmelreiters. Vor dem Hintergrund der weiten Marschlandschaft und der stürmischen Nordsee geht es um ein junges Paar, das unter dramatischen Umständen um seine Liebe kämpfen muss. Und wieder werden sich Ereignisse aus der Vergangenheit auf geheimnisvolle Weise auf die Gegenwart auswirken.

Hendrik Berg

Vielen Dank, Carola, für diese Empfehlung! Habt ihr auch Lust, ein Buch, einen Film, eine Cd o.ä., das euch besonders gut gefallen hat, den anderen Lesern vorzustellen, so seid ihr herzlich dazu eingeladen!

Gertrud Nordmann

Die fast 97jährige Gertrud Nordmann aus Reußenköge hat fast ihr ganzes Leben gemalt. Geboren in Stollig bei Apenrade machte sie nach Beendigung der Schule eine Lehrerinnenausbildung, obwohl sie lieber an der Werkkunstschule in Flensburg gelernt hätte. Ihre Lehrerlaufbahn führte sie auch einige Jahre nach Tingleff, wo sie Englisch und Kunst an der Deutschen Schule unterrichtete.

Sie zog nach der Heirat mit ihrem Mann Peter nach Hollingstedt, wo sie viele Jahre lang lebten und unterrichteten.

Mittlerweile hat sie nach dem Tod ihres Mannes ein Zuhause bei ihrer Tochter, der Künstlerin Gesche Nordmann, gefunden, wo sie in Ruhe ihren Interessen nachgehen kann. Neben der Malerei hat sie 16 Bücher geschrieben, darunter Gedichte, Geschichten aus ihrem Leben und Bücher über Plattdeutsch / Sønderjydsk.

Bei uns sind Bilder mit Nis Puk, dem kleinen Hauskobold, sowie Naturstudien zu sehen. Auch ihre Bilder zum Kasperletheater sind dabei, mit dazugehörigem Kasperletheater und selbstgemachten Kasperpuppen. Da fühle ich mich doch in meine Kindheit versetzt, als ich selbst ein solches hatte….

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Die Ausstellung ist noch bis zum 29.01.2013 in den Öffnungszeiten zu sehen.

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Herzlichen Glückwunsch der deutschen Sesamstrasse zum 40. Geburtstag!

Am 8. Januar 1973 wurde in Deutschland die erste Folge der „Sesamstrasse“ auf den regionalen Programmen ausgestrahlt, allerdings nicht flächendeckend: erst ein Jahr später zeigten dann der Südwestfunk, der Süddeutsche und der Saarländische Rundfunk die Sesamstrasse im Vorabendprogramm, die Bayern mussten sogar noch länger auf Ernie und Bert, Bibo, Grobi und das Krümelmonster warten. Der Erfolg war aber nicht zu bremsen, die Sesamstrasse wird mittlerweile weltweit ausgestrahlt. „Eh Ni“ in China und „Budu“ (Bert) in der Türkei, in Indonesien und Afghanistan, in Mexiko und Südafrika, jedes Land hat seine eigenen Puppen hinzugefügt und spiegelt so die Belange der Gesellschaft wider. So ist das Monster Kami in Südafrika mit HIV infiziert, in Indonesien warnt der Orang-Utan Tantan vor dem Aussterben der Rasse.

„Die Puppen zeigen wohl kulturelle Unterschiede, sind aber keiner Religion zugehörig – auch keiner Volksgruppe, keiner politischen Richtung, keinem König und keinem Vaterland verbunden.“ so die Macher der Sesamstrasse, nachzulesen auf Spiegel online.

Im Vordergrund stand und steht aber immer noch das spielerische Vermitteln vom vorschulischen Lernen. Zählen und Lesenlernen bringen Spass, so die Botschaft. Und wenn man das wie Ernie macht, wer zweifelt daran?

„Und dann kommt endlich auch Ernie: Er liest seinem Freund Bert die schönste Geschichte der Welt vor, eine Geschichte voller Höhepunkte, voll Trauer und voll Freude. „A“ liest er laut und leiser „B“. Er liest „C“ und „D“ und weiter bis „Y“ nur das Ende der Geschichte will er nicht verraten: Dann wäre ja die ganze Spannung weg. (Zitat Spiegel, 1973)

Die Kinder von damals sind längst selbst Eltern, das Quietscheentchen schwimmt vielleicht nicht mehr mit in der Badewanne, aber das Eingangslied zur Sendung kann noch jeder mitsingen:

Der, die, das (wer, wie, was – wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt, bleibt dumm!)

Und damit, alles Gute und auf weitere 40 Jahre und mehr, liebe Sesamstrasse!

sesamstrasse1

schlaf gut!

Ab morgen sind wir wieder für euch da!

Und das in alter Frische und mit einem neuen Bestand an DVDs! So fängt das Jahr doch gut an. Denkt daran, Euch für den 31. Januar schon mal ein grosses Kreuz in den Kalender zu machen! Mehr verraten wir später!