Wie schön, wenn man jeden Tag einen längeren Weg zur Arbeit hat! Wieviele Hörbücher man da im Laufe der Zeit hören kann!!! Ein echtes Vergnügen für die Ohren, wenn nicht nur der Inhalt spannend ist, sondern auch die Sprecher überzeugen.

Da gibt es die geborenen Erzähler wie den Märchenonkel Hans Paetsch, den ich damals schon auf den Märchenkassetten geliebt habe, oder Rainer Strecker, der in Landy Dereks „Skulduggery Pleasant“ brilliert.

Und dann gibt es die Stimmwunder: für mich an der Spitze Rufus Beck in „Harry Potter“ und persönlich neu entdeckt:

Stefan Kaminski

Stefan Kaminski

Es ist unglaublich, wieviele Stimmen, Dialekte, Töne und Geräusche aus dem Munde dieses Mannes kommen. Zuletzt gehört habe ich „Trix Solier“ von Sergei W. Lukjanenko, gelebt, muss man ja schon sagen, von Stefan Kaminski. Er selbst bezeichnet es als „Stimmen-Morphing“, das Verändern der Stimme zu ungeahnten Variationen. Er spricht neben Englisch und Russisch auch Berlinisch, Bayrisch, Norddeutsch, Saarländisch und Sächsisch.

Alles fing mit einem Kassettenrecorder an, da wurden Geräusche aufgenommen, Reportagen gemacht, experimentiert. Die ersten Radiosendungen kamen, danach eine Schauspielerausbildung.  Immer wieder kamen auch Aufträge als Synchronsprecher, so z.B. Kermit der Frosch in der Muppetshow, und Hörbuchproduktionen hinzu.

Mit seiner „Kaminski On Air“ Show hat er Wagners „Nibelungen“ inszeniert, Stefan Kaminski in allen Rollen.

Einen kleinen Eindruck seiner Vielseitigkeit kann man sich hier machen: Walküre Live. Besonders schön bei 2:15 der Rabe.

Ich werde in Zukunft nicht nur auf den Inhalt eines Hörbuches achten, sondern ebenso sehr auf dessen Sprecher!