August 2014


Ja, manchmal taucht durch Zufall ein vergrabenes Buch in den Bücherei-Regalen auf, über das man nur noch den Kopf schütteln kann:

 

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„Computer und Roboter“ – ein Was Ist Was Buch aus dem Jahre 1983………

Ein paar Impressionen, Nostalgie pur 🙂

Computer finden Eingang in den Schulalltag:

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Auf die Gesundheit der Schüler wird aber geachtet!

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Auch zu Hause wird gespielt, an der Konsole…

 

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oder unterwegs…..

 

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Alle, die sich jetzt brennend für dieses Buch interessieren, muss ich leider enttäuschen. Dieses Buch geht jetzt als Lehrbuch in die treuen Hände unseres Computerexperten über……..

Schon im Morgengrauen bekamne wir Besuch von der 0. und der 1. Klasse aus Tingleff. Für viele war es das erste Mal bei uns in der Bücherei, andere kannten die Bücherei bereits aus dem Kindergarten, mit dem sie regelmässig zu den Bilderbuchkinos kamen.

Heute aber galt es einer Bücherei-Einführung als Auftakt zu den kommenden monatlichen Besuchen:

Was ist eine Bücherei? Was kann man in der Bücherei leihen? Können alle einfach so in der Bücherei leihen? Muss man die Bücher wieder abgeben oder kann man sie behalten? Woher weiss man, wann man sie wieder abgeben muss? Viele Fragen, auf die die Kinder aber gemeinsam eine Antwort fanden.

Dann aber befreite Antonia diesen jungen Mann aus der Verbannung im Abstellraum- dreckig und noch mit Spinnweben an den Ohren durfte er nur unter Aufsicht mit dabei sein.

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Denn Shrek (die Kinder erkannten ihn sofort) geht nicht gerade vorsichtig mit den Bücher um.

Hier z.B. DSC_0114

hat er eine Banane als Lesezeichen benutzt – das bekam weder der Banane noch dem Buch besonders gut….

 Hier musste er seine neuen Filzstifte ausprobieren……

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Hier hat er in der Badewanne gelesen und ist eingeschlafen……

 

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Und hier war er wohl etwas zu nahe am Feuer, als er Essen machte…

 

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Und obwohl Shrek ziemlich stolz auf sein Werk war, wollte merkwürdigerweise keines der Kinder diese Bücher mehr ausleihen!

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Wie gut, dass Eva ein Auge auf ihn warf, während wir sprachen, wer weiss, was er sonst noch angestellt hätte…….

Erst die Schafe, dann die Erdmännchen, nun die Laufente – tierische Ermittler in Krimis haben Hochkonjunktur, mal mehr, mal weniger im Vordergrund.

Thomas Krüger schickt in seiner Geschichte „Erwin, Mord & Ente“ die Laufente Lothar an der Seite ihres Menschen Erwin auf Ermittlungsjagd. Erwin, der, als etwas zurückgebliebener Dorftrottel abgestempelt, am liebsten mit Gummistiefeln, Parka und Polizeimütze gefolgt von seiner treuen Ente Lothar durch das Dorf Bramschebeck in Ostwestfalen stapft,  stolpert ungewollt in einen alten Mordfall und fängt an, nachzuforschen.

 

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Beschränkt und zurückgeblieben, nicht ganz für voll zu nehmen, so schätzen ihn die Bramschebecker ein, nur Ladenbesitzerin Annie kennt ihn besser, weiss von seiner Bibliothek mit eingebauter Badewanne, in der Erwin im Schaumbad „Sandelholz für den gestressten Herrn“ liegend, über die Welt nachdenkt. Aber die gefundenen Knochen, die ein Bauer beim Schwarz-Pflügen zu Tage fördert, verändern alles.

Annie stirbt und hinterlässt Erwin einen Hinweis auf dunkle Machenschaften im Ort, die weit in die Vergangenheit zurückreichen.

Brilliant umgesetzt ist diese Geschichte im Hörbuch, gelesen von Dietmar Bär. Hier kommen die vielen Facetten der Geschichte zum Tragen, zum einen ist da der Mordfall, aber auch das Leben im dörflichen Bramschebeck mit seinem Dialekt und den Verschrobenheiten der Bewohner kommen zum Tragen. Und natürlich Erwin, den man anfangs unterschätzt, weil er sprachlich Schwierigkeiten hat, dafür aber in Bildern denkt und philosophiert. Die Geschichte entwickelt sich, den dörflichen Gegebenheiten und der Hauptperson angepasst, in einem langsamen Tempo, es dauert etwas, bis man in die Geschichte hereinfindet.

Die Handlung nimmt Fahrt auf und deckt die Gräuel der verschwiegenen Vergangenheit auf. Und Erwin mit seiner beschaulichen bildlichen Denkweise wächst einem ans Herz. Seine ruhige, nachdenkliche Art, seine Freundlichkeit und Beharrlichkeit, seine philosophischen Gedanken und seine Sicht der Welt lernt man zu schätzen.

Etwas Geduld braucht man, um den Einstieg in die Geschichte zu finden, dann aber lässt sie einen nicht mehr los, man fiebert mit Erwin und Lothar mit. Schön ist die Geschichte durch Sprecher Dietmar Bär umgesetzt, der gekonnt mit den verschiedenen Charakteren spielt.

Alles in allem eine gelungene Unterhaltung mit liebenswerten Hauptpersonen inklusive Laufente!

 

 


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Strandfunde wie knorrige Stöcke und glattgeschliffene Steine verwandeln sich in Anne Dorthe Østergaards Händen auf wunderbare Weise. Mit zarten schwarzen Tuschstrichen malt sie Tiere und sich wiederholende geometrische Muster auf Stein und Holz, Astknoten werden in die Zeichnung mit integriert und verstärken den gewünschten Ausdruck. Abstrakte Muster schlängeln sich um die weich abgerundeten Steine.DSC_0072

Früh schon begann sich Anne Dorthe für Steine zu interessieren, angeregt durch ihren Bruder, der Geologie studierte. Das Interesse blieb bestehen, das Künstlerische kam hinzu und drückte sich auch in der Berufswahl als Kunstlehrerin aus. Im „Myretuen“, einem Kunsthandwerkgeschäft in Apenrade, das von verschiedenen lokalen Künstlern gemeinsam betrieben wurde, verkaufte sie Batik und eigens gefertigte Seidenkleider.

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1999 malte sie ihren ersten Katzenstein und damit war der zukünftige künstlerische Weg gebahnt. Jetzt, im wohlverdienten Ruhestand, malt sie auf Steinen und Ästen und was ihr sonst noch in die Finger kommt. Und von wegen Ruhestand: ihre Werke wandern von einer Ausstellung in die nächste, sie kann sich fast nicht der Nachfrage nach ihren Steinen erwehren und hat deshalb angefangen, Kurse in Steinmalerei zu geben.

Zum Glück gibt es bei uns an der Förde Nachschub ohne Ende an Fundstücken, Anne Dorthe wohnt nur ein Steinwurf vom Strand bei Krusmølle entfernt, und Ferien werden grundsätzlich nur im Campingwagen unternommen – das ist Platz für kistenweise unterwegs aufgesammelte Steine.

Wer mehr über Anne Dorthes Steine oder ihre angebotenen Kurse wissen möchte, kann sich auf ihrer Homepage www.sten-for-alle.dk umsehen. Besuch bei der Künstlerin kann nach Absprache erfolgen.

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Die Ausstellung ist bis zum 25.09.2014 zu sehen.

 

Der Weg ist weit von der Stadtmitte bis zur Bücherei, wenn man mit dem Rollator unterwegs ist oder aus Altersgründen den Führerschein abgegeben hat und auf andere angewiesen ist, um in die Bücherei zu kommen.

Deshalb haben wir seit einem Jahr eine Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst, der Bücher ausbringt. Ganz konkret werden einmal monatlich drei Damen von einer Freiwilligen des Sozialdienstes mit Büchern beliefert. Den Termin machen die Damen untereinander ab. Wir packen die Taschen – ganz nach den Vorlieben der jeweiligen Leserin. Es vergeht ein ganzer Vormittag, bis wir die gefüllten Rückgabetaschen wiederbekommen. So viel Zeit geht mit hygge und Schnack drauf, man hat sich viel zu erzählen, in aller Ruhe wird ein Tässchen Kaffee getrunken…  Beide Seiten geniessen den Kontakt miteinander.

Auf das nächste Mal im September freuen sich die Damen aber besonders:

Da werden die Rollatoren samt Besitzerinnen ins Auto verfrachtet und in die Bücherei gefahren. Dann können sie einen ganzen Vormittag lang in Ruhe in der Bücherei stöbern und sich selbst mit neuem Lesestoff versorgen!

Sollte jemand Bedarf an diesem Service haben oder jemanden kennen, der Bedarf hat, auch wenn es nur in der dunkleren Jahreszeit ist, dürft ihr euch gerne in der Bücherei melden. Wir vermitteln den Kontakt!

 

Büchertaschen gefüllt

wieder nach ein paar herrlichen Sonnenwetter-Sommerferien  – und gleich der erste Tag gestern begann mit vollem Schwung. Die drei Wochen Schliesszeit sind genutzt worden, um der Bücherei einen neuen Anstrich zu ermöglichen, und jetzt strahlen die Räume wieder in einem freundlichen hellen Weiß.

Gleich früh am Morgen meldete sich die Schule Rapstedt für den Vormittag an, ihre Schüler sollten sich für die allmorgendliche Lesezeit mit Lektüre eindecken – und so war den ganzen Vormittag über fröhlicher Trubel in der Bücherei.

DSC_0032Die Auswahl ist gross, was sollte man wählen? Gerade die Erstlese-Ecke war bei den jüngeren Klassen beliebt, ob Olchis oder Lillifee, Prinzessinnen- , Pferde- oder Fussballgeschichten, gerne wurde gewählt und mitgenommen.

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Die Stapel wuchsen langsam und vollbepackt verliessen eine fröhliche Schar Schüler die Bücherei, um den grösseren Schülern das Feld zu überlassen. Bei den Fünft- bis Siebentklässlern waren die Stine-Gruselkrimigeschichten immer noch ein Renner, gerne wurden aber auch Sachbücher mitgenommen.

DSC_0036Bücher aussuchen ist anstrengend – und deshalb war eine kleine Verschnaufpause angesagt…

DSC_0038Es war wieder ein schönes Erlebnis mit freundlich-interessierten Schülern und engagierten Lehrern der Deutschen Schule Rapstedt.

Im übrigen nahmen die anderen Leser (ja auch solche gibt es!) den Trubel mit Ruhe und freuten sich über die Kinder.

Nun ist es an der Zeit, die Leihverkehrskisten auszupacken – ihr könnt euch schon mal freuen auf all die neuen Bücher, die bereits auf die Einarbeitung warten.

Wir sehen uns in der Bücherei!