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Erwin und Lothar, die Laufente ermitteln….

Erst die Schafe, dann die Erdmännchen, nun die Laufente – tierische Ermittler in Krimis haben Hochkonjunktur, mal mehr, mal weniger im Vordergrund.

Thomas Krüger schickt in seiner Geschichte „Erwin, Mord & Ente“ die Laufente Lothar an der Seite ihres Menschen Erwin auf Ermittlungsjagd. Erwin, der, als etwas zurückgebliebener Dorftrottel abgestempelt, am liebsten mit Gummistiefeln, Parka und Polizeimütze gefolgt von seiner treuen Ente Lothar durch das Dorf Bramschebeck in Ostwestfalen stapft,  stolpert ungewollt in einen alten Mordfall und fängt an, nachzuforschen.

 

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Beschränkt und zurückgeblieben, nicht ganz für voll zu nehmen, so schätzen ihn die Bramschebecker ein, nur Ladenbesitzerin Annie kennt ihn besser, weiss von seiner Bibliothek mit eingebauter Badewanne, in der Erwin im Schaumbad „Sandelholz für den gestressten Herrn“ liegend, über die Welt nachdenkt. Aber die gefundenen Knochen, die ein Bauer beim Schwarz-Pflügen zu Tage fördert, verändern alles.

Annie stirbt und hinterlässt Erwin einen Hinweis auf dunkle Machenschaften im Ort, die weit in die Vergangenheit zurückreichen.

Brilliant umgesetzt ist diese Geschichte im Hörbuch, gelesen von Dietmar Bär. Hier kommen die vielen Facetten der Geschichte zum Tragen, zum einen ist da der Mordfall, aber auch das Leben im dörflichen Bramschebeck mit seinem Dialekt und den Verschrobenheiten der Bewohner kommen zum Tragen. Und natürlich Erwin, den man anfangs unterschätzt, weil er sprachlich Schwierigkeiten hat, dafür aber in Bildern denkt und philosophiert. Die Geschichte entwickelt sich, den dörflichen Gegebenheiten und der Hauptperson angepasst, in einem langsamen Tempo, es dauert etwas, bis man in die Geschichte hereinfindet.

Die Handlung nimmt Fahrt auf und deckt die Gräuel der verschwiegenen Vergangenheit auf. Und Erwin mit seiner beschaulichen bildlichen Denkweise wächst einem ans Herz. Seine ruhige, nachdenkliche Art, seine Freundlichkeit und Beharrlichkeit, seine philosophischen Gedanken und seine Sicht der Welt lernt man zu schätzen.

Etwas Geduld braucht man, um den Einstieg in die Geschichte zu finden, dann aber lässt sie einen nicht mehr los, man fiebert mit Erwin und Lothar mit. Schön ist die Geschichte durch Sprecher Dietmar Bär umgesetzt, der gekonnt mit den verschiedenen Charakteren spielt.

Alles in allem eine gelungene Unterhaltung mit liebenswerten Hauptpersonen inklusive Laufente!

 

 

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