Oktober 2014


Halloween

 

Falls Euch noch das richtige Gruselbuch für heute abend fehlt………..

dann kann sie auch gleich die öffentliche Bücherei vor Ort besuchen, nicht wahr?

Aber wo finden? Hier?

DSC_0938Spannend, aber nein – das sind „nur“ die Buchstände an der Seine…

Verbirgt sich hier die „Library“?

DSC_0939Auch falsch – hier befindet sich eine der vielen Buchhandlungen….

Und dies hier ist wohl, direkt aus Harry Potter, nur für Hogwarts-Schüler und deren Lehrer….

DSC_0940Vergeblich im Zentrum Ausschau gehalten, beschlossen wir, in der Nähe unserer Unterkunft zu suchen, im Vorort Pantin, einem Stadtteil, der einen hohen Ausländeranteil hat und nicht gerade zu den Reichesten gehört.

Erster Versuch – gefunden!

DSC_0888Wie andere auch standen wir vor verschlossener Tür… na, dann morgen eben noch mal! Donnerstags geschlossen 😦

DSC_0889Jetzt aber!

DSC_0960

Die Hauptbibliothek des Vorortes mit zwei Filialen entpuppte sich als wesentlich kleiner als angenommen. Und wenn man freundlich mit Händen, Füßen und seinem vergessenen Schul-Französisch fragt, erhält man auch umstandslos eine Führung durch die Bibliothek, diese, sehr zum Amusement des anwesenden Nachwuchses, auf einem Kauderwelsch aus Englisch und Französisch-

was gleich zu der aktuellen Ausstellung passt, die diesen Monat stattfindet „Babel“ – über die Vielfalt und Verwirrung der Sprache 🙂

img-X28130257-0001aimg-X28130323-0001

Eine Mitarbeiterin ist ausschliesslich als Eventmakerin eingestellt, um sich um die monatlichen Ausstellungen und die darum kreisenden Veranstaltungen in den drei Bibliotheken zu kümmern.

Betritt man die Bibliothek, kommt man in den lichtdurchfluteten Vorraum, der für die Ausstellungen genutzt wird.

DSC_0956

Rechts davon befindet sich die Erwachsenenabteilung:

DSC_0958

Benutzt wird die weltweit verbreitete Dewey-Klassifikation – hier die Romane: unter 838 verbergen sich die deutschen Autoren. Wer findet im obigen Bild die Autorin mit ihren „Œuvres“?

DSC_0957Die Sachbücher….

DSC_0946und, wie man ja auch lesen kann, die Comics für Erwachsene.

Die Mittel auf dem Kulturbereich sind knapp, wie so vielerorts. Deswegen findet man in der Bibliothek fast ausschliesslich Bücher. Nur wenige DVDs wurden in den letzten Jahren angeschafft. Man hat sich da auf Literaturverfilmungen beschränkt, die dann zusammen mit der Romanvorlage ausgeliehen werden.

DSC_0947„Hugo Cabret“, ein US-amerikanischer Film aus dem Jahre 2011

Im ersten Stock befinden sich der Zeitschriften- und Lesesaal mit Benutzercomputern (inklusive Seitenansicht einer supernetten Bibliothekarin :))

DSC_0943

 Nebenan ist die Kinder- und Jugendbibliothek angesiedelt, die Räumlichkeiten und Plazierung nicht gerade mütter- und behindertengerecht ohne Fahrstuhl, wie mir ehrlich mitgeteilt wurde.

Aber gemütlich ist es für die besuchenden Kinder –

DSC_0950DSC_0951Schön die praktischen Bilderbuchtröge, die hätte ich auch gerne…

DSC_0952Für die begleitenden Eltern, Lehrer und Pädagogen hat man neben der Kinderbücherei gleich ein Regal mit Pädagogikbücher bestückt.

DSC_0955Auf der anderen Seite des Raumes stehen die Jugend-Romane und -Sachbücher. Nicht zu vergessen:

DSC_0948die Mangas!

Alles in allem war es interessant, eine Bibliothek in einem anderen Land zu besuchen – freundliche MitarbeiterInnen, die mit ähnlichen Problemen wie unsereits kämpfen und trotzdem das Beste daraus machen. Und dann noch auf französisch….!

Der Herr hier ist aber international.DSC_0954 Im kleinen Park vor der Bibliothek findet sich dieses schöne Gebäude, so gar nicht passend in der Umgebung. Das hätte ich doch am liebsten eingepackt und mitgenommen 🙂

  DSC_0961

 Und – habt ihr erraten, wo wir waren?

Peru – ein geheimnisvolle Land in Südamerika, man denkt an Inkas, die Anden, an Lamas. Friedrich Hartung hat dieses Land mit seiner Kamera bereist und nimmt uns mit auf eine Rundreise. Faszinierende Bilder einer unbekannten Kultur und einer atemberaubenden Landschaft zeigt der begeisterte Hobby-Fotograf aus Tingleff und erzählt über Land und Leute.

 

Bildvortrag „Peru“

Donnerstag, 30.10.2014

19 – 21 Uhr

Bürgersaal Tingleff, Tinglev Midt, 6360 Tinglev

Freier Eintritt

Vortrag Friedrich Hartung Peru'

Eine Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Bücherei Tingleff und  Tinglev Bibliotek. aabenraa bibliotekerne

Flattermann

DSC_0189

„Weidenflechten ist wie Therapie für mich“ –

 Als Anke Christensen Anfang der 90er Jahre nach Dänemark zog, kam sie zum ersten Mal mit der Weidenflechterei in Berührung.
Erst war es das traditionelle Weidenflechten mit getrockneten Weiden, dann traf sie bei einem Kurs im Haus Quickborn auf Sine Jakobsen, die mit lebenden Weiden flocht. Wunderschöne geflochtene Weidenbäumchen entstanden.
Nach einem schweren Unfall wurde aus dem Hobby Therapie, fast meditativ konnte Anke beim Flechten abschalten und die kreisenden Gedanken ruhen lassen.

DSC_0187
In den kommenden Jahren vertiefte sich auch die Zusammenarbeit mit Sine Jakobsen. Die Idee, auf dem jährlichen Gottorfer Landmarkt in Schleswig, dem grössten Ökomarkt Deutschlands,  auszustellen, war geboren. Der erste Marktbesuch 2008 war ein voller Erfolg – die Menschen standen Schlange, um eines der Weidenbäumchen zu ergattern. Die beiden Frauen kehrten abends mit leeren Händen nach Hause zurück.
Seitdem ist nicht nur Gottorf ein fester Termin im Kalender, auch auf dem Erntefest der Öko-Meierei in Brauderup und beim Narzissenfest auf Hof Hilligenbohl in Kleiseerkoog ist Anke jährlich mit ihren Weidenkreationen zu sehen.

DSC_0187 (2)
Anke Christensen wohnt mit ihrem Mann in Bjolderup, hat drei Kinder und ist seit Jahren in der SFO der Deutschen Schule Buhrkall beschäftigt.
Profil

Ihre Ausstellung bei uns ist vom 20.10. – 28.11.2014 zu sehen.

wir sind nächste Woche wie gewohnt für euch da, falls ihr Nachschub braucht!

 Schöne Ferien!

Herbst Garfield

skrek 2

Kaum ist der gute Shrek mal nicht unter Aufsicht, da geht es wieder los mit den Streichen! Dabei wollte er den Kindern der 3. und 4. Klasse nur eine kleine Freude bereiten und hat ihnen die allerschönsten Türme gebaut. Ziemlich stolz war er auf sein Werk, selbst die Leiter musste er zur Verfügung nehmen, um hochzustapeln. Daß mir das nicht so gefiel, konnte er gar nicht verstehen….

skrek 1

Gemeinsam mit den Kindern ging es ans Aufräumen und Sortieren. Wonach werden Bücher in der Bücherei eigentlich sortiert? Nach Farbe? Nach Grösse? Nein, fanden die Kinder und machten kleine Stapel.

Schnell wurden andere Materialien aussortiert – CDs auf einen Haufen, DVDs auf einen anderen, Zeitschriften auf einen dritten. Aber gehören Comics und Bilderbücher eigentlich auf einen Haufen? Da sind ja bei beiden viele Bilder und wenig Text drin?

Und kommen alle Bücher, die von Tiere handeln, auf einen Stapel? Also Bücher über Tiere und Bücher wie Warrior Cats?

Gar nicht so einfach. Und woran erkennt man Bücher für Erwachsene und Bücher für Kinder? Also, daß ein Buch, wo auf dem Titelbild Blut zu sehen ist oder im Titel das Wort „Sex“ (!) steht, nichts für sie ist, da waren die Kinder sich sicher. Aber daß man es auch an unterschiedlich farbiger Signaturen erkennen und die Bücher danach ordnen kann, war ihnen neu.

Wie immer war die Zeit knapp – die Einführung kurz, es sollten ja auch noch Bücher geliehen werden.

Wie gut, daß sie nach den Herbstferien wiederkommen……..

shrek 3

…… findet auf jeden Fall Shrek!

Morgen ist wieder der erste Sonnabend im Monat – und damit haben wir von 10 – 13 Uhr für euch auf.

Und falls euch noch der rechte Krimi fehlt – hier zwei Empfehlungen aus erster Hand.

Eisiger Schnee, Dunkelheit, Einsamkeit – Tove Alsterdal´s neuer Krimi „Tödliches Schweigen“ spielt in Schwedens hohem Norden, an der Grenze zu Finnland, mitten im Winter, wo die Nächte lang und kalt sind. Ein bekannter Skiläufer aus vergangenen Zeiten wird auf seinem Hof mit einer Axt erschlagen. Angeblich soll er viel Geld auf seinem Hof versteckt haben, auf das jemand aus war. Oder hat es etwas mit dem russischen Auto auf sich, das in jener Nacht gesehen wurde? alsterdal

Katrine Hedstrand erfährt durch Zufall, daß ihre Mutter ein Haus in diesem Ort besitzt, das sie ihrer Familie all die Jahre verschwiegen hat, und das scheint nicht das einzige Familiengeheimnis zu sein. Katrine reist in den Norden, um mehr über ihre Mutter und deren Vergangenheit zu erfahren. Dass sie nun ausgerechnet in den Mord stolpert, war so nicht vorgesehen.

Liza Marklund hat Tove Alsterdal mit Rat und Tat an diesem Buch beigestanden, sehr spannend erzählt, mit Rückblick in die schwedisch-finnische Vergangenheit, die man nicht so unbedingt kennt.

Ganz anders schreibt Jean-Luc Bannalec in seinen bretonischen Krimis („Bretonische Verhältnisse“, „Bretonische Brandung“, „Bretonisches Gold“).

Manche würden diese Bücher als Soft-Krimis bezeichnen, diese Geringschätzung haben sie aber nicht verdient. Zwar fließt das Blut nicht in Strömen, der Kriminalfall samt dessen Aufklärung sind trotzdem spannend erzählt. Gleichzeitig ist es eine Liebeserklärung an die Bretagne, der Perle Frankreichs, mit ihren tiefen keltischen Wurzeln, ihren Eigenheiten und wunderschönen Landschaften. Bretonische verhältnisse

Der Pariser Commissaire George Dupin wird in die Bretagne strafversetzt und muß sich nun mit den Eigenheiten der Bevölkerung vertraut machen. Auch hier, in der beschaulichen Provinz, gibt es Mordfälle, Haß und Gier. Mal ist es ein reicher Hotelbesitzer, der ums Leben kommt, mal werden am Strand des karibisch anmutenden Archipels der Glénan-Inseln drei Leichen gefunden, oder mysteriöse Fässer verschwinden in den berühmten Salzfeldern der Gegend.

Besonders schön ist die Hörbuch-Fassung mit Gerd Wameling, der es mit seiner ruhigen Stimme vermag, die richtige Stimmung zu schaffen.

Doch auch um den Autor ranken sich Geheimnisse. Bereits beim Erscheinen des ersten Buches begannen die Spekulationen darüber, wer oder was der Autor Jean-Luc Bannalec wohl sein mochte. Das Rätsel scheint gelöst….

Bis morgen!