dann kann sie auch gleich die öffentliche Bücherei vor Ort besuchen, nicht wahr?

Aber wo finden? Hier?

DSC_0938Spannend, aber nein – das sind „nur“ die Buchstände an der Seine…

Verbirgt sich hier die „Library“?

DSC_0939Auch falsch – hier befindet sich eine der vielen Buchhandlungen….

Und dies hier ist wohl, direkt aus Harry Potter, nur für Hogwarts-Schüler und deren Lehrer….

DSC_0940Vergeblich im Zentrum Ausschau gehalten, beschlossen wir, in der Nähe unserer Unterkunft zu suchen, im Vorort Pantin, einem Stadtteil, der einen hohen Ausländeranteil hat und nicht gerade zu den Reichesten gehört.

Erster Versuch – gefunden!

DSC_0888Wie andere auch standen wir vor verschlossener Tür… na, dann morgen eben noch mal! Donnerstags geschlossen 😦

DSC_0889Jetzt aber!

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Die Hauptbibliothek des Vorortes mit zwei Filialen entpuppte sich als wesentlich kleiner als angenommen. Und wenn man freundlich mit Händen, Füßen und seinem vergessenen Schul-Französisch fragt, erhält man auch umstandslos eine Führung durch die Bibliothek, diese, sehr zum Amusement des anwesenden Nachwuchses, auf einem Kauderwelsch aus Englisch und Französisch-

was gleich zu der aktuellen Ausstellung passt, die diesen Monat stattfindet „Babel“ – über die Vielfalt und Verwirrung der Sprache 🙂

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Eine Mitarbeiterin ist ausschliesslich als Eventmakerin eingestellt, um sich um die monatlichen Ausstellungen und die darum kreisenden Veranstaltungen in den drei Bibliotheken zu kümmern.

Betritt man die Bibliothek, kommt man in den lichtdurchfluteten Vorraum, der für die Ausstellungen genutzt wird.

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Rechts davon befindet sich die Erwachsenenabteilung:

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Benutzt wird die weltweit verbreitete Dewey-Klassifikation – hier die Romane: unter 838 verbergen sich die deutschen Autoren. Wer findet im obigen Bild die Autorin mit ihren „Œuvres“?

DSC_0957Die Sachbücher….

DSC_0946und, wie man ja auch lesen kann, die Comics für Erwachsene.

Die Mittel auf dem Kulturbereich sind knapp, wie so vielerorts. Deswegen findet man in der Bibliothek fast ausschliesslich Bücher. Nur wenige DVDs wurden in den letzten Jahren angeschafft. Man hat sich da auf Literaturverfilmungen beschränkt, die dann zusammen mit der Romanvorlage ausgeliehen werden.

DSC_0947„Hugo Cabret“, ein US-amerikanischer Film aus dem Jahre 2011

Im ersten Stock befinden sich der Zeitschriften- und Lesesaal mit Benutzercomputern (inklusive Seitenansicht einer supernetten Bibliothekarin :))

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 Nebenan ist die Kinder- und Jugendbibliothek angesiedelt, die Räumlichkeiten und Plazierung nicht gerade mütter- und behindertengerecht ohne Fahrstuhl, wie mir ehrlich mitgeteilt wurde.

Aber gemütlich ist es für die besuchenden Kinder –

DSC_0950DSC_0951Schön die praktischen Bilderbuchtröge, die hätte ich auch gerne…

DSC_0952Für die begleitenden Eltern, Lehrer und Pädagogen hat man neben der Kinderbücherei gleich ein Regal mit Pädagogikbücher bestückt.

DSC_0955Auf der anderen Seite des Raumes stehen die Jugend-Romane und -Sachbücher. Nicht zu vergessen:

DSC_0948die Mangas!

Alles in allem war es interessant, eine Bibliothek in einem anderen Land zu besuchen – freundliche MitarbeiterInnen, die mit ähnlichen Problemen wie unsereits kämpfen und trotzdem das Beste daraus machen. Und dann noch auf französisch….!

Der Herr hier ist aber international.DSC_0954 Im kleinen Park vor der Bibliothek findet sich dieses schöne Gebäude, so gar nicht passend in der Umgebung. Das hätte ich doch am liebsten eingepackt und mitgenommen 🙂

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 Und – habt ihr erraten, wo wir waren?