November 2014


Dezember nähert sich mit schnellen Schritten, die Advents- und Weihnachtszeit steht vor der Tür.

Weihnachtsbücher

Die Weihnachtsbücher, Zeitschriften, CDs und Bilderbücher sind hervorgesucht, neue sind dazu gekommen.

Zeitschriften

Anja hat die Bücherei liebevoll geschmückt, so dass jeder Leser nun mit Lichterschein und Keksen begrüsst wird.

Kekse

Und wer noch Inspiration zum Backen und Basteln für die kommenden Adventswochenenden sucht, wird bei uns fündig – findet auch der Nordschleswiger!

weihnachten

Eine schöne Adventszeit Euch allen!

stigmata

Beatrix Gurian: Stigmata – Nichts bleibt verborgen

Schlimm genug, daß Emmas Mutter bei einem Verkehrsunfall getötet wurde und Emma in ihrer Trauer und Einsamkeit verzweifelt. Dann erhält sie per Post ein altes Kinderfoto mit einer mysteriösen Botschaft. Angeblich würde sie den Mörder ihrer Mutter finden, wenn sie an einem bestimmten Jugendcamp teilnimmt.

Emma lässt sich darauf ein. Ein abseits gelegenes herrschaftliches Haus bildet den Rahmen für das Camp. Nach und nach tauchen mehrere Fotos und Hinweise aus der Vergangenheit auf und auch mit den Teilnehmern des Camps scheint nicht alles zu stimmen. Als dann einer zu Tode kommt, spitzt sich die Situation zu….

 Gekonnt wird hier die Spannung aufgebaut. Lange bleibt dieLeserIn im Unklaren, worauf das Ganze hinausläuft, was die alten Fotos zu bedeuten haben, die Emma zugespielt werden, wer der Bösewicht ist.

Die Erzählung wechselt zwischen den Handlungen rund um Emmas Aufenthalt im Camp zu Geschehnissen in der Vergangenheit. Besonders schön ist die Gestaltung des Buches, eingestreut findet man immer wieder verschwommene, in grün-blau gehaltene alte Fotos, die das Geheimnisvolle untermalen.

Dieses Buch richtet sich an jugendliche Leserinnen, wird aber sicher auch von jung gebliebenen Thrillerfans gerne gelesen.

Beatrix Gurian hat bereits mehrere Jugend-Thriller geschrieben, veröffentlicht aber auch unter dem Namen Beatrix Mannel Erwachsenenbücher. Ein Interview mit ihr ist gerade aktuell im Blog „Lesezeit“ erschienen.

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Joan Holub: Die Neue am Olymp (Die sagenhaften Göttergirls)

 Athene, ein ganz normales Mädchen, bekommt eines Tages einen Brief von ihrem unbekannten Vater. In diesem Brief steht, dass ihr Vater Zeus ist und sie ab dem nächsten Tag auf die Olymp-High gehen soll,  eine Schule für Götter-Kinder. Hermes bringt Athene zur Olymp High und dort trinkt sie aus einem Brunnen mit Ambrosia, das Götter unsterblich macht.

In der Schule freundet sie sich mit Aphrodite, Persephone und anderen Göttern an. Aber sie trifft auch auf den süssen Poseidon, der sich als ziemlicher Dreckskerl erweist, und Medusa und ihre zwei Schwestern, die sehr gemein zu ihr sind.

Empfohlen:

Für Mädchen von der 5. bis 7. Klasse, die gerne Freundschaftsgeschichten mögen. Von den „Sagenhaften Göttergirls“ gibt es noch mehr Bände.

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Emma, 6. Klasse

Liebe

Uli Leistenschneider: Liebe ist ein Nashorn oder Der längste Liebesbrief der Welt

Es geht um ein Mädchen namens Lea. Sie schreibt einen langen Liebesbrief an Jan, den er aber nie bekommen darf. Sie schreibt auch darüber, was bei ihr zu Hause und in der Schule passiert und auch über ihre Freunde.

Sie erzählt von Pinki, ihrer besten Freundin, und von ihrer Mutter, die versucht, cool zu sein und so wie Lea, dabei ist sie megapeinlich.

Lea meint außerdem, wenn man verliebt ist, hat man Schmetterlinge im Bauch. Bei ihr sei es aber anders, es fühle sich so an, als ob eine Herde Nashörner durch sie hindurch rasen, in ihr manchmal kämpfen oder schlafen oder sich streiten würden, was Nashörner halt so tun.

Empfehlung:

Ich finde es gut, dass das Buch wie ein Tagebuch geschrieben ist. Ich habe das Buch an nur einem Tag gelesen, weil ich es so spannend fand. Ab 5. Klasse für Mädchen, die Liebes- und Freundschaftsgeschichten mögen.

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 Kaja, 6. Klasse

kinderbücher

Alle in der Bücherei erhältlich!

Euch allen ein schönes Wochenende!

Lässig schlenderte er durch den Saal auf die Bühne zu, mit lockerem Schlabbersweatshirt, ausgelatschten Turnschuhen, die Wollmütze tief ins Gesicht gezogen. Genüsslich fläzte er sich auf seinen Stuhl und begann übergangslos zu lesen.

Rasante Rollenwechsel, akrobatische Einlagen, ernste Szenen, russisch-deutscher Dialekt, cooles Jungengebaren – die Lesung wurde nie langweilig. Rainer Rudloff trat im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchwochen in der Deutschen Nachschule Tingleff auf.

DSC_0977Gebannt folgten die 9. und 10. Klassen der Deutschen Nachschule in Tingleff dem Ein-Mann-Theater auf der Bühne. Ab und zu ein lautes Kichern bei einer besonders witzigen Stelle, ansonsten war es mucksmäuschenstill im Saal.

Nach ein paar der szenischen Lesungen erzählte Rainer Rudloff etwas zum tragischen Lebens des Autors und ging über zum nächsten Autor, der zeigte, daß man Sachbücher auch unterhaltsam schreiben kann. („Ein deutscher Autor hätte ein Thema wie Umwelt-und Artenschutz langweilig und bierernst geschrieben, dieses Buch sprüht vor britischem Humor“), wovon sich die Schüler überzeugen konnten, ging es doch um Kondomkauf in China (nicht zu dem Zweck, für den sie gedacht sind – wer hatte so etwas gedacht?), was etwas schwierig ist, wenn man die Sprache des anderen nicht versteht und man auf Mimik und Gestik übergehen muss…….

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Interessiert stellten die Lehrer und Schüler Fragen und verlangten zum Schluß noch eine Zugabe, die sie auch bekamen. Im Anschluß an die Pause bekamen die 9. und 10. Klassen der Deutschen Schule Tingleff noch die Gelegenheit, Rainer Rudloff in Aktion zu erleben. Ein kurzer Bericht im „Nordschleswiger“.

Vielen Dank an Rainer Rudloff für die lebendige Lesung und an die Deutsche Nachschule, die wieder hervorragend für die Räumlichkeiten und die Technik gesorgt hat!

nele

Usch Luhn: Nele auf dem Ponyhof

 Nele wohnt auf einer Burg, die eigentlich ihrer Großtante Adelheid gehört, aber die ist immer auf Reisen. Eines Tages kommt sie wieder nach Hause und hat die Idee, für ein paar Tage mit Nele zusammen auf einen Ponyhof zu fahren. Nele findet die Idee super. Als sie auf dem Ponyhof ankommen, trifft Nele Josefine, ein Mädchen aus ihrer Klasse, die sie nicht besonders mag. Nele findet, dass Josefine eine Zicke ist.

Eines Abends sollen alle Mädchen auf eine Schatzsuche reiten. Josefine und ein anderes Mädchen gehen eine Wette ein und verschwinden einfach in den Wald. Plötzlich fällt Josefine vom Pferd. Nele kommt ihr zur Hilfe und merkt, dass Josefine eigentlich gar nicht so dumm ist….

 Empfehlung:

Mir gefiel das Buch gut. Es ist für Mädchen ab ca 8 Jahren, die gerne Pferdebücher lesen. Von Nele gibt es noch mehr Bücher.

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Ann-Sophie, 7. Klasse

Letzten Donnerstag war es endlich wieder soweit – die JugendBücherRedaktion traf sich zu ihrem ersten Treffen in diesem Schuljahr. Durch die Schulreform dieses Jahr und die veränderten Schulzeiten mussten neue Termine gefunden werden, Ersatz für zwei ehemalige Mitglieder gefunden werden, die die Schule gewechselt haben oder es zeitlich nicht mehr schafften.

Wir freuen uns sehr, dass Emma und Kaja Lust und Zeit haben, bei uns mit zu arbeiten.

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Hier einen Einblick in eine harte Arbeitssitzung! Auf dem Bild fehlen Anna und Cassandra.

 

 

 

Gestern abend hatte ich das Vergnügen, im Deutschen Kindergarten Tingleff zum Elternabend eingeladen zu werden. Ich durfte den Eltern etwas zur Bedeutung des Vorlesens für die kindliche Entwicklung erzählen, für mich ein ganz wichtiges Anliegen in meinem Bestreben, die Kinder wieder zum Lesen zu bewegen.

Nordschleswiger, 30.10.2014

aus: Nordschleswiger, 30.10.2014

 

Nun bin ich nicht die geborene Rednerin und die Technik ärgerte auch etwas, ich hoffe aber trotzdem, dass mein Anliegen Früchte trägt. Bei einer kleinen Umfrage, wer seinem Kind regelmässig vorliest, reckten sich erfreulich viele Hände in die Luft.

Die Frage steht im Raum, warum das Buch als Medium überhaupt noch benötigt wird, wo doch in jedem Haushalt Handy, IPAD, Laptop und Fernseher zur Verfügung stehen.

Sehr passend wurde zeitnah die diesjährige Vorlesestudie der Stiftung Lesen veröffentlicht, die meine Aussagen unterlegte. So wirkt sich das häusliche Vorlesen nicht nur auf die Lesefreudigkeit im späteren Leben, sondern auch auf die Schulnoten aus.

Schulnoten Häufigkeit

Bereits im frühesten Kleinkindalter sollte mit dem Miteinanderlesen angefangen werden, das häufig in einen Dialog mündet, in dem das Gelesene erklärt wird und man gemeinsam darüber spricht. Die Kinder lernen Empathie und erweitern ihren Wortschatz, was ja gerade bei unseren zweisprachig aufwachsenden Kindern von entscheidener Bedeutung im späteren Schulleben ist, wie die anwesende Schulleiterin der Deutschen Schule Tingleff, Käthe Nissen, nur bestätigen konnte.

Vorlesestudie Rückblick 2011

Schule und Kindergarten bemühen sich sehr darum, den Kindern Spaß am Buch und Lesen zu vermitteln, dazu gehören u.a. die regelmäßigen Besuche des Kindergartens zum Bilderbuchkino, der Büchernachschub aus der Bücherei, das gemütliche Vorlesen im Kindergarten in entspannter Atmosphäre, betonte die Leiterin Kerstin Hinrichsen. Aber auch für die familiäre Bindung ist das Vorlesen von ausschlaggebender Bedeutung.

Vorlesestudie Fazit

Zum Abschluß gab es ein paar Informationen zur Bücherei Tingleff und dem Angebot der Bücherbusse für Familien von außerhalb sowie eine Einladung für einen Familienschnuppersonnabend im Neuen Jahr, Einladung folgt.

Zu guter Letzt folgender warnender Hinweis, ähnlich denen auf der Zigarettenschachteln:

 

Märchen

 

 

 

 

„Afrika lässt niemanden kalt – entweder man kommt gar nicht mit dem Land klar oder man wird vom Virus infiziert und will immer wieder dorthin zurückkehren!“

Bei Hannah Bahnsen und ihrer Tochter Theresa ist letzteres der Fall, die nächsten Reiseziele in Tansania und Umgebung sind geplant. Eindrucksvoll berichtete Hannah gestern abend über ihren Aufenthalt in dem ostafrikanischen Land, als sie im Frühling dieses Jahres ihre Tochter besuchte, die dort als Freiwillige in einem Kinderheim arbeitete.

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Unter einfachen Bedingungen leben die Menschen dort und machen aus ihrer Situation das Beste. Das Kinderheim in Tanga gehört durch die Geschäftstüchtigkeit von Mama N zu den Bessergestellten. Jeder Winkel des Grundstücks wird genutzt, Kühe, Schweine, Hühner zur Eigenversorgung gehalten – und zu besonderen Gelegenheiten wird eine Ziege geschlachtet.

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Viel Interessantes war über Land und Leute zu berichten. Wie begrüsst man sich, was gehört zur Höflichkeit, wie sieht es mit Schulpflicht und Gesundheitsversorgung aus? Was ißt man in Tanzania und wie ist das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern? 030314094625-thumbnail_DSC01079

Es blieb genügend Zeit, auch über die Abstecher in den Serengeti und den Ngorongoro Nationalpark sowie nach Sansibar zu berichten.

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Die Zuhörer zeigten sich sehr interessiert und fragten wissbegierig. Hannah hatte ihr afrikanisches Kleid an und Stoffe, Ketten und andere Andenken mitgebracht. Sie wies auch darauf hin, dass sie weiterhin Kleidung und Schuhe für die Kinder des Kinderheimes sammelt, auch Geldspenden werden gerne angenommen. Bei Interesse stellen wir gerne den Kontakt zu Hannah her.

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Insgesamt ein spannender, informativer Abend – vielen Dank, Hannah!

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