in den gut gefüllten Bürgersaal.

Gestern abend trat der Flensburger Chor „Sound of Gospel“ vor gespannt wartenden Tingleffer Bürgern auf. Die Bühne war leer, der Saal gefüllt. Leises Flüstern in den Stuhlreihen. Wo blieb bloß der Chor? Da hörte man vom Gang aus afrikanische Gospelklänge, die immer lauter wurde, als der Chor von hinten durch die Zuschauerreihen nach vorne zur Bühne zogen.

Schlagartig verstummten die Gespräche, alle Blicke wandten sich nach vorne, wo der in Schwarz-Rot gekleidete Chor sich auf und neben der Bühne aufstellte.

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Die Begrüssung und weitere Moderation des Abends wurde von unterschiedlichen Mitgliedern des Chores vorgenommen, mal auf dänisch, meist auf deutsch. Sie würden das erste Mal in Dänemark auftreten, verriet der Chorleiter Stephan Krueger dem Publikum. Extra deswegen hätten sie auch zwei Lieder auf dänisch eingeübt, was beim Publikum gut ankam. Ein harmonisches „Velsignelse“, der Segen am Ende des Gottesdienstes, liess die Zuschauer mitsummen.

Bekannte und unbekannte Gospelsongs waren auf dem Programm, traditionelle wie „Joshua fit the battle of Jericho“ wie auch modernere vom schwedischen Gospelkomponisten Joakim Arenius.

Speziell einige der Soli imponierten dem Publikum mit deren Stimmintensität. Als das „Küken des Chores“ Jasmin Sönnichsen mit ihrem Saxophon einzog, war das Publikum verzaubert. Am Klavier spielte Frank Schedukat.

tin_Gospel_Tonglev (2)Fotos: Karin Riggelsen

Anderthalb Stunden und drei Zugaben später brach das Publikum wohlgelaunt auf mit dem Hinweis auf die nächste gemeinsame Veranstaltung von Tinglev Bibliotek und Deutsche Bücherei Tingleff genau vier Wochen später: am 26.3., 19 Uhr, wird Rødkål og Sauerkraut serviert: „Rødkål&Sauerkraut steht für dänisch-deutsche Unterhaltung vom Feinsten. Schlagfertig und tiefgründig, lustig und informativ: musikalische Satire mit Hygge-Garantie!“

Vi ses, bis dann!