März 2015


nordschleswiger 27.03.2015(Nordschleswiger, 27.03.2015)

Mehr zu den Visionen des Tinglev Forums sind hier zu finden. Unter Punkt 4 stehen die Visionen zu einer „Superbibliothek“.

 

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familie

Alle Bücher können ausgeliehen oder reserviert werden!

Andere fahren extra nach Berlin, um 60 Jahre Bonn-Kopenhagener-Erklärungen zu feiern, dabei bekamen wir doch gestern abend hier in Tingleff alles zu den Minderheiten nördlich und südlich der Grenze erklärt – und das auf ausgesprochen amüsante Weise.

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Ein gut gefüllter Saal, ein begeistertes Publikum, eine 1 1/2 stündige Show ohne Pause („und wenn ihr nach dem nächsten Stück ordentlich klatscht, bekommt ihr nicht nur eine Postkarte von uns, sondern auch eine Zugabe“) –

„Rødkål“ (alias Eberhard von Oettingen) und „Sauerkraut“ (Dirk Uwe Wendrich) nahmen uns mit auf eine Reise durch die Minderheiten. Nie 100 % deutsch, nie 100 % dänisch, oft 200 % das eine oder das andere und immer zwischendrin, so beschrieben sie das Minderheitendasein.

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Typisch für die Dänen, das wissen wir seit Heide Simonis, ist nicht nur, dass sie bis spät abends Kaffee trinken und trotzdem nachts schlafen können, sondern auch, dass sie gerne singen. Bei jeder festlichen Gelegenheit wird gemeinsam gesungen und oft finden die Lieder kein Ende 🙂

Dieser typische Liederschatz aus dem „Højskolesangbog“ sei unübersetzbar, so die Annahme, aber uns wurde das Gegenteil bewiesen. Jens Rosendal, Benny Andersen & Povl Dissing und Kim Larsen mit ihren oft gesungenen Liedern wurden hier liebevoll ins Deutsche übersetzt und mit Hilfe des Publikums vorgetragen.

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Die Zuschauer waren begeistert von der abendlichen Unterhaltung – ein Wiedersehen ist nicht ausgeschlossen!

 

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das Ergebnis aber eindeutig beim heutigen Quiz-Battle der 7. Klassen.

Die Deutsche Schule Tingleff und die dänische Tinglev Skole hatten jeweils eine Mannschaft gestellt, die um den Pokal kämpften. Der Rest der Klassen war unter den Zuschauern zum Anfeuern.

Aus 8 Bereichen, wie Sport, Literatur und Musik, aber auch Grenzland und Geschichte, konnten die Mannschaften frei wählen, zu denen sie dann eine Frage gestellt bekamen. Die richtige Antwort gab Punkte, dann ging die Reihe weiter an die Gegenmannschaft.

Leicht waren die Fragen nicht gerade, die sich die deutsche und die dänische Bücherei in Tingleff ausgedacht hatten. Auch musste man sich bei einigen Fragen etwas im Grenzland auskennen, aber das war Teil der Herausforderung.

Wie heißt denn z.B. die beliebte Pferdesportart in Sønderjylland? In welchem Jahr fiel die Mauer? Wer hat mehr Titel gewonnen, Michael Schumacher oder Tom Christensen? Über wieviele Brücken muss man fahren, wenn man nach Kopenhagen will?

Dazu noch Fragen zu aktuellen Sängern und Filmen, prägnante Textstellen aus Büchern, da wurden nicht alle Fragen richtig beantwortet.

Letztendlich trug knapp die Deutsche Schule Tingleff den Sieg und damit den Pokal davon – herzlichen Glückwunsch!

Gerne, so waren sich die Teilnehmer einig, kann man das nächstes Jahr wiederholen.

Quizbattle(Foto: Kjeld Thomsen)

 

 

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Alexandra Pilz: Zurück nach Hollyhill

Emily hat den Brief mindestens 1000-mal durchgelesen, so kommt es ihr jedenfalls vor, und sie kann es immer noch nicht fassen. Gestern überreichte ihr ihre Großmutter einen Brief ihrer Mutter, die bei einem Autounfall starb, als Emily 4 Jahre alt war.

In diesem Brief fordert ihre Mutter sie auf, nach England zu reisen, um in dem kleinen Dorf Hollyhill in Dartmoor mehr über ihre Vergangenheit zu erfahren. Doch das Dorf ist weder auf einer Karte noch bei Google zu finden. Existiert es überhaupt?

Neugierig geworden, beschließt Emily, trotzdem nach England zu fliegen, um das Dorf zu suchen. In Dartmoor angekommen, trifft sie auf einen Jungen, der das Dorf zu kennen scheint. Aber in Hollyhill angekommen, merkt sie gleich, dass etwas nicht stimmt: Niemand gibt zu, ihre Mutter gekannt zu haben, oder will etwas über sie sagen, außerdem sind die Menschen geradezu unfreundlich und abweisend ihr gegenüber. Als plötzlich jemand hinter Emily her ist, spitzt sich die Lage dramatisch zu…..

Empfehlung:

Ich empfehle dieses Buch Lesern ab 13 Jahren, die gerne von Mystery und Geheimnissen, Spannung und Liebe lesen. Es ist ein wirklich spannendes Buch, das die Leser mit sich reißt.

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Celine, 9. Klasse

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Da hatten sich die Bücherei Tingleff und Tinglev Bibliotek etwas Tolles für die Kleinen im Ort ausgedacht. Aus Flensburg kam „Dolas dukketeater“ / Dolas Puppentheater angereist. Zwei Vorstellungen sollte es geben, eine für den dänischen Kindergarten, eine für den deutschen Kindergarten im Ort.

Gespannt warten die Kinder des Kindergarten Tingleffs im Foyer der dänischen Bibliothek, dass sie in den Vorstellungsraum durften.

In der Ecke war ein kleines Theater aufgebaut. Was sich da wohl hinter verbarg?

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Dola begrüsste ihre Gäste auf deutsch und auf dänisch – wie praktisch, dass die Kinder des Kindergartens sie ohne Mühe verstanden. „Im richtigen Theater“, so sagte Dola „läutet immer eine Glocke, wenn die Vorstellung beginnt. Dreimal!“ Und so auch hier, laut zählten die Kinder mit.

DSC_0988Dann wurde langsam der Vorhang geöffnet.

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Was sich da wohl hinter verbarg?

DSC_0991Immer mehr kam zum Vorschein…

DSC_0990Und um wen es in diesem Stück ging, war bald zu sehen:

DSC_0999„Wusstet ihr, dass Pippis Haus auf deutsch Villa Kunterbunt heisst und auf dänisch Villa Villekulla? Ihr Affe heisst Herr Nilsson, aber ihr Pferd hat nur im Deutschen einen Namen: Kleiner Onkel!“ erzählte Dola den Kindern. „Kein Problem“ rief einer der Jungen, „ich sage einfach Lille Onkel zu ihm!“

Während Pippi noch Einkäufe für ihre Geburtstagsparty macht, versucht der böse Einbrecher, ihren Goldschatz zu stehlen.

DSC_1003Aber nicht mit Pippi, die weiss sich zu helfen und ist am Ende auch noch nett zum Einbrecher.

DSC_1002Im zweiten Stück war die Hexe Vortenæse (Warzennase) so verärgert über Kaspers ständiges Ärgern, dass sie ihn kurzerhand wegzaubert. Nur mit dem Zurückzaubern klappt es nicht so ganz, jetzt spricht der Kasper auf einmal deutsch statt dänisch.

DSC_1004Etwas unheimlich und laut war das Stück ja schon mit dieser Hexe…

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Aber Ende gut, alles gut – es war ein schöner Vormittag für die Kinder, vielen Dank, Dola!

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Kan Wackelpudding serveres på dansk?
Eller hvad sker der i dag, når sprog og kulturer mødes?

Rødkål&Sauerkraut steht für dänisch-deutsche Unterhaltung vom Feinsten. Schlagfertig und tiefgründig, lustig und informativ: musikalische Satire mit Hygge-Garantie!

Moderner witziger Geschichtsunterricht unseres Grenzlandes mit Eberhard von Oettingen, musikalisch begleitet von Dirk Wendrich.

Donnerstag, 26.03.2015

19 Uhr

Bürgersaal Tingleff

60,- Kr. Eintritt

In Zusammenarbeit mit Tinglev Bibliotek.

Neulich in der Bücherei:

Die 0. und 1. Klasse hatten sich zu einem Projekttag in der Bücherei angekündigt. „Mach mal eine Büchereiführung mit ihnen“, so der Wunsch der Lehrerinnen. Steffi, Praktikantin in dieser Woche, wurde gleich auf die Vorbereitung angesetzt.

Gespannt lauschten die Kinder, als Steffi von Hexe Lilli erzählte, die ein Hexenbuch mit Zaubersprüchen gefunden hatte. Besonders einen der Zaubersprüche musste sie unbedingt ausprobieren: den „Hausaufgaben-Weg-Zauber“!

„Schlangenei und Krötendreck…“ – ganz still wurde es, denn alle Kinder wollten sich diesen Zauberspruch unbedingt merken!

Leider, leider funktionierte der Spruch nicht, statt den Hausaufgaben verschwanden lauter Figuren und Text aus den Büchern. Die Kinder bekamen ein Hexenbuch mit Aufgaben ausgehändigt und mussten die Figuren wiederfinden.

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Das war nicht ganz so leicht wie gedacht.

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Wer hat sich wo versteckt? Bei den runden Scheiben sollte einer sein???

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Selbst die Erwachsenen mussten suchen….

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Da – Mama Muh ist gefunden, sie hatte sich bei den Spielen versteckt!

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Alle da!

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Nach dieser anstrengenden Suche quer durch die Kinderabteilung war eine kleine Stärkung angesagt:

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Zum Schluß war Bilderbuchkino auf dem Programm:

erst eine Geschichte mit der Kleinen Hexe, dann die 10 Kleinen Hexenkindern. Und als Dieter seine Gitarre auspackte, konnten alle mitsingen – ein rundum schöner Abschluß.

„Komisch“, meinte einer der Jungen zum Ende nachdenklich, „irgendwie hat das heute alles mit Hexen zu tun gehabt….“ 🙂 🙂

 

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