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Ein Besuch in Varde – Teil 2 Otto Frello

Eine klare Empfehlung meinerseits:

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Nicht weit von der Bücherei und dem Kirchenplatz entfernt, stösst man auf zwei farbenfroh bemalte Hausgiebel. Die Motive für diese Malereien haben die Schaffer der Svendborg Malerskole in den Skizzen Otto Frellos gefunden. Sie stimmen den Betrachter auf Otto Frellos wunderbare, phantasievolle Gemälde ein, die es im nahgelegenen Museum zu betrachten gibt.

20170217_142340Otto Frello ist 1924 in der Nähe von Varde geboren. Nach der Schule machte er eine Malerlehre, bevor es ihn 1948 in die Hauptstadt zog. Er erwarb das Abitur und begann, Kunst zu studieren. Zeitgleich nahm er Kunstunterricht an verschiedenen Kunstschulen und avancierte schnell vom Schüler zum Lehrer.

20170217_144530_001Frello hatte ein Talent als Illustrator und ab 1967 illustrierte er Sachbücher mit größtem Detailreichtum für den dänischen Verlag Politikens Forlag. Diese realitätstreuen exakten Illustrationen waren der Ausgangspunkt für die phantasievollen Ölmalereien, die wir jetzt im Varder Museum bewundern können.

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Frellos Bilder faszinieren. Ohne viel von Kunst verstehen zu müssen, verweilt man vor den Bildern, versucht, alle Einzelheiten aufzunehmen, den Inhalt zu verstehen. Die Bilder laden förmlich dazu ein, Geschichten dazu zu erfinden.

20170217_143058So realistisch sie auch gemalt sind, ihnen haftet auch etwas Beängstigendes, Gruseliges an. Welches Wesen bewegt sich in den schäumenden Wellen, vor dem sich die Frauen hinter dem Schiffswrack verstecken?

20170217_142937Welche Bewandtnis hat es mit der blauen Kugel, die die lachende Menschenmenge hinter den Fenstern betrachtet? Und schaut man näher auf den Unrat, der vor der Fensterfront liegt, fragt man sich, was da wohl passiert ist.

20170217_143405Merkwürdig mutet die lesende Frau vor dem Fenster an, umgeben von karrikierten Haustieren, während draußen ein Schneesturm tobt.

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Mein Lieblingsbild ist „Der Bernsteinwald“. Dieses riesige Gemälde füllt eine ganze Wand und kommt in seiner Detailvielfalt auf einem Foto überhaupt nicht zur Geltung. Deutlich merkt man diesem Bild an, dass Frello Illustrator war. Minimalste Tiere verstecken sich und man kann lange davorstehen und immer wieder neue Details entdecken. Man sagt Otto Frello nach, dass er Pinsel mit nur einem Haar hatte, mit dem er die Miniaturen malte.

Otto Frello verstarb im Jahre 2015 kurz vor seinem 91. Geburtstag. Viele seiner Bilder sind in Privatbesitz, umso besser, dass man im Frello-Museum die verbliebenden Werke bewundern kann. Wer mehr erfahren möchte, kann sich unser Frello-Buch ausleihen oder auf seiner Homepage stöbern.

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