Juli 2017


Wir sind am 14.08. wieder für euch da. Bis dahin, benutzt doch einfach die Offene Bücherei täglich von 7- 22 Uhr!

Irina Bogovic arbeitet in der Deutschen Bücherei Sonderburg und wer sie nach einer Buchempfehlung fragt, geht nie vergebens. Die Vielleserin kann spontan für jeden Geschmack einen Tipp abgeben. Hier hat sie ein paar ihrer eigenen Leseerlebnisse für Erwachsene und für Kinder aufgelistet: Bildergebnis für billard um halbzehn

Heinrich Böll – ein Klassiker, den Irina immer wieder gerne liest. Sie liebt Bölls Sprache und den historischen Kontext, in dem seine Geschichten spielen. In „Billiard um halbzehn“, ist der Krieg und die Nachkriegszeit im Zentrum der Geschichte. Köln, 1958. Der 80. Geburtstag des Architekten Heinrich Fähmel steht an, die Familie versammelt sich zur Feier. Schnell wird klar, dass nichts der Kriegsereignisse aufgearbeitet und vergessen ist. Deutsche Geschichte in hoher Konzentration.

Rita Mae Brown ist eine US-amerikanische Schriftstellerin, die in ihrem Roman „Jacke wie Hose“ eine Familiengeschichte in den Südstaaten schildert. Im Mittelpunkt stehen zwei Schwestern, die nicht mit, und nicht ohne einander auskommen. Die Kleinstadt, in der sie wohnen, ist der Schauplatz für die Geschichte, die ein Bild Amerikas zwischen den Jahren 1909 und 1980 zeichnet. Man lernt viel über das alltägliche Leben in den USA und über die amerikanische Geschichte, gleichzeitig ist es sehr humorvoll geschrieben, „so dass man beim Lesen Vergnügen und Input verbindet“, so Irina. Diese Kombination gefalle ihr gut.

Rita Mae Brown ist bei uns beliebt durch ihre Krimiserie um die Katze Mrs. Murphy, die eine große Fangemeinde hat. Bildergebnis für geschichte der bienen

Zuletzt auf ihrem Nachttisch lag Maja Lunds „Die Geschichte der Bienen“, dem preisgekrönten Bestseller aus Norwegen. Auf drei zeitlichen Ebenen befaßt sich der Roman mit den Bienen und ihrer Bedeutung, mit der Erfindung eines ausgeklügelten Bienenstocks im Jahre 1852, mit den Überlebensnöten eines Imkers in den USA im Jahre 2007, dem immer mehr Bienenvölker wegsterben bis zum Jahre 2098, wo die Bienen von der Erde verschwunden sind und der Mensch in mühsamer Kleinarbeit deren Aufgabe übernehmen muss. Beeindruckend geschildert sei die Bedeutung und Bedrohung der Bienen, so Irina, aber, sie ist ehrlich, teilweise schwer zu lesen, man braucht doch Durchhaltevermögen. Es ist ein Buch, das nachdenklich macht.

Zwischendurch steht bei Irina auch leichtere Kost auf dem Programm, sie erholt sich mit Büchern von Nicolas Barreau und Susan Elizabeth Phillips.

Auch im Bereich Kinderliteratur ist Irina praxiserprobt und weiß, was gut ankommt. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala ihres Sohnes steht „Miles & Niles“ von Jory John und Mac Barnett. In diesem halben Comicroman hat Miles seinen ersten Tag an der neuen Schule. An seiner alten Schule war er der beste Trickser aller Zeiten, konnte sich die besten Streiche ausdenken und Unfug machen. Das will er in Yawnee Valley auch durchziehen, ärgerlich nur, dass die neue Schule bereits einen unbekannten Trickster hat, der verdammt gut ist…. Ein wahres Lesevergnügen für Jungen ab 10 Jahren, das Buch besticht durch seine lakonisch-lässige Beschreibung und die witzigen Illustrationen. Mittlerweile ist Band 3 auf deutsch erschienen. Empfehlenswert ist auch die Hör-CD, gesprochen von einem genialen Christoph Maria Herbst!

Auch „Spotz“ (Rob Harrell) ist ein Comicroman. Spotz ist als Troll an der magischen Highschool ein Außenseiter, Elfen, Feen und Prinzessinnen wollen eher nichts mit ihm zu tun haben. Als der fiese Prinz Roquefort den Thron nach König Kastanius Entführung besteigt, schreiten Spotz und seine beiden Freunde zur Tat, sie ziehen aus, den König zu retten. Das Buch ist witzig, magisch, und fantasievoll, manchmal etwas eklig – es geht schließlich um einen Troll. Für Jungen ab 10 Jahren. Band 3 ist dieses Jahr erschienen.

Fällt ihr noch mehr ein? Die Reihe „Drachenalarm“ von Tom Nicoll beschreibt die Welt aus der Sicht eines Minidrachen, der sich mit einem 10jährigen Jungen anfreundet. Witzig und schräg!

Begeistern können Mutter und Sohn sich auch für die beiden Reihen „Geronimo Stilton“ (für schlaue Schnüffler und mutige Mäuse) und die Abenteuer der „Thea Sisters“ aus dem gleichen Haus, das sich an die Mädchen wendet. Der ängstliche Geronimo ist Mäusejournalist und gerät immer wieder zusammen mit seiner draufgängerischen Schwester in aufregende Abenteuer. Hervorzuheben ist das Schriftbild, das sich dem Inhalt anpasst. So ist der „gesträubte“ Schwanz der Katze schriftbildlich gesträubt und das Wort „Treppe“ geht die

T

R

E

P

P

E hinunter. So macht Lesen Spaß!

Und hätte ich Irina nicht gestoppt, dann würde sie jetzt noch immer begeistert Empfehlungen aus dem Ärmel schütteln. 🙂

Wer kann, der kann! Vielen Dank, Irina 🙂 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fertig eingearbeitet, klar zum Ausleihen 🙂

Ingela Wieking, Bibliothekarin in der Zentralbücherei Apenrade, hat die Artothek und die Hör-CDs unter ihren Fittichen. Auch bei zwei Lesekreisen ist sie treibende Kraft.

Offen für Neues probiert Ingela gerne die neuen Hör-CDs aus. Zsuzsa Bánk ist ein Geheimtipp, den sie uns ans Herz legen möchte. 

„Schlafen werden wir später“ ist der neueste Roman der deutschen Autorin ungarischer Abstammung. Die Briefromane des 18. Jahrhunderts zugrundelegend folgen wir dem (E-Mail) Austausch zweier Freundinnen, die beide in der Mitte des Lebens stehen, die eine verheiratet, drei Kinder, Schriftstellerin, die andere Lehrerin und kinderlos. Über mehrere Jahre hinweg folgen wir der tiefen Freundschaft der beiden Frauen, hören von ihren Lebensträumen, ihrem täglichen Kampf um Freiheit und Glück, ihrer Verwirklichung als Schriftstellerinnen – die Uhr tickt, „schlafen werden wir später“…..

Das Buch zeichnet sich durch die prosaische Sprache aus, melodisch, bildreich verbinden sich die Wörter.

Ein weiteres Buch dieser Autorin „Die hellen Tage“ nimmt uns mit in die Vergangenheit. Süddeutschland in den 60er Jahren. Wieder geht es um eine Freundschaft, diesmal zwischen der vaterlosen Seri, dem Zirkusmädchen Aja und dem introvertierten Karl. Es ist ein magisches Buch über glückliche Kindheitstage, aber auch über Erwachsensein und die Verluste, die jeder von ihnen erlitten hat und die ihr Leben beeinflussen. Die „Zeit“ ist begeistert von der Sprache, von „erzählerischen Paradiesmomenten“ ist die Rede.

Beide Bücher finden sich auch als Hörbücher, die überzeugend von Doris Wolters bzw. Ulrike Hübschmann gelesen werden.

Themen wie Frauen und Freundschaft, gerne in der Gegenwart oder näheren Vergangenheit, anspruchsvoll oder auch unterhaltend, bevorzugt Ingela in ihrer Auswahl.

„Dein perfektes Jahr“ von Charlotte Lucas gehört zu letzterem, ein Hörbuch fürs Herz, das ihr gerade durch die Lesung mit zwei Sprechern (Anna Thalbach, Devid Striesow) in verteilten Rollen gut gefiel. Hannah freut sich auf ein gemeinsames Leben mit Simon. Dieser erkrankt jedoch schwer. Um ihn aufzumuntern, schenkt Hannah ihm einen Kalender mit lauter positiven, lebensbekräftenden Alltäglichkeiten. Dieser Kalender fällt Jonathan Grief in die Hände….  Man hofft und leidet mit den Hauptfiguren.

Entscheidend für ein gelungenes Hörbuch sind, so Ingela, professionelle Sprecher oder Schauspieler, die gut zur Geschichte passen und den Inhalt überzeugend vermitteln können. Zu ihren Lieblingssprechern gehören Hannelore Hoger und Gert Westphal.

2014 bekam Patrick Modiano den Literaturnobelpreis. An sein Buch „Im Café der verlorenen Jugend“ hat sich Ingela vor kurzem gewagt und war positiv überrascht über den flüssigen, gut lesbaren Schreibstil des Autors. Wir sind im Paris der 60er Jahre, im Café Le Condé finden ruhelose Seelen eine Zuflucht und Halt. Mondiano schafft es, die Atmosphäre Paris zu vermitteln, man sitzt im Café und hört den Leuten zu, erfährt mehr über ihr Leben, ihre Hoffnungen und Sehnsüchte. Eine melancholisch-tragische Stimmung liegt in der Luft. Rätselhaft die Hauptfigur Jacqueline, die ihren Mann nach nur einem Jahr Ehe verlässt und spurlos untertaucht. Mondiano vermag, die vergangenen Zeiten der Studenten und Künstler im Viertel Saint-Germain-des-Près heraufzubeschwören. Ein Meistererzähler, so titelt der „Spiegel“, leider hierzulande noch zu wenig bekannt.

 

 

 

Silke Amthor, Kinder- und Jugendbibliothekarin in der Zentralbücherei Apenrade, gehört zu den Autofahrerinnen, die liebend gerne Hör-CDs während der Fahrt konsumieren. 

Sie empfiehlt die neue und beliebte Reihe von Lucinda Riley, die bis jetzt die Bände „Die sieben Schwestern“, „Die Sturmschwester“ und „Die Schattenschwester“ umfasst. Silke fasst für uns den Inhalt zusammen:

6 kleine Mädchen werden im Säuglingsalter von einem geheimnisvollen Milliardär adoptiert. Ihre Kindheit verbringen alle auf einem am Genfer See gelegenen Anwesen. Der Adoptivvater Pa Salt  sorgt dafür, dass alle Kinder eine Ausbildung ihren persönlichen Anlagen entsprechend erhalten. Jeder Titel erzählt die Geschichte einer Adoptivtochter  und setzt zum Zeitpunkt des Todes von Pa Salt ein. Sein Vermächtnis ist es, das jedes Kind nach seinen Wurzeln sucht und nach Möglichkeit findet. Bei der Testamentseröffnung erhält jede Tochter Hinweise, die sie zu ihrer ursprünglichen Familie führen.

Riley hat lädt die Hörer dazu ein, die Geschichte der Familie d’Aplièse zu verfolgen und den besonderen Lebensweg der einzelnen Schwestern zu erspüren. Gekonnt führt sie dabei durch die Geschichte der vergangenen zwei Jahrhunderte. Berühmte Bildhauer und Komponisten werden zum Leben erweckt und in das Romangeschehen eingebunden. So treffen wir im 2. Band „Die Sturmschwester“ auf Edvard Grieg und sein großes Schaffen und können miterleben, wie  die Vertonung von Solveigs Lied in Kristiania (Oslo) seine Uraufführung erlebt. Die Machtergreifung Hitlers und der Einmarsch in Norwegen hat jedoch traumatische Folgen für die Familie der Heldin.

In allen drei Hörbüchern lesen die Sprecher mit verteilten Rollen und lassen die Figuren gekonnt und sehr einfühlsam in den unterschiedlichen Zeitepochen agieren. Eine Empfehlung für Urlaube und lange Autofahrten.

Der 4. Band der „Sieben Schwestern“ erscheint im Oktober 2017 unter dem Titel „Die Perlenschwester“.

Lustig geht es bei „Tante Poldi und die sizilianischen Löwen“ von Mario Giordano zu. Tante Poldi, Anfang 60, zieht nach dem Tod ihres geliebten Pepe von München nach Sizilien. Als ein Bekannter ums Leben kommt, ist Tante Poldis Spürsinn geweckt. Ihre bayrischen Kommentare zur Leiche, dem Stand der Ermittlungen, dem Leben allgemein und der Liebe im Besonderen sind „herrlich kauzig“, so Silke und fährt fort: „Es bleibt es nicht aus, dass man sich vor Lachen auf die Schenkel schlägt und das während der Autofahrt. Giordano ist ein Sprachakrobat und Worterfinder und das kommt auch bei Tante Poldi zum Tragen. Witzig, komisch und schräg. Ein echtes Urlaubshörbuch.“

Neu im Kochbuchbereich ist das Buch „Abnehmen mit Sirtfood“, das seinen Schwerpunkt auf das Schutzenzym Sirtuin legt. Die Top 22-Lebensmittel, die Sirtuin enthalten, werden hier porträtiert und mit leckeren Rezepten abgerundet. „Sirtuine sind die neuen Stars am Anti-Aging Ernährungshimmel. Grüner Tee, blaue Beeren, roter Wein – sie alle enthalten den Schlüssel zum Schlank- und Schönsein.

In diesem Ratgeber gelangen wir zu interessanten Einblicke  wie sich Sirtuine im Körper, dank sekundärer Pflanzenstoffe, in unserer Ernährung aktivieren lassen und wie sich das wiederum positiv auf unseren Stoffwechsel auswirkt.“, so das Urteil von Silke.

 

 

 

Sandra Röben, Bibliotheksassistentin sowohl in Hadersleben als auch in der Zentralbücherei Apenrade, stöbert mit Begeisterung durch die neuen Back- und Kochbücher. Gerne merkt sie sich Tipps und Tricks sowie neue Rezepte aus den Büchern und liebt besonders die Rezepte, in denen man nicht extravagante Zutaten kaufen muss, sondern bereits alles im Haushalt vorhanden ist.

Momentan stöbert sie durch Trine Hahnemanns neues Buch „Skandinavisch kochen“. Bereits der Vorgänger „Skandinavisch backen“ war eine wahre Fundgrube an leckeren Kuchen, Sandra ist also sehr gespannt auf das neue Kochbuch von Trine Hahnemann.Bildergebnis für drei fragezeichen

Und während sie die Rezepte ausprobiert, hört sie am liebsten „Die drei ???“. Diese liebt sie bereits seit ihren Teenagerjahren und kann sie immer wieder hören. „Schön entspannend“, schmunzelt sie. Glücklicherweise sorgen laufend neue Folgen und auch Sonder-CDs für Nachschub. Nicht alle sind von gleich guter Qualität, aber das schmälert die Begeisterung nicht.

 

Wie schwer zu erraten ist, ist auch Sandra ein bekennender Krimi-Fan wie viele ihrer Kolleginnen. Sie liest momentan Hendrik Berg, der mittlerweile den 3. Band um seinen ehemalig Berliner Kommissar Krumme herausgegeben hat. „Küstenfluch“ heißt der neue, in dem Krumme an die Nordsee gezogen ist und auf der Hallig Hooge ermittelt. Hendrik Berg möchte nicht nur althergebrachte Krimis schreiben, ihn interessiert auch die Grenze zwischem Mystischen und der Realität. “ Was ist wahr und was ist nur das Ergebnis unserer Fantasie? Im hellen, aber hektischen Alltag unserer städtischen Realität glauben wir die Antwort zu wissen. Aber wie sieht es aus, wenn wir in der Einsamkeit der Natur oder in den dunklen Bereichen unseres Daseins auf uns selbst zurück geworfen werden? Bis wohin sind wir Herr unserer Gefühle, unserer Ängste und Befürchtungen?“ so schreibt Hendrik Berg auf seiner Homepage.  „Mystisch, spannend, richtig gut wegzulesen und nicht so bluttriefend“ so Sandras Empfehlung.

Wer Nicci French noch nicht kennt, dem sei die „Frieda Klein“ Reihe des britischen Autorenduos empfohlen. Die Londoner Psychotherapeutin wird ungewollt in die Welt der Verbrechen hereingezogen. Die inkarnierte Einzelgängerin “ Frieda Klein hat die einzigartige Gabe, die furchtbaren Geheimnisse anderer Menschen ans Licht zu ziehen: Es ist Segen und Fluch zugleich“ (www.nicci-french.de). Die Reihe ist nach den Wochentagen benannt (Blauer Montag, Eisiger Dienstag…) und zieht den Leser in seinen Bann. Die Schneelöwin

Letzter Lesetipp von Sandra ist Camilla Läckberg. Auch diese schwedische Autorin schreibt Krimis in Reihe. Ihr Kommissar Patrick Hedström ermittelt in Fjällbacka und Umgebung, einem kleinen Ort, in dem auch die Autorin aufgewachsen ist. 9 Bände sind auf deutsch erschienen und man folgt gespannt den wiederkehrenden Personen und ihrer Entwicklung. Hedström wird in der Aufklärung der Fälle eher unfreiwillig unterstützt von seiner Frau, der Schriftstellerin Erica Falck. Oft spielt die Vergangenheit in den Büchern eine Rolle, die der Handlung eine neue Ebene hinzufügt. Mittlerweile ist der 10. Band auf schwedisch erschienen, auf den wir sehnsüchtig warten.

 

 

Susann Etienne, Büchereileiterin in der Deutschen Bücherei Sonderburg, hat eine bunte Mischung an Empfehlungen für uns bereit:

Das Hörbuch von Tilman Birr „On se left you see se Siegessäule“ ist „total witzig“, so ihr Urteil.Bildergebnis für on se left

Tilman Birr liest im breiten Berlinerisch eine verkürzte Fassung seines Buches. Der Kabarettist schildert auf äußerst amüsante Weise seine Erlebnisse als „Stadtbildführer“ auf einem Spreedampfer. Er verzweifelt an Urbayern, die weder Deutsch noch Englisch können, schlägt sich mit den Ewig-Besserwissern herum und lässt uns an anderen Besonderlichkeiten und Verhaltensauffälligkeiten seiner Mitreisenden teilhaben. Dies auf eine so komische Art und Weise, dass man Lust bekommt, selbst mal eine Spreefahrt zu unternehmen, einmal, um Berlin kennenzulernen, aber ganz bestimmt auch, um seine Mitmenschen zu beobachten.

Ähnliches Foto

Auf die TV-Serie „House of Cards“ ist Susann zufällig gestoßen, als sie Ulrich Wickert, Journalist und Auslandskorrespondent, davon begeistert in einer Talkshow erzählen hörte.

Wer verstehen will, wie in Amerika Politik gemacht wird und wie es im Weißen Haus vor sich geht, bekommt mit dieser realtätsnahen Verfilmung einen guten Einblick. Diesem Urteil kann sie sich nur anschließen – „Superspannend!“

Bildergebnis für 84, Charing Cross Road deutschDie amerikanische Schriftstellerin und Drehbuchautorin Helen Hanff möchte Susann uns ans Herz legen.

„84 Charing Cross Road – eine Freundschaft in Briefen“ nimmt uns zurück in die 50er / 60er Jahre. Unzufrieden mit der Auswahl und Ausstattung der Bücher in den USA der damaligen Zeit macht sich Helen Hanff in Europa auf die Suche nach schöneren Ausgaben. Bücher sind ihrer Meinung nach mehr als bedrucktes Papier. Sie kontaktiert den Londoner Antiquar Frank Doel und beauftragt ihn mit der Suche nach den gewünschten Titeln. Mit der Zeit entwickelt sich ein reger Briefkontakt quer über den Atlantik, in dem die Liebe zu Büchern im Vordergrund steht. „Die Korrespondenz ist geistreich und schlagfertig, immer aber leidenschaftlich geführt.“ (Rheinischer Merkur), so der Klappentext. Helene Hanff freut sich besonders (anders als wir Bibliothekare), wenn die Vorbesitzer sich Notizen in den Büchern gemacht haben, die sie mit großem Interesse liest.

Auch zu ihrem Buch „Briefe aus New York“ sollte man greifen, so Susann. Helene Hanff lebt seit über 40 Jahren in New York, als das BBC sie bittet, für eine Radiosendung regelmäßig aus dem Leben in New York zu berichten. Die Geschichten, die dabei entstehen, geben Einblick in die turbulente, quirlige Millionenstadt der 70er und 80er Jahre und sind gleichzeitig eine Liebeserklärung an New York.

Passend zu der Sommerferien-Reisezeit-Stimmung hat uns Susann ein paar Reisebeschreibungen herausgesucht, die das Fernweh wecken. Etwas älter, aber unbedingt lesenswert ist Bill Bryson „Frühstück mit Bären“, das mittlerweile mit Robert Redford, Nick Nolte und Emma Thompson verfilmt wurde. Wenn man als amerikanischer Reiseschriftsteller und Journalist direkt am 3500 km langen Fernwanderweg „Appalachian Trails“ wohnt, sollte man ihn zumindestens einmal begangen haben, findet Bryson und macht sich, trotz Widerstände aus seiner Familie, auf den Weg. Bildergebnis für picknick mit bären buchEinziger Reisegefährte ist sein früherer Schulfreund Katz, der als ehemaliger Alkoholiker und mit diversen Pfunden zu viel ein denkbar schlechter Wanderkammerat ist. Das Buch lebt von seiner witzigen Art, beschreibt eindrucksvoll die Menschen und Orte, die sie auf ihrem Wege treffen. Man verspürt fast Lust, selber loszuziehen.

Ungemein spannend und beeindruckend findet sie auch die Reiseschilderungen von Andreas Pröve, der trotz Querschnittslähmung  die Welt im Rollstuhl bis zu den entfernstesten Winkeln bereist.Bildergebnis für mein amerika dein

Zum Abschluß – um beim Thema USA zu bleiben – weist sie auf die Bücher des ehemaligen Washington-Korrespondenten Tom Buhrow und seiner amerikanischen Frau Sabine Stamer hin.  In „Mein Amerika – dein Amerika“ und dem Nachfolger „Mein Deutschland – dein Deutschland“ sehen die beiden Autoren aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf das jeweilige Heimatland. Sie beleuchten Eigenarten, Lebensweisen und Traditionen des Landes und tun dies auf eine unterhaltsame, intelligente und lesenswerte Art. Nach der Lektüre hat man Neues über sein Heimatland dazugelernt.

Damit wünscht Susann uns allen einen schönen Sommer 🙂

 

 

 

Diese Woche habt ihr noch Zeit, euch von uns in der Bücherei helfen zu lassen – danach ist drei Wochen lang freundliche Selbstbedienung, weil wir in die Sommerferien gehen. Die Öffnungszeiten mit Einlass durch Krankenversicherungskarte sind unverändert täglich von 7 – 22 Uhr.

Immer fleißig, zuverlässig, kreativ und die Praktische von uns beiden, so kennen wir Anja hier in der Bücherei Tingleff. Die allerherzlichsten Glückwünsche von allen KollegInnen, laß dich schön feiern und freu dich auf die kleine Überraschung, wenn du wieder zur Arbeit kommst. 🙂

Und der Nordschleswiger ist aktuell dabei:

Katja Hinz, immer fröhliche Bibliotheksassistentin in der Zentralbücherei Apenrade, ist ein bekennender Serienjunkie.

Ähnliches Foto

Momentan wartet sie gespannt auf den 16.Juli, an dem die langersehnte 7. Staffel von „Game of Thrones“ ausgestrahlt wird. Zur Einstimmung hat sie sich die 6. Staffel noch einmal angesehen.  „Game of Thrones“ basiert auf der Fantasy Buchreihe „Das Lied von Eis und Feuer“ von George R.R. Martin. Warum dieses Fantasy-Mammutwerk weltweit zu einer der beliebtesten Serien aller Zeiten zählt und Millionen von Zuschauern vor den Fernsehschirmen bannt, lässt sich leicht erklären, so Katja. Der Kampf zweier Dynastien und deren sieben Königreiche um den Eisernen Thron und damit um die Alleinherrschaft auf dem Kontinenten Westeros vereint alle Genres, von den großen Schlachten und Intrigen bis zu großen Liebeszenen und Verbrechen. Hinzu kommen atemberaubenden Settings, Ausstattung und die hervorragenden Schauspieler, die es schaffen, einen so zu fesseln, dass man der nächsten Folge entgegenfiebert. Ein kleiner Tipp von Katja: Den DVDs beigelegt ist ein Stammbaum, dessen eingehende Lektüre wichtiges Hintergrundwissen vermittelt und zum Verständnis beiträgt.

Sherlock - Eine Legende kehrt zurück! Staffel eins [2 DVDs] Sehnsüchtig wartet Katja auch darauf, dass endlich die gerade auf DVD erschienene 4. Staffel von „Sherlock“ in die Bücherei kommt. Diese neue Adaption von Sherlock Holmes / Arthur Canon Doyle begeistert die Zuschauer. „Schauspieler Benedict Cumberbatch ist ein super guter Schauspieler, der es schafft, die altbekannte Figur des Sherlock glaubwürdig in die moderne Welt zu versetzen.“ so Katjas Urteil. „Eine gelungende Kombination!“

Krimiserien mit viel Humor mag sie am liebsten, so Katja. Deswegen steht auch „The Blacklist“, eine US amerikanische Krimiserie um einen Schwerverbrecher, der mit dem FBI kooperiert, ganz oben auf ihrer Liste. Er liefert ihnen Schwerverbrecher zur Strafverfolgung aus, aber nur unter der Bedingung, dass ihm Immunität gewährt wird und er ausschließlich mit FBI-Agentin Liz Keen zusammenarbeiten kann. Welche Verbindung besteht zwischen dem ehemaligen Regierungsagenten und der frisch von der FBI-Akademie Quantico kommenden jungen Profilerin Keen?

The Blacklist

Unbedingt zu empfehlen ist laut Katja auch die Serie „Rizzoli & Isles“, die die Zusammenarbeit und Freundschaft der Gerichtsmedizinerin Maura Isles und der Bostoner Polizistin Jane Rizzoli gleichzeitig spannend und mit viel Humor schildert. Die Serienadaption basiert auf Tess Gerritsens Romanen – „und hier stimmt das Gesamtpaket – Hörbuch, Buch und Serie sind alle gleichermaßen ausdrücklich zu empfehlen!“, so Katja.

Wer lieber etwas für die Ohren hätte, dem empfiehlt sie Hörbücher – super geeignet für den Liegestuhl oder eine lange Autofahrt. Der Inhalt kann noch so gut sein, der Genuss eines Hörbuches steht und fällt mit dem Sprecher. Herausragend lesen David Nathan und Wolfram Koch. Gezielt sucht Katja nach Hörbüchern mit den genannten beiden Sprechern und lässt sich vom Inhalt überraschen – auch abseits ihrer normalen Hörvorlieben. Wolfram Koch z.B. überzeugt gerade in der Vertonung der Jussi Adler-Olsen Reihe, die so eindrücklich und spannend gelesen ist, dass man gar nicht wieder stoppen mag.

Und Jussi Adler-Olsens „Dezernat Q-Serie“, so Katjas letzte Empfehlung, ist ein weiteres Rundum-Paket, wo Buch, Hörbuch und Verfilmung gleichermaßen begeistern können!

Bildergebnis für jussi selfies hörbuch

Und so könnte Katja noch lange erzählen…… 🙂

Nächste Seite »