August 2017


Papier oder digital – was ist besser? Lesen wir bald nur noch am Bildschirm? Und macht es einen Unterschied, ob wir einen Text digital oder analog lesen?

In der Sendung „Lesart“ im Deutschlandfunk (Dank an Apenrade für den Tipp) äussert sich der niederländische Leseforscher Adrian van der Weel im Gespräch mit Joachim Scholl zu der digitalen Revolution. Nachzulesen und nachzuhören ist das Gespräch hier.

„Und auch da scheint es eben so zu sein, dass es wichtiger ist, dass man erst einmal lernt, gedruckte Bücher zu lesen. Und je besser, je konzentrierter man ein gedrucktes Buch liest, umso besser und konzentrierter liest man dann eben auch Bücher auf einem Bildschirm.“ (Zitat aus dem Interview)

Das beruhigt die inkarnierte Bibliothekarin doch, dass wir in der nahen Zukunft nicht nur noch darauf reduziert werden, E-Books zurück ins Regal zu stellen…..

 

 

Wer möchte – wer hat noch nicht?

Die 2. Klasse arbeitet momentan am Thema „Kuh“. Warum nicht das Thema spielerisch in der Bücherei vertiefen?

Den Einstieg machte die Lieblingskuh der Kinderliteratur, die nie das macht, was eine normale Kuh den ganzen lieben Tag lang tut, nämlich auf der Weide stehen und kauen.

Danach waren die Schüler gefordert, der Wörterfresser wollte gefüttert werden.

Wie heißt das weibliche, wie das männliche Rind, wie deren Kind? Und wie heißen die Begriffe in der Mehrzahl? Wie nennt man eine ganze Gruppe Kühe? Und wo befindet sich die Milch bei der Kuh? Gar nicht so einfach, manche Begriffe kannten die Kinder nur auf dänisch….. (Euter = yver)

Denjenigen, denen das Schreiben noch schwer fiel, konnten beim folgenden Gedächtnisspiel glänzen. Wer kann sich erinnern, welche Gegenstände in der verdeckten Kiste sind? Welche Gegenstände in der Kiste beginnen mit K? Eine eher leichte Übung für die Schlaufüchse…..

Die künstlerische Ader wurde auch gefragt. Male die Kuh ganz nach Fantasie an – alles ist erlaubt. Die Kühe werden dann demnächst unsere Fenster schmücken, denn ganz fertig wurden die Kinder nicht – der Dänischunterricht in der Schule rief schon ganz laut nach ihnen……

Bis zum nächsten Mal!

Lene Lund

„Freude, Spiel und Spaß“ – so beschreibt Lene Lund ihren Zugang zur Malerei. „Die Motive entstehen von selbst. Merkwürdigerweise tauchen in meinen Bildern immer wie von selbst Elefanten auf. Elefanten, die Nicht-Elefantöses tun, aber viel Spaß haben.“

Zusammen mit Gitte Anne Hansen, Hanne Dica Trøstrup, Susanne Jacobsen und Lise Birgitte Juul besucht sie donnerstags die Malkurse, die in der Gallerie Charlotte Amalie angeboten werden.

Die mehrfach ausgezeichnete Künstlerin Charlotte Amalie Marseillais lehrt ihre Schülerinnen einen intuitiven Zugang zur Malerei. „Jeder kann malen lernen“, so ihre Überzeugung. Mit geschlossenen Augen wählen die Teilnehmerinnen drei Farben, mit denen sie malen sollen. „So lernen sie etwas über Farbzusammensetzung, das Farbmischen, die Wirkung der Farben.“

Manchmal enteht aus anfänglicher Verzweiflung ob der Farbwahl ein Lieblingsbild, wie bei Susanne Jacobsen, die bereits seit 12 Jahren malt. Ihre Inspirationen stammen aus ihrer Umgebung und der Natur.

Susanne Jacobsen

Sollte das Bild gar nicht gefallen, darf man es auch übermalen. „Eine ziemliche Überwindung, wenn man daran die letzten drei Wochen gearbeitet hat,“ so Hanne Dica Trøstrup.

Hanne Dica Trøstrup

„Das Wichtigste für mich ist die Vertiefung während des Malprozesses. Malen bedeutet für mich Fantasie, Spiel und echte Lebensfreude, ein Rückzugsort in einem stressigen Alltag.“

In der Malgruppe treffen Anfänger auf Fortgeschrittene, hier ist für jeden Platz und Neuzugänge werden gerne gesehen. „Hier herrscht eine summende Atmosphäre voller Kreativität. Mich erfüllt das Malen mit großer Zufriedenheit.“ Lise Birgitte Juul aus Tingleff ist das erste Mal dabei und hat eine neue Leidenschaft entdeckt. Und schaut man sich ihr Erstlingswerk an, so schlummerte da schon lange ein unentdecktes Talent.

Lise Birgitte Juul

„Malen ist für mich ein Prozess, der Zeit braucht, eine Reise in mein inneres Univers. Manchmal fange ich morgens an zu malen und plötzlich ist es bereits 17 Uhr, ohne dass ich es bemerkt habe.“ Gitte Anne Hansens Bilder sind von Figuren und Gesichtern geprägt, wo Wirklichkeit und Fantasie aufeinander treffen und daraus Geschichten entstehen, die der aufmerksame Betrachter für sich entdecken kann.

Gitte Anne Hansen

Auch Lehrerin Charlotte Amalie ist mit einem ihrer Werke vertreten. Sie lädt ein, ihre Gallerie in Feldstedt zu besuchen. Dort hängen ihre Werke, wenn sie nicht auf Ausstellungen im In- und Ausland teilnimmt. In der zum Atelier umgearbeiteten Scheune finden die wöchentlichen Malkurse statt. „Kommt einfach unverpflichtend vorbei und schaut, ob es etwas für euch ist,“ so die Künstlerin. Vorerfahrung muss keiner mitbringen.

Charlotte Amalie Marseillais

 

Die Ausstellung in der Bücherei ist noch bis zum 12. Oktober zu sehen.

Frisch eingetroffen, eingearbeitet und für euch zum Ausleihen bereit.

Denkt daran, ihr müsst jetzt keine PIN mehr eingeben, um die Offene Bücherei zu benutzen,

die Krankenversicherungskarte ist ausreichend, täglich von 7-22 Uhr 🙂

Eine interessante Frage, der die Kinderreporterin Leni in der Sendung logo! von ZDF tivi nachgeht. Sie interviewt einen Leseforscher und erfährt, warum nicht alle Menschen gleich gut lesen.

Einfach mal anschauen 🙂 (<—- auf den Link klicken)

logo! -ZDF tivi

Zweimal im Schuljahr ist es soweit – die Deutsche Schule Rapstedt kommt gesammelt in die Bücherei und deckt sich für die nächsten Monate mit Lesestoff ein. „Hast du Die Tribute von Panem?“, fragt einer der älteren Schüler. Freudestrahlend stellt er fest, dass alle drei Bände da sind. Sie landen auf dem Bücherstapel, der langsam, aber stetig wächst. Renner sind die Sachbücher. Zwei Mädchen stöbern durch den Bestand der Koch- und Backbücher. „4 Bücher darf jeder mitnehmen,“ so die Erklärung. „Wenn wir uns nun zusammentun, können wir 8 Kochbücher ausleihen!“.

Wen wundert es, dass der Bestand der Trecker-Bücher leer ist, die Guinness-Weltrekorde und Lego-Bücher ausgeliehen sind? Ein paar Wimmelbücher und Comics, Kunst- und Tierbücher vervollständigen die Ausleihe.

Ganz schön anstrengend – Zeit für eine Pause!

Schwerbepackt und mit einem einstimmig lautem „Danke für heute!“ verließen Lehrer und Schüler frohgemut die Bücherei.

Problem gelöst!

Einige Unzufriedenheit gab es in den Sommerferien, weil der Scanner an der Eingangstür in einigen Filialen, u.a. auch hier in Tingleff, nicht immer zuverlässig auf die Eingabe des Pincodes reagierte und die Leser unverrichteter Dinge wieder abziehen mussten. Dies darf natürlich nicht vorkommen, deswegen haben wir Eure Hinweise dankend entgegengenommen und folgende Änderung veranlasst:

Ab sofort ist die Eingabe der Geheimzahl NICHT mehr notwendig. Es reicht aus, die Krankenversicherungskarte einzulesen, dann öffnet sich die Tür – Vorraussetzung ist allerdings weiterhin, dass man als Leser registriert ist. Zum Ausleihen gibt man wie gehabt Benutzernummer und Passwort ein.

Eigenhändig ausprobiert – die Tür öffnet sich leicht und unproblematisch 🙂

 

Jetzt sind sie bereits Zweitklässler! Gleich früh morgens klopfte es an der Eingangstür. Mit Bollerwagen bestückt stand die 2. Klasse vor der Tür, um ihre Themenkisten abzuholen – Fachliteratur zu einem Projekt bekommt man schließlich in der Bücherei!

Das Thema Bauernhof und Tiere wird sie noch ein paar Wochen beschäftigen. Aber zum Glück war heute auch noch etwas Zeit eingeplant, sich in der Bücherei aufzuhalten. Und ohne viel Zögern verteilten sich die Kinder in der Kinderecke, lasen, malten und spielten, bevor es wieder zurück in den Schulalltag ging.

Allen ein schönes Wochenende!

 

Alle Bücher können ausgeliehen oder reserviert werden!

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