Dramatische Musik durchflutete den Saal der Nachschule, in dem die 5. – 7. Klässler der Deutschen Schulen Pattburg, Tingleff und Buhrkall versammelt waren. Der Kölner Autor Markus Stromiedel war mit seinem Wohnmobil angereist, um vor versammelter Mannschaft aus seinem „Torwächter“ zu lesen. Im Rahmen der Kinder- und Jugenbuchwochen gastierte er im Norden und machte auch einen Abstecher nach Dänemark.

Das eindrucksvolle Titelbild stimmte, so wie die Musik, auf die spannende Geschichte ein, die Stromiedel auch mit Augenmerk auf männliche Wenigleser geschrieben hat. Einen Kniff, den er als versierter Drehbuchautor von „Tatort“ und „Großstadtrevier“ kennt, ist der Cliffhanger, mit dem seine Kapitel enden, so dass man „nur noch schnell weiterlesen muss, um zu sehen, ob es gut ausgeht“.

Danach war Fragestunde, in dem Stromiedel versprach, alle Fragen ehrlich zu beantworten, und zu begründen, wenn er Fragen nicht beantworten wollte. Das nutzten die Schüler ausgiebig. Besonders interessierte sie, ob man vom Kinderbuchautordasein leben könnte. „Nein“, so die Antwort, aber er sei ja auch Drehbuchautor und mache Lesungen. Sie bräuchten sich nicht zu sorgen. Ob seine Kinder seine Bücher auch lesen würden? „Ja“, sie seien die ersten, die die Manuskripte zu Gesicht bekämen. Ihre Kritik, positiv wie negativ, sei ihm sehr wichtig und würde in das Buch einfließen.

Auch die Nachschüler kamen in den Genuß der Lesung. Hier ging Stromiedel vermehrt auf das Dramaturgische ein. Wie schafft man es, Spannung zu erzeugen? Wie lange dauert die Szene, die sich im Buch über 6 Seiten erstreckt, in Wirklichkeit? Was bezweckt der Autor mit dem vorgelesenen Kapitel, warum beschreibt er die Situation auf diese Weise?

Die Lehrerin freute sich: „Das greifen wir morgen gleich im Unterricht auf!“ Und mit Autogrammkarten bewaffnet, verliessen die Schüler frohgemut den Raum.

Vielen Dank für einen unterhaltsamen, einfühlsamen, informativen Vormittag, Markus Stromiedel!