Mai 2019


Nächste Woche sind wir Montag und Dienstag für euch da. Den Rest der Woche haben wir, wie die Schule, ein verlängertes Wochenende. Ihr könnt die Bücherei wie gewohnt von 7-22 Uhr täglich mit der Gesundheitskarte benutzen.

Alle Bücher sind eingearbeitet und klar zur Ausleihe. Solltet Ihr einmal bestimmte Wünsche zu Neuerscheinungen haben, dürft Ihr gerne Bescheid geben.

Neidisch schauen die beiden Schweine über den Zaun auf den Futterteller des Truthahns. „Brodneid“ ist die Grafik tituliert. Sie ist eine der vielen Tierillustrationen aus den Jahren 1880 – 90, die jetzt in der Bücherei zu sehen sind.

Die Illustrationen stammen aus alten Familienmagazinen, die ab 1850 wöchentlich sonntags erschienen. Diese Vorgänger unserer heutigen Illustrierten hatten immerhin eine Auflage von 200.000 – 300.000 Stück und wurden gehütet wie ein Augapfel. Jahrgangsweise wurden sie gebunden, der Verlag bot dekorative Ledereinbände mit Goldschrift-Prägung an, die in der Bibliothek eines gutbürgerlichen Haushaltes ausgestellt wurden.

Die Erfindung des Holzstiches löste den Holzschnitt ab, der nur eine Wiedergabe in Schwarz-Weiß ermöglichte. Beim Holzstich wurden ganz feine Linien in hartes Holz gezogen, die die unterschiedlichsten Grauschattierungen, feine Tonabstufungen und Detailgetreue zuließen. Der in England erfundene Holzstich verbreitete sich schnell nach Deutschland und Frankreich und revolutionierte die populären Illustrierten, deren Nachfrage sprunghaft anstieg.

Die Leserschaft damals interessierte sich vorwiegend für Geschehnisse aus den Königshäusern, bekannte und unbekannte Tiere sowie Berichte aus den Kriegswirren.

Man hatte jetzt einen „Special Artist“ vor Ort, der im Kriegsgetümmel Szenen zeichnerisch festhielt und an die Redaktionen sandte, die sie dann als Holzstich anfertigen und drucken ließen. Vorher „erfand“ man solche Szenen im Atelier. In Deutschland nannte man sich Bildberichterstatter, man wollte ja nicht als Spezialartist mit Zirkusclowns gleichgestellt werden. Fotografien kamen erst ab dem Ende des 19. Jahrhunderts zum Einsatz, in den Anfangstagen hatte man eine zu lange Belichtungszeit, um bewegte Bilder festhalten zu können.

Die hier in der Bücherei ausgestellten Grafiken bestechen durch ihre Detailgetreue. Deutlich kann man sehen, dass sie als Illustration für ein Magazin gedacht waren. Sie sind nicht reine Tierdarstellung, sondern sollen eine Geschichte erzählen, „Action“ und Sensationen widerspiegeln. Kleine komische Tierepisoden bringen einen zum Schmunzeln, während andere Szenen schon fast zu realistisch sind.

Die Illustrationen wurden uns freundlicherweise von Hans Joachim Kürtz zur Verfügung gestellt und sind noch bis zum 12. Juli zu sehen.

 

Der Kindergarten Rapstedt hatte am Donnerstag zum Eltern-Café eingeladen.

Bei dieser Gelegenheit konnten die Eltern die Angebote des Bücherbusses und der Bücherei Tingleff kennenlernen.

Leider musste dieses Mal auf den Bus verzichtet werden, da er sich ungeplant in der Werkstatt befindet.

Einen kleinen Einblick bekamen die Eltern doch, bekamen Informationsmaterial und Lesetaschen mit.

Der große Hit bei den Kindern waren die Luftballons.

Vielen Dank an die tüchtigen Mitarbeiter des Kindergartens für die Einladung 🙂

Schönes Wochenende!

Am Freitag ist in Dänemark Buß- und Bettag / Store Bededag. Deshalb ist die Bücherei an diesem Feiertag ohne Personal, die Offene Bücherei steht euch aber wie gewohnt zur Verfügung. Nutzt die ungewohnte Stille zum Stöbern, Schmökern und In-Ruhe-Zeitunglesen.

Ein schönes langes Wochenende wünschen Anja und Mareike 🙂

Was fällt einem zum Thema „Schmetterling“ als Erstes ein? Richtig – die Kleine Raupe Nimmersatt, ein unsterblicher Bilderbuchklassiker von Eric Carle.

Heute gab es für die 0. Klasse richtiges Kino – sie durften den Film zum Bilderbuch sehen. Gerne hätten sie noch die anderen verfilmten Bilderbücher gesehen, aber es sollte ja noch gebastelt werden.

Eine kleine bewegliche Raupe auf einem Blatt wurde gerollt und geklebt. Eine Heißklebepistole macht ihrem Namen alle Ehre, stellten die Erwachsenen fest, die Kinder aber waren glücklich und spielten mit ihren Raupen.

Und während der Kleber trocknen durfte, gab es noch eine Runde „Raupen-Bingo“. Wer hat einen saftigen Apfel? Eine leckere Pizza? Eine orange Apfelsine? Ein süßes Eis? Oder die kleine Raupe? Ganz unbemerkt wurden dabei Adjektive geübt, Formen erkannt, Konzentration und Überblick geschult……

Konzentriert wurde die eigene Karte und die des Nachbarn studiert, bis plötzlich 4 Kinder gleichzeitig „Bingo“ riefen. Viel zu schnell war die Zeit herum, und mit ihren Raupen in den Händen ging es zurück in die Schule.