Annegret tauchte begeistert in die Geschichte der Seeefahrt ein, als sie das Buch über die Viermastbark „Peking“ im Bücherregal fand.

Peking – Schicksal und Wiedergeburt eines legendären Hamburger Segelschiffes

von Matthias Gretzschel

„Selten habe ich ein Sachbuch entdeckt, bei dem ich Lust hatte, es von Anfang bis Ende durchzulesen. Aber dieses Buch hat mich fasziniert!“

Es geht um das Schwesternschiff der „Passat“, die als Museumsschiff in Travemünde liegt.

Die „Peking“ gehört zu der Flying-P-Flotte, die sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Besitze der Reederei F. Laeisz befanden und aus 68 Schiffen bestand. Die Flying-P´s waren schnell, robust und wendig und steuerten Häfen in Chile an, um Salpeter nach Deutschland zu frachten. Dazu mussten sie auf einer gefahrenvolle Reise Kap Hoorn umrunden.

In den Weltkriegen wurden die Segelschiffe als Kriegsbeute beschlagnahmt und hatten eine wechselhafte Geschichte. Die „Peking“ kam im zweiten Weltkrieg in englische Hände, war Internatsschiff und wurde als Drehort für einen Miss Marple Film verwendet. In den 70er Jahren wurde sie nach New York geschleppt und erst nach 15jähriger Verhandlungszeit kam sie zurück nach Deutschland. In der Wewelsfleether Peterswerft wurde sie liebevoll restauriert und soll jetzt als Museumsschiff im Hamburger Hafen dem Publikum zugänglich sein.

Tolle Fotos und viel Hamburger Stadtgeschichte runden das Buch ab, das sich gut zum Verschenken eignet. Und Vorfreude auf einen Besuch auf der Viermastbark macht, wenn sie für das Publikum öffnet. Mehr zur „Peking“ findet man beim Förderverein.

Über Menschen von Juli Zeh

An Juli Zeh kommt man seit ein paar Jahren nicht vorbei. Spätestens ihr Roman „Unterleuten“ katapultierte sie in jeden Lesekreis. Nun ist „Über Menschen“ herausgekommen, den sowohl Ingela als auch Annegret auf ihrer Auswahlliste haben.

Die Anzahl der Personen und Erzählstränge, die das Lesen von „Unterleuten“ doch erschwerte, sind im neuen Roman erfreulicherweise reduziert. Wir entfliehen Corona nicht, denn der Roman spielt vor einem Jahr, als der erste Lockdown die Nation lähmte.

Juli Zeh verarbeitet ernste Themen in ihrem Roman: Stadtflucht, Rechtsradikalismus, Zerissenheit und Einsamkeit. Die Protagonistin zieht von Berlin aufs Land nach Brandenburg. Ihr neuer Nachbar ist Neonazi und wie so oft im Leben, liegen Gut und Böse dicht beieinander. Aber auch der Humor kommt bei Juli Zeh nicht zu kurz.

Ein gut lesbarer Roman, befindet Annegret.

Sucht man Ausflugstipp in der näheren Umgebung, dann braucht man nur in die Bücherei Hadersleben zu kommen. Hier wird man am neu eingerichteten Infopoint der Touristeninfo sicher fündig. Man kann sich am Infoschirm informieren oder in den ausgelegten Broschüren blättern. Hier findet man alles zu Radtouren in die schöne Haderslebener Umgebung, zu Ausflügen in den Dampark oder zu Schiffausflügen mit der „Helene“

Die Bücherei ist der einzige bemannte Infopoint in Stadtnähe. Hier findet man viel Inspiration (und Eigenwerbung ist erlaubt, wenn es um die gute Sache geht 🙂 )