August 2021


Wie sehr wir uns freuen, euch endlich (!!) wieder eine Ausstellung präsentieren zu können, könnt ihr euch sicher vorstellen. Wir starten mit etwas Besonderem:

Skurille Fische bevölkern die Bücherei – alle einzigartig, aus Treibholz hergestellt. Künstler Peter Grunewald wohnt in Flensburg. Er schreibt:

Seit mehr als 10 Jahren fertige ich Fische aus Treibholz. Das Treibholz sammle ich gemeinsam mit meiner Frau an Stränden unserer Region an der Ostsee in Deutschland und in Dänemark, aber auch gern im Urlaub, z.B. auf Korsika.

Das getrocknete Holz säge ich mit der Bandsäge grob zu und arbeite den Fisch mit unterschiedlichen Schleifverfahren heraus. Mir ist es am liebsten, wenn die Natur die Form des Fisches weitgehend vorgibt. Häufig bietet auch die Oberfläche des Holzes Anhaltspunkte für Schuppen, Kiemen oder andere Merkmale des Fisches. Diese vorhandenen Muster, Maserungen, eventuelle Bruchstellen oder Verwitterungen des Materials charakterisieren meine Objekte. Die Fische sollen möglichst naturbelassen bleiben. Es findet keine Behandlung mit konservierenden Stoffen statt. Das Holz ist in der Regel mit Salzwasser getränkt und entsprechend haltbar.

Jeder Fisch ist ein Unikat.  Alle Fische haben zwei unterschiedliche Seiten. Die Augen bestehen immer aus Naturmaterial, z.B. Perlmutt, Kokos oder Knochen. Mit einem Metallstab setze ich die Objekte auf einen Holzklotz oder Poller auf. Dabei füge ich alte afrikanische Perlen als kleinen bunten Übergang ein. Manchmal kommen auch Schwämme, Lochsteine, Fischwirbelknochen, Seesterne oder Seeigel zum Einsatz.  Auch die Holzklötze sammeln wir am Strand, sehr gern verwende ich z.B. alte Palettenklötze. Meine Fische gibt es in unterschiedlichen Größen, von der Miniaturform bis zu großen Fischen, die auf passenden Holzstelen stehen. Die Fische sind sehr individuell, zum Teil skurril und haben manchmal aussagekräftige Namen.

Das Suchen und Finden von interessantem Treibholz und der darauf folgende handwerkliche Prozess bis zum fertigen Objekt sind mir eine einzige Freude.

Wer sich in eines der Unikate verliebt hat, kann dieses käuflich erwerben.

und deshalb ist die Freude groß, dass jetzt die Kleinen des Pinguinhauses (Deutscher Kindergarten Tingleff) zu Besuch kommen.

Sechs Zweijährige lernen so von klein auf, wie schön es in der Bücherei ist. Zusammengekuschelt auf dem Sitzsack dürfen sie in Büchern blättern und die ersten Gegenstände erkennen und benennen.

Da gibt es Mähdrescher und Traktoren zu sehen. Bei dem einen Buch kann man die Seiten verlängern, indem man vorsichtig zieht, ein anderes Buch mäht wie die Ziege, um die es darin geht. Bei einem dritten kann man Klappen öffnen und nachschauen.

Schau mal, ein Traktor!

Jedes Kind durfte ein Buch verbuchen und bekam einen Stempel vor der Nachhausefahrt in ihrem Kindergartenmobil.

Büchereien im Einsatz für deutsche Sprache und Kultur

Volker Heesch Hauptredaktion 19. August 2021 Apenrade/Aabenraa Zuletzt aktualisiert um: 12:22 Uhr

Bei der Generalversammlung des Verbandes Deutscher Büchereien Nordschleswig waren rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer anwesend. Foto: Anke Haagensen

Generalversammlung in Apenrade: Peter Asmussen lobt als Vorsitzender des Verbandes Deutscher Büchereien Nordschleswig die Anpassungsbereitschaft und Kreativität des Personals in der Corona-Pandemie. Die Modernisierung der Bibliotheksarbeit steht weiter auf der Tagesordnung.

Der Vorsitzende des Verbandes Deutscher Büchereien Nordschleswig, Peter Asmussen, hat dem Personal der Zentralbücherei in Apenrade, den Filialen und den Bücherbussen seiner Organisation „Anpassungsbereitschaft und Kreativität“ in den zurückliegenden Monaten bescheinigt. „Auch in diesem Jahr hieß der Slogan außergewöhnliche Zeiten erfordern außergewöhnliche Maßnahmen“, sagte Asmussen in seinem Bericht während der Generalversammlung des Verbandes im am Mittwoch im Haus Nordschleswig. Er spielte damit auf die seit der Jahresversammlung vor gut einem Jahr erneut zeitweise wirksamen Betriebseinschränkungen im Zuge der Anti-Corona-Maßnahmen in Dänemark an.

Virtuelle Sitzungen

„Wir haben fünf Vorstandsitzungen abgehalten, davon einige virtuell“, so der Verbandsvorsitzende und berichtete, dass geplant sei, auch in Zukunft teilweise auf Zusammenkünfte am Bildschirm zu setzen, denn das habe eine höhere Präsenz ermöglicht. „Ich bin aber am liebsten persönlich mit den Kolleginnen und Kollegen zusammen“, fügte Asmussen hinzu. Er erläuterte, dass die Modernisierung der Bibliotheksarbeit weiter auf der Tagesordnung stehe. „Wir erweitern virtuelle Angebote und Nutzungen im Netz, aber auch die konventionellen Medien werden nicht verschwinden“, erklärte er.

Rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zur Generalversammlung des Verbandes Deutscher Büchereien Nordschleswig ins Haus Nordschleswig in Apenrade gekommen. Es wurden am Rande der Veranstaltung lebhaft Gespräche geführt. Foto: Volker Heesch

Ziel Exponierung in der Gesellschaft

„Unser Kernauftrag ist die Förderung der deutschen Sprache und Kultur“, sagte Asmussen und ging damit auf die zusammen mit der Geschäftsführung des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) verfolgte Linie ein, Angebote des deutschen Büchereiwesens noch stärker „in der öffentlichen Gesellschaft Nordschleswigs zu exponieren“. Mit dem Einzug der deutschen Bücherei ins Multikulturhaus in Sonderburg sei das bestens gelungen, was auch die Nutzungszahlen belegten. „Ein ähnliches Konzept hat sich in Hadersleben leider zerschlagen“, teilte Asmussen mit und nannte dafür „liegenschaftliche Gründe“.

In Hadersleben bleibt Filiale am aktuellen Standort

„Wir halten an unserer Filiale am Aastruper Weg fest, dort sind wir gut aufgestellt“, erläuterte der Verbandsvorsitzende die Zukunftplanungen in Hadersleben (Haderslev) und lobte die Büchereien als „Visitenkarten der deutschen Minderheit in Nordschleswig“, die im Zentrum der Gesellschaft platziert seien. Asmussen sprach den Vertretern der Schleswigschen Partei seinen Dank aus, die in allen Kommunen die Anliegen der deutschen Büchereien unterstützten. Dabei unterstrich er die Bedeutung der deutschen Einrichtungen, die örtliche Kulturszene zu bereichern: „Wir bedienen unsere Stammkundschaft, aber spielen auch eine Rolle als Förderer der deutschen Sprache und als Kulturvermittler gegenüber der Mehrheitsbevölkerung.“

Nichtsahnend komme ich morgens in die Bücherei und sehe, dass sich die Tonies gestern vergnügt haben.

Der Kleine Rabe, Tigerente und die Maus hängen kopfüber am Regal

und schauen auf Biene Maja und Kater Findus herunter.

Wer das wohl war?

und einen riesigen Stapel neuer Bücher vorzufinden, die nur darauf warten, eingearbeitet zu werden.

Als Allererstes wird geblättert und gestöbert, hier reingelesen, da noch mehr reingelesen und das Dritte gleich mit nach Hause genommen….

Falls ihr neugierig geworden seid, könnt ihr gerne die Bücher bestellen oder ausleihen 🙂

mit freundlicher Genehmigung von Hugendubel

Juhu – ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben – meine Chancen stehen bei dieser Menge nicht schlecht!

Last but not least – Hans aus Apenrade rundet unsere Sommerempfehlungen für dieses Jahr ab.

Seine Vorschläge beweisen, dass man nicht unbedingt in den Süden muss, um Urlaub zu machen. Das Schöne liegt so nah.

Hans nimmt uns mit nach Ringkøbing und Umgebung, wo er ein paar Tage in einem Bed & Breakfast Urlaub gemacht hat. Folgende Ausflugstipps hat er uns mitgebracht:

Flamingo Naturpark

copyright: Flamingo Naturpark

Einen Wunschbrunnen, die westjütische Freiheitsgöttin und die Klosterruine von Slyk, Biber, Pfauen und Eisvögel – all das findet man hier auf 60.000 m2, nur keine Flamingos.

Wieso heißt es dann Flamingo Naturpark? Besitzer und Frontmann Knud Christensen hat einen abwechslungsreichen Lebenslauf und liebt es, Geschichten zu erzählen. In früheren Jahren betrieb er die Flamingo Bar in Holstebro und züchtete Traber unter dem Namen „Flamingo Stutteri“. Deshalb gebot es sich fast von selbst, die Parkanlage „Flamingo Naturpark“ zu nennen.

Hier kann man in Ruhe spazieren gehen, sich im Café ausruhen oder auch im eigenen Zelt übernachten.

Enemærkets Hostagarten

Enemærkets Hostahave
copyright: Enemærkets Hostahave

Über 1700 verschiedene Hostas, sowie Rhododendren, Lilien, Hortensien und andere Immergrüne sind in diesem schönen Garten versammelt.

Hier kann man an einem Sommertag im Schatten spazierengehen und die Vielfalt bewundern. Auch eine Übernachtung kann man buchen und die Ruhe geniessen.

Laubjergs Rosengarten

copyright: Laubjergs Planteskole

Hier handelt es sich um ein Gartencenter mit angeschlossenem Rosengarten. Auf 10.000 m2 findet man über 5000 verschiedene Rosensorten. Viele davon kann man im Gartencenter käuflich erwerben, nachdem man sie in Blüte vor Ort erlebt hat.

Etwas ganz anderes ist das Luftfahrtsmuseum in Stauning.

Danmarks Flymuseum Stauning

copyright: Danmarks Flymuseum

Hier schlägt das Herz jedes Flugzeug-Fans höher. 50 verschiedene Flugzeuge aus den Jahren 1911 – 2000 kann man unter die Lupe nehmen. Verschiedene Propeller und Motoren sowie Modelle einzelner Flugzeuge komplettieren die Ausstellung.

„Alle, und jede für sich, sind einen Besuch wert“, urteilt Hans über seine Ausflugsziele.

Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht, unsere Sommerempfehlungen zu lesen und ihr habt Anregungen für euch mitnehmen können. Vielen Dank an die Kolleginnen und Kollegen für ihre Ideen.

mit freundlicher Genehmigung von Hugendubel

Gut zu wissen!!!!

Matthias freut sich auf folgendes Buch, das seit ein paar Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste steht:

Daheim von Judith Herrmann

Aufbruch in ein neues Leben, das alte hinter sich lassen. Den Kisten des Lebens wortwörtlich entfliehen. Das ist der Grundtenor in Judith Herrmanns neuem Buch, das für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war.

Die Ich-Erzählerin verlässt Ehemann und Ehe, Wohnung und Stadt und zieht in ein Haus am Meer, wo sie die Einsamkeit entdeckt. Sie lernt ihre Nachbarin Mimi und deren Bruder Arild kennen. In Rückblenden erfahren wir mehr von ihrem Leben, ihrer Begegnung mit dem Zauberer und der Ehe mit Ex-Mann Otis.

Wie bereits in ihrem vorherigen Buch „Aller Liebe Anfang“ wird Herrmanns eigene Art zu schreiben deutlich. Sie schreibt augenblicksbetont und fängt einfühlsam Stimmungen ein. Hier steht nicht die Handlung im Vordergrund, sondern der Augenblick.

„Nach Hause, sagt mein Bruder gedehnt. Nach Hause. Wie das klingt.
Ganz normal. Es klingt ganz normal.
Fühlst du dich hier zu Hause oder was. Draußen meine ich. In diesem Haus am Polder.
Ich sage, und was wäre wenn.“ Zitat aus „Daheim“

„„Daheim“ ist ein starker Roman, wahrscheinlich das beste Buch, das Judith Hermann geschrieben hat“ urteilt der Deutschlandfunk.

Wenn es um Wandertipps in Nah und Fern geht, ist man bei Matthias an der richtigen Stelle.

Schon einmal von der Insel Fur gehört? Im Limfjord gelegen, bietet die Insel ideale Voraussetzungen für Wanderfreunde. Die Insel steigt in den Norden an, so dass man dort eindrucksvolle Steilküsten erleben kann. Vor 55 Millionen entstanden aus den Schalen der Kieselalgen feinster Kalk, der die Landschaft auf der Insel prägt und im grösseren Stil abgebaut wird. Kieselgur findet nicht nur bei Hühnerhaltern Anwendung, sondern auch in Dämmplatten, dessen Beschaffenheit wärmedämmend und gleichzeitig atmungsaktiv ist und somit eine Dampfsperre überflüssig macht.

Eindrucksvoll ist die Bispehuen (Bischoffsmütze), ein Säule aus Kieselgur, die beim Abbau entstanden ist. Hier kann man Schichten des Kieselgurs, durchbrochen von schwarzen Schichten aus Vulkanasche, erleben.

Die Wege auf der Insel sind kurz, die gekennzeichneten Wanderwege 2 – 5 km lang, also auch für weniger bewanderte Urlauber machbar. Eine Insel voller Variationen und geologischen Entdeckungen. Wer Glück hat, kann sogar Fossilien finden.

Wer eine schöne Wandertour in der Nähe sucht, sollte sich nach Varnæs begeben. Die Tour um die Landspitze dauert ca. 2-3 Stunden.

Als Startpunkt bietet sich Naldtang an, schön an der Apenrader Förde gelegen. Hier ist die ehemalige Ferienkolonie „Naldtanglejren“ in den letzen Jahren wieder aufgebaut worden und kann von Kindergärten und Schulen gebucht werden.

Man folgt dem Wanderweg an einem See entlang, an / über Kuhweiden und Höhen in Richtung Varnæs Vig. Im Nørskov / Wald findet man ein Steinkammergrab (Varnæs Tykke). Ein Stück geht es entlang des Strandes, bis man auf die Steilküste trifft, auf deren Kuppe man zurück nach Naldtang wandert. Die Steilküstenstrecke ist landschaftlich am reizvollsten, mit Blick auf die Förde, umgeben von Schlehen und Weißdornhecken, die ab und zu zu einem Tunnel zusammengewachsen sind.

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!“ wusste schon Goethe.

Bücher kann man lesen und auch als Hörbuch hören. Letzeres bietet sich an, wenn man täglich eine lange Anfahrt zur Arbeit hat.

Ingela hat sich die ungekürzte Fassung von

Olga von Bernhard Schlink

angehört, gelesen von Burghart Klaußner.

„Eine Ehrung für starke Frauen“ , so äussert sich Schlink über seinen Roman.

Olga wird 1883 in Breslau geboren, die Eltern sind einfache Arbeiter. Nach dem frühen Tod der Eltern zieht Olga zu ihrer Großmutter nach Pommern. Mit viel Ehrgeiz und Fleiß gelingt es ihr, Lehrerin zu werden. Ihre nicht standesgemässe Liebe zu Herbert, dem Sohn des benachbarten Gutsbesitzers, nimmt ein Ende, als dieser auf einer Antarktisexpedition als verschollen gilt. Der uneheliche Sohn wird von einer befreundeten Bäuerin als Findelkind groß gezogen.

Die Familiengeschichte entfaltet sich: war es erst Olga, der wir folgen, wechseln wir im Mittelteil zu Ferdinand, den die alte olga ins Herz geschlossen hat, um im letzten Teilen zu den Briefen von Olga an Herbert zu gelangen, die Ferdinand Jahrzehnte nach dem Tod Olgas findet.

„Eine vielschichtige, starke Frau“, urteilt Ingela, der besonders den historischen Hintergrund spannend fand.

Der Apenrader Lesekreis hat das Buch gelesen, das allen gut gefallen hat. Sie widmen sich jetzt Wolfgang Borchert, dessen 100. Geburtstag im Mai gefeiert werden konnte.

Nicht nur Annegret aus Hadersleben hat das folgende Buch gefallen, auch Ingela empfiehlt

Über Menschen von Juli Zeh

In ihrem neuesten Roman, erschienen im März 2021, greift Juli Zeh die aktuelle Corona-Situation auf. Dora lässt das cornonagerammte Berlin und ihren Freund hinter sich und zieht aufs Land.

Ihre Arbeit als Werbetexterin kann sie auch im Homeoffice erledigen. Aber den eigenen Problemen kann man nicht einfach davonlaufen. Auf dem Lande wird Dora mit ihrer Einsamkeit konfrontiert, aber auch ihren Nachbarn. Da treffen Gegensätze und Klischees aufeinander. Ihr Nachbar nebenan sympathisiert mit den Neonazis und ist doch hilfsbereit und freundlich zu Dora.

Juli Zeh schreibt kraftvoll und nimmt sich aktueller Themen an, ohne dass das Corona Thema dominiert.

Weiter geht es mit verwandschaftlichen Beziehungen:

Schwester von Mareike Krügel

Im Januar waren Mareike Krügel und Ehemann Jan Christophersen von der Zentralbücherei Apenrade zur digitalen Lesung eingeladen. „Spannend“, fand Ingela und las mit Begeisterung den neuesten Roman Mareike Krügels „Schwester“.

Zwei Schwestern, zwei Leben – der Unfall der Schwester Lone, der sie ins Koma fallen lässt, ist für Iulia der Auslöser, sich mehr mit dem Leben der Schwester zu beschäftigen, von der sie eigentlich glaube, alles zu wissen.

Die Schwester arbeitet als freiberufliche Hebamme und Iulia springt für sie ein. Dabei lernt sie mehr über familiäre Beziehungen, unterschiedliche Lebensentwürfe und das marode Gesundheitssystem, als sie vorher geahnt hat.

Familien- und Frauenthemen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet hat Ingela gut gefallen und preist im gleichen Atemzug

Was wir Frauen wollen von Isabel Allende

an, ein Buch über starke Frauen und den Wunsch, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.

„“Wenn ich sage, dass ich schon im Kindergarten Feministin war, ehe man in meiner Familie den Begriff überhaupt kannte, dann ist das nicht übertrieben“, behauptet Isabel Allende gleich zu Beginn ihres neuen Buchs.“

Die Mutter kann sich ihren Traum, von der Malerei zu leben, im erzkonservativen Chile nicht erfüllen. Umso rebellischer ist ihre Tochter, die bereits in den 60er Jahren mit anderen Frauen die feministische Zeitschrift „Paula“ herausgibt.

„Ich will das Patriarchat stürzen. Ich weiß: ein ehrgeiziges Ziel. Frauen wollen, glaube ich, ein sicheres, angstfreies Leben führen, Kontrolle über ihren Körper haben, nicht dazu gezwungen werden, Kinder zu bekommen. Frauen wollen auf die Straße gehen, ohne sich bedroht zu fühlen. Sie wollen keine Opfer sein. Sie wollen dieselben Chancen haben wie Männer und denselben Respekt erfahren.“

Als letztes hat Ingela sich für ein Sachbuch entschieden:

Sie müssen da nicht alleine durch! von Martin Rauh-Köpsel

Ein Blick in die Praxis des erfahren Psychotherapeutens Martin Rauh-Köpsel: mit ungewöhnlichen Methoden hilft er Menschen, die von Ängsten bestimmt sind, die Traumata aufarbeiten wollen und ihre eigenen Pakete durchs Leben tragen. Hier hat er Fallbeispiele der letzten 25 Jahre gesammelt, manche skurril, manche tragisch und nicht alle gehen gut aus. Aber das Buch ist nicht nur gut geschrieben, sondern gewährt Einblick in die Psychotherapie und macht Mut, dass es doch Licht am Ende des Tunnels gibt.

An schönen Sommertagen zieht es Ingela zur Geltinger Birk. Hier kann man wunderschön im Naturschutzgebiet spazieren gehen, Hunderte von Vögeln beobachten oder sich am Strand sonnen.

„Natur als Kraftort“ fasst Ingela zusammen – es ist doch schön, dort zu wohnen, wo andere Urlaub machen 🙂