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Sommerempfehlungen von Matthias aus dem Bücherbus

Matthias freut sich auf folgendes Buch, das seit ein paar Wochen auf der Spiegel-Bestsellerliste steht:

Daheim von Judith Herrmann

Aufbruch in ein neues Leben, das alte hinter sich lassen. Den Kisten des Lebens wortwörtlich entfliehen. Das ist der Grundtenor in Judith Herrmanns neuem Buch, das für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war.

Die Ich-Erzählerin verlässt Ehemann und Ehe, Wohnung und Stadt und zieht in ein Haus am Meer, wo sie die Einsamkeit entdeckt. Sie lernt ihre Nachbarin Mimi und deren Bruder Arild kennen. In Rückblenden erfahren wir mehr von ihrem Leben, ihrer Begegnung mit dem Zauberer und der Ehe mit Ex-Mann Otis.

Wie bereits in ihrem vorherigen Buch „Aller Liebe Anfang“ wird Herrmanns eigene Art zu schreiben deutlich. Sie schreibt augenblicksbetont und fängt einfühlsam Stimmungen ein. Hier steht nicht die Handlung im Vordergrund, sondern der Augenblick.

„Nach Hause, sagt mein Bruder gedehnt. Nach Hause. Wie das klingt.
Ganz normal. Es klingt ganz normal.
Fühlst du dich hier zu Hause oder was. Draußen meine ich. In diesem Haus am Polder.
Ich sage, und was wäre wenn.“ Zitat aus „Daheim“

„„Daheim“ ist ein starker Roman, wahrscheinlich das beste Buch, das Judith Hermann geschrieben hat“ urteilt der Deutschlandfunk.

Wenn es um Wandertipps in Nah und Fern geht, ist man bei Matthias an der richtigen Stelle.

Schon einmal von der Insel Fur gehört? Im Limfjord gelegen, bietet die Insel ideale Voraussetzungen für Wanderfreunde. Die Insel steigt in den Norden an, so dass man dort eindrucksvolle Steilküsten erleben kann. Vor 55 Millionen entstanden aus den Schalen der Kieselalgen feinster Kalk, der die Landschaft auf der Insel prägt und im grösseren Stil abgebaut wird. Kieselgur findet nicht nur bei Hühnerhaltern Anwendung, sondern auch in Dämmplatten, dessen Beschaffenheit wärmedämmend und gleichzeitig atmungsaktiv ist und somit eine Dampfsperre überflüssig macht.

Eindrucksvoll ist die Bispehuen (Bischoffsmütze), ein Säule aus Kieselgur, die beim Abbau entstanden ist. Hier kann man Schichten des Kieselgurs, durchbrochen von schwarzen Schichten aus Vulkanasche, erleben.

Die Wege auf der Insel sind kurz, die gekennzeichneten Wanderwege 2 – 5 km lang, also auch für weniger bewanderte Urlauber machbar. Eine Insel voller Variationen und geologischen Entdeckungen. Wer Glück hat, kann sogar Fossilien finden.

Wer eine schöne Wandertour in der Nähe sucht, sollte sich nach Varnæs begeben. Die Tour um die Landspitze dauert ca. 2-3 Stunden.

Als Startpunkt bietet sich Naldtang an, schön an der Apenrader Förde gelegen. Hier ist die ehemalige Ferienkolonie „Naldtanglejren“ in den letzen Jahren wieder aufgebaut worden und kann von Kindergärten und Schulen gebucht werden.

Man folgt dem Wanderweg an einem See entlang, an / über Kuhweiden und Höhen in Richtung Varnæs Vig. Im Nørskov / Wald findet man ein Steinkammergrab (Varnæs Tykke). Ein Stück geht es entlang des Strandes, bis man auf die Steilküste trifft, auf deren Kuppe man zurück nach Naldtang wandert. Die Steilküstenstrecke ist landschaftlich am reizvollsten, mit Blick auf die Förde, umgeben von Schlehen und Weißdornhecken, die ab und zu zu einem Tunnel zusammengewachsen sind.

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah!“ wusste schon Goethe.

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