Kjeld Thomsen

Kjeld Thomsen Lokalredakteur

Die Lesetrainerinnen und ihre „Spieler“ in der Deutschen Bücherei Tingleff Foto: kjt

Büchereileiterin Mareike Poté hat in Absprache mit der Schule ein Lesetraining für Schülerinnen und Schüler ins Leben gerufen und kann dabei auf Mitstreiterinnen mit Erfahrung setzen. Pensionierte Lehrkräfte stellen sich kostenlos zur Verfügung. Mit den Trainerinnen wird nicht nur gelesen.

Kürzlich war Abschluss des Trainingsbetriebes. In der Deutschen Bücherei Tingleff trafen sich Schülerinnen und Schüler des Lesetrainings mit ihren Coaches, um die Lesesaison mit Eis und geselligem Beisammensein ausklingen zu lassen.

Büchereileiterin Mareike Poté hatte die Idee, ein kostenloses Lesetraining anzubieten und fand dafür Unterstützer.

Mit Brigitte Schumacher und Birte Nicolaisen stellten sich zwei ehemalige Lehrerinnen der Deutschen Schule Tingleff für ein wöchentliches Üben zur Verfügung. Auch Mareike Poté gehört dem Trainerstab an.

Haben eifrig in der Bücherei trainiert: (vorn v. l.) Waldemar (9 Jahre), Sebastian (9), Merle (11), Isabella (11) und Melanie (9). Hinten die Lesecoaches (v. l.) Brigitte Schumacher, Büchereileiterin Mareike Poté sowie Birte Nicolaisen. Foto: kjt

In der Hinterhand gebe es weitere Coaches, die einspringen können, wenn im kommenden Schuljahr neue „Spieler“ dazukommen sollten, so die Büchereileiterin.

Schule mit im Leseboot

Das Lese-Fitnesstraining wird über die Schule an die Elternhäuser weitervermittelt. Wer möchte, kann sein Kind einmal die Woche zum Training in die Bücherei bringen oder selbst hingehen lassen.

In der Auftaktsaison war eine kleine Mannschaft von knapp zehn Akteuren zusammengekommen, die Woche für Woche mit den Coaches nicht nur gelesen, sondern auch geschnackt und gespielt haben, denn das Lesetraining soll ein ganz ungezwungenes Miteinander sein.

Genau das sei für sie ausschlaggebend gewesen, sich von Mareike Poté überreden zu lassen, sagt Lesecoach Birte Nicolaisen.

Sie ist pensionierte Sonderschulpädagogin mit Fachgebiet Förderunterricht. Das Leseangebot sei aber kein Förderunterricht und keine Nachhilfe. Es sei ein Üben und Trainieren in lockerer Atmosphäre. Das sei ihr wichtig gewesen, wie sie sagt.

Lesen, spielen, schnacken

„Und dann ist die Bücherei ein sehr geeigneter Ort. Hier wird man ja regelrecht zum Lesen animiert, und es ist ganz normal, Bücher um sich herum zu haben“, so Birte Nicolaisen.

In der Bücherei gibt es nicht nur jede Menge Lesematerial, sondern auch Spiele, die bei jeder Trainingseinheit gespielt werden. Das Motto „Lesen macht Spaß“ soll vollends zum Tragen kommen.

Mit Erdbeeren bedankte sich Büchereileiterin Mareike Poté bei den Lesetrainerinnen Brigitte Schumacher und Birte Nicolaisen (v. r.). Foto: kjt

Die meisten des Leseteams mit Zweit- und Viertklässlerinnen und -klässlern signalisierten beim Abschlusstreffen gegenüber dem „Nordschleswiger“, eine weitere Saison nach den Sommerferien dranzuhängen zu wollen.

Sollten sich Neuzugänge ankündigen, dann ist Managerin Mareike Poté gern bereit, zusätzliche Coaches zu mobilisieren.

Interessierte Eltern und deren Kinder brauchen sich einfach nur an die Bücherei wenden, um im Trainingsbetrieb aufgenommen zu werden.