Leseförderung


Gruselgeschichten wirken am besten, wenn es dunkel ist. Und deshalb war die Taschenlampe das einzige Licht im Klassenzimmer der Deutschen Schule Rapstedt, bei deren Schein vorgelesen wurde. Etwas riskant an einem Montagmorgen, an dem die Wochenendmüdigkeit noch nicht ganz verschwunden ist. Aber die Klasse lauschte gebannt und hätte auch noch gerne das 3. und 4. Kapitel gehört, wenn es zeitlich möglich gewesen wäre. Zum Glück durfte das Buch in der Klasse verbleiben….

Magisch ging es weiter, nachdem es wieder hell wurde. Konzentriert schnippelte die Klasse kleine Fledermäuse aus Papier, malten sie schwarz aus, nur um dann zu hören, dass diese jetzt zerstört werden sollten.

magischer Zaubersaft

Magischer Zaubersaft wurde in ein Becken gefüllt, die gefalteten Fledermäuse hineingelegt und….

passiert da was?

oh Wunder, langsam entfalteten sich wie von Zauberhand die Flügel der Fledermäuse. „Das ist Magie“ stellte einer der Schüler fest!

Auf geht es ins neue Schuljahr mit neuer Klassenlehrerin und bald auch eigenem Büchereikonto. Die jetzige 1.Klasse kennt sich ja bereits bestens in der Bücherei aus, nachdem sie als Vorschulklasse regelmässig hier waren.

Und natürlich gehört zum eigenen Konto auch die eigene Büchertasche, die individuell bemalt werden konnte.

Viel Spaß beim Ausleihen!

Nach Tiptoi und Tonies noch ein elektronischer Spielkram in der Bücherei?

Sami, der Lesebär ist in der Bücherei eingetroffen. Was kann er und warum haben wir ihn angeschafft?

Mit den Tiptoi-Stiften kann man sich interaktiv mit dem Buch auseinandersetzen, kleine Spiele, Lieder usw. können angetippt werden. Tonies verschaffen reinen Hörgenuss, ähnlich der Kassetten oder CDs der Kindheit.

Sami, der Lesebär liest vor. Man setzt ihn an ein Sami-Buch und schon liest die Figur Wort für Wort vor.

„Jetzt brauchen wir unserem Nachwuchs gar nicht mehr vorlesen…“ mag der eine denken. Sinnvoll eingesetzt macht der Sami Bär aber Sinn. Leseanfänger können im Tandem-System gemeinsam mit der Figur lesen, um hinterher den Text alleine zu bewältigen. Unsere Kinder in Nordschleswig, oft mit einem dänischsprachigem Elternhaus, können den Text und Aussprache hören und üben.

Der Sami Bär ist also in der Schule und im Elternhaus einsetzbar.

Und was das Vorlesen angeht: Etwas Schöneres, als zusammengekuschelt bei einer spannenden Geschichte den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen, gibt es nicht. Schade, wenn man sich um diese Zeit des Miteinanders bringt.

Manchen Kindern fällt das Lesenlernen schwerer als anderen, und wenn die Klassengrösse ein individuelles Betreuen nicht möglich macht, ist Not am Kind.

Hier kommen die Lesepatinnen ins Spiel („für Lese-Omas sind wir noch nicht alt genug“ Zitat), die sich 2x die Woche in der Bücherei treffen und ausgewählten Kindern beim Lesenlernen helfen.

Wir waren in der glücklichen Lage, vier pensionierte Lehrerinnen gewinnen zu können, die mit der nötigen Gelassenheit und pädagogischen Professionalität den Kindern zuhören und helfen können.

Der Kontakt wird durch die Klassenlehrerin initiiert, die das Angebot entsprechenden Eltern unterbreitet. Haben diese Interesse, ist die Bücherei die Kontaktstelle zwischen Eltern, Kind, Klassenlehrerin und Lesepatin. Wie oft und wann mit dem Kind gelesen wird, sprechen Eltern und Lesepatin individuell ab. Die Räumlichkeiten der Bücherei und Materialien stehen zur Verfügung – und natürlich ist hinterher Zeit für eine Tasse Kaffee und einen gemeinsamen Schnack, während die Kinder in Büchern stöbern können, bis sie abgeholt werden.

5 Eberharts hat Valdemar heute vorgelesen – ein Erfolgserlebnis!

Die Silbenfärbung und die verschiedenen Lesestufen machen ein indivduelles Anpassen an die Lesefähigkeit möglich und machen Mut auf mehr.

Durch gezielte Fragen kontrollieren die Lesepatinnen, ob auch verstanden wird, was entziffert wird. Was ist das Mittelalter? Was ein Berggipfel?

Wer in der 2. Klasse Schwierigkeiten mit dem Lesen hat, hat es ohne Hilfe schwer, das Versäumte aufzuholen. Wie soll man dann in Mathe Textaufgaben bearbeiten, wenn man Mühe mit dem Entziffern hat?

Bis jetzt lesen vier Kinder regelmässig – und mit Begeisterung. „Valdemar, was sagst du dazu, 2x die Woche zu lesen, statt nur einmal?“ fragte Kiki ihn gestern. Ein großes Strahlen leuchtet auf seinem Gesicht und der Daumen geht nach oben!

Noch ist Kapazität bei den engagierten Lesepatinnen, das Angebot soll jetzt auch für die anderen Klassenstufen geöffnet werden.

Wegen steigender Nachfrage nach Medien zur Sprach- und Leseförderung haben wir jetzt folgende neu im Bestand :

Die Babblarnas

Die deutschen Kindergärten in Rapstedt, Bülderup und Tingleff arbeiten in frühkindlichen Spracförferung nach dem schwedischen Karlstad-Modell, entwickelt von Iréne Johansson. Mit Reimen, Liedern und den bunten Babblarna Figuren wird bereits im Krippenalter die Sprache gefördert. Drei verschiedene Babblarna-Boxen können bei uns ausgeliehen werden.

Auch diese Bildkarten werden zur spielerischen Sprachförderung eingesetzt, empfohlen ab 3 Jahren aufwärts.

Lesestart mit Eberhart

Fast wären wir verzweifelt: unser ”Eberhart” wurde und wurde nicht vom Buchhandel geliefert -der Grund für die 5 wöchige Lieferzeit: dem Verlag war das Papier ausgegangen….

Die ”Lesestart mit Eberhart”Bücher eignen sich wunderbar für die Leseförderung. Farblich abgetrennte Silben machen es einfach, auch längere Wörter zu lesen. Die über 50 Heftchen sind in 5 Schwierigkeitsstufen eingeteilt. Gerade schwächere Schüler können hier erste Erfolgserlebnisse sammeln.

Und spielerisch lässt es sich noch besser üben. Auch die ”Lese-Ratte” verwendet das Silbenprinzip der Eberhart-Bücher.

Von Pädagogen und Lehrern empfohlen!

„Zack!“ von Volker Schmitt und Màriam Ben-Arab

Lesen ist langweilig und auf Prinzessinnengeschichten keine Lust? Dann ist „Zack“ genau das Richtige.

Im besten Comic-Stil verschlägt es uns in die Piratenwelt. Bonny entdeckt am Strand einen schnarchenden Mann. Wenn das kein Pirat ist, mit dem feuerroten Bart und nur einem Bein! Leider kann sich dieser an nichts mehr erinnern. Kurzentschlossen tauft Bonny ihn Zack. Und was braucht ein Pirat noch? Na klar! Ein Holzbein, ein Schiff und eine Crew. Und ehe die beiden sich versehen, sind sie mitten im spannendsten Piratenabenteuer!

Schöne Illustrationen, wenig Text und ein mutiges Mädchen, das sich alles traut und für alles eine Lösung findet, da macht Lesen nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen Spaß! Schließlich kämpfen hier Piraten auf einem Seeräuberschiff….

Für geübtere Leseanfänger und insbesondere Lesemuffel bis 5. Klasse ein tolles Buch – sehr empfohlen und mit Spaß gelesen 🙂

Ein halbes Jahr ist es her, dass die Schule und die Bücherei gemeinsam arbeiten konnten. Alle Besuche waren unter Corona eingestellt. Heute dann der erste Outdoor-Besuch:

Die 0. Klasse war an ihrem Fachtag zu einer Buchstabenralley eingeladen, Startpunkt Hintereingang Bücherei.

Der Weg führte über den Friedhof zur Waldbühne in den Wald. 14 Buchstaben galt es zu finden, wie praktisch, da die Klasse aus 13 Schülern und Lehrerin Andrea besteht.

Auf der Waldbühne wurden die Buchstaben ausgelegt und das Lösungswort ergab:

„Siebenschläfer“

Und die Geschichte vom kleinen Siebenschläfer, der nicht aufwachen wollte, war dann auch der Abschluß unserer kleinen Buchstabenjagd.

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Die Vorbereitungen laufen – die 2. Klasse der Deutschen Schule Tingleff kommt zu einer Schatzsuche zu Besuch – könnt ihr raten, um welches Thema es geht?

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Kreativ hat Anja unsere Utensilien gebastelt 🙂

Nimm einen Gegenstand aus der Tonne – wo gehört er hin?

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In zwei Gruppen ging es auf Schatzsuche – die Aufgaben waren gut versteckt.

Mal mussten Wörter mit B auf einem Bild gefunden werden,

20160919_122421ein Memory gelegt werden,

20160919_123224Buchstaben auf den Rücken des anderen geschrieben werden,

20160919_124926mit Hilfe eines Spiegels erraten werden, um welchen Buchstaben es sich handelt oder

20160919_130301den eigenen Namen legen.

Für jede gelöste Aufgabe gab es einen Buchstaben, diese sollten am Ende nach einer kleinen Geschichte zu einem Wort gelegt werden.

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Gar nicht so einfach!

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Als Belohnung für die Mühen war ein Schatz versteckt worden.

Was da wohl drin war?

20160923_105123Vielen Dank an die eifrigen SchülerInnen der 2. Klasse – es hat viel Spaß gemacht mit euch!

und der Nordschleswiger live dabei.

nordschleswiger-24-09-2016Nordschleswiger, 24.09.2016

Die gesamte Deutsche Schule Rapstedt mit allen Lehrern, 20 Schülern und der Schulleiterin persönlich besuchten am Donnerstag die Bücherei, um sich für die Lesezeit der kommenden Monate einzudecken.

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Mit Begeisterung stöberten die Kinder in den Regalen und suchten sich ihre Lieblingsbücher aus.

Drei Bücher durfte jedes Kind aussuchen, da fiel die Qual der Wahl schwer:

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Nehmen wir nun die Disney-Bücher oder doch lieber das Märchenbuch? Oder ein Kochbuch für Kinder?

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Am besten, man liest erst mal in das Buch rein!

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So bringt Lesen Spaß!

Wenn ich mir die neuen Bücher ansehe, ist es doch relativ eindeutig, oder?

Aber keine Angst, wen das nicht interessiert, wir haben auch Kinder-Sachbücher zu Fußball, Pferdesport, Prinzessinnen, Deutschland und „Wie Kinder früher lebten“ bekommen. 🙂

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