wir empfehlen…


wünschte sich eine Leserin, die Agatha Christie Krimis liebt. Die skandinavischen Krimis sind ihr zu blutrünstig, die deutschen zu langweilig. So ein richtig schöner englischer Krimi mit Dorfidylle bei einer schönen Tasse Tee schwebte ihr vor.

Also bestellten wir extra für sie ein paar „Cosy Crime“ Bücher, wie es auf Gutdeutsch heißt…..

Allein das Cover verströmt ländliche Idylle. Yorkshire mit der Dales Detective Agentur.

Thomas Chatwin entführt uns nach Cornwall zu seiner ermittelnden Postbotin Daphne Penrose.

Noch weiter weg geht es, nämlich auf die Scilly Inseln, südwestlich von Cornwall. Ben Kitto ermittelt in diesen Büchern, in denen nicht ganz so viel dörflicher Charme, als mehr die raue Kargheit der windumtosten Inseln im Vordergrund steht.

Ganz etwas anderes sind die beiden obigen Bücher. Mit englischem Humor wird im Donnerstags Mord Club ermittelt, und zwar von den Bewohnern einer Seniorenresidenz! (Teil 2 ist bereits erschienen). Kate Saunders dagegen nimmt uns mit in das Jahr 1850, hier bessert sich die gerade verwitwetete Laetitia Rodd ihr Einkommen durch diskrete Nachforschungen auf. (Teil 1-3)

Und – unter uns – unsere alten Agatha Christie Krimis haben Bestandsschutz und werden nicht gelöscht – reine Nostalgie für inkarnierte Krimifans wie mich 🙂

„“Eine Frage der Chemie“ ist eines der besten Bücher, das ich seit langem zum Thema Frauen gelesen habe!! Vielen Dank dafür!!“

(So die begeisterte Rückmeldung unserer Leserin)

Elizabeth Zott ist eine Frau mit dem unverkennbaren Auftreten eines Menschen, der nicht durchschnittlich ist und es nie sein wird. Doch es ist 1961, und die Frauen tragen Hemdblusenkleider und treten Gartenvereinen bei. Niemand traut ihnen zu, Chemikerin zu werden. Außer Calvin Evans, dem einsamen, brillanten Nobelpreiskandidaten, der sich ausgerechnet in Elizabeths Verstand verliebt. Aber auch 1961 geht das Leben eigene Wege. Und so findet sich eine alleinerziehende Elizabeth Zott bald in der TV-Show „Essen um sechs“ wieder. Doch für sie ist Kochen Chemie. Und Chemie bedeutet Veränderung der Zustände … (Piper Verlag)

Seit 20 Wochen steht das Buch auf der Spiegel Bestsellerliste, die letzten vielen Wochen unangefochten auf Platz 1.

Unsere Leserin erzählt weiter:

„Ich hab’s in 3 Tagen gelesen – nachdem ich erstmal damit anfing, konnte ich nicht mehr aufhören…

Denke, man muss einige Kenntnis davon haben, wie Frauen in „Männerdomänen“ behandelt werden, um nicht in den Glauben zu verfallen, dass da was übertrieben ist…“

Wenn man da nicht Lust bekommt, in das Buch hineinzulesen….

Nur ein wenig Geduld müsst ihr haben – wir setzen euch aber gerne auf die Warteliste.

Habt ihr auch einen Buchtipp? Dann her damit! Wir freuen uns alle über neue Anregungen!

Nach Tiptoi und Tonies noch ein elektronischer Spielkram in der Bücherei?

Sami, der Lesebär ist in der Bücherei eingetroffen. Was kann er und warum haben wir ihn angeschafft?

Mit den Tiptoi-Stiften kann man sich interaktiv mit dem Buch auseinandersetzen, kleine Spiele, Lieder usw. können angetippt werden. Tonies verschaffen reinen Hörgenuss, ähnlich der Kassetten oder CDs der Kindheit.

Sami, der Lesebär liest vor. Man setzt ihn an ein Sami-Buch und schon liest die Figur Wort für Wort vor.

„Jetzt brauchen wir unserem Nachwuchs gar nicht mehr vorlesen…“ mag der eine denken. Sinnvoll eingesetzt macht der Sami Bär aber Sinn. Leseanfänger können im Tandem-System gemeinsam mit der Figur lesen, um hinterher den Text alleine zu bewältigen. Unsere Kinder in Nordschleswig, oft mit einem dänischsprachigem Elternhaus, können den Text und Aussprache hören und üben.

Der Sami Bär ist also in der Schule und im Elternhaus einsetzbar.

Und was das Vorlesen angeht: Etwas Schöneres, als zusammengekuschelt bei einer spannenden Geschichte den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen, gibt es nicht. Schade, wenn man sich um diese Zeit des Miteinanders bringt.

Elke Heidenreich ist als Schriftstellerin, Literaturvermittlerin, Schauspielerin und Kabarettistin einem großen Publikum bekannt.

Schnörkellos, gut verständlich, auf den Punkt gebracht und immer mit einem Quentchen Humor – so kennt man ihren Schreibstil.

Ingela aus der Zentralbücherei legt uns zwei ihrer Bücher auf den Stapel der Sommerlektüre.

„Hier geht´s lang“ – „Mit Büchern von Frauen durchs Leben“ ist eine sehr persönliche Biografie der Autorin. Heidenreichs Leben ist von früh auf an von Büchern geprägt und diese sind der rote Faden in dieser Biografie. „Sie schreibt dieses Buch, um nachzuvollziehen, wie Bücher von Frauen uns zu dem machen, was wir sind, um zu verstehen, was Literatur bedeutet, und um ihren Leserinnen Anregungen zum eigenen Lesen und Leben zu geben.“ so der Klappentext.

Und so finden wir hier den Trotzkopf neben Simone de Beauvoir, Colette neben Virginia Woolf, Tove Ditlevsen und Anaïs Nin. Nickend erkennen wir die Titel wieder. Aber Gedanken darüber, welchen Einfluss sie auf unser Leben gehabt haben, haben wir uns noch nicht gemacht.

Ingela fand es eine schöne Anregung, sich persönlich einmal damit auseinander zu setzen, welche Bücher für das eigene Leben bedeutsam waren.

In „Männern in Kamelhaarmänteln“ legt Heidenreich den Fokus auf Kleidung „Wir vergessen die Namen, die Geschichten, aber fast nie vergessen wir die Kleider.“ Und so lernen wir Kleider und Leute kennen, die Heidenreich im Laufe ihres bewegten Berufslebens getroffen hat. Raffiniert ist die Einteilung des Buches nach (Kleider) Farben und endet mit berühmten Kleidern der Filmgeschichte. Im Buch trifft man die 16jährige Heidenreich, ihre Freundinnen und Freunde, es wird erzählt von Liebe und Trennungen und es unterhält amüsant.

Ingela empfiehlt das Hörbuch, eingelesen von der Autorin selbst.

Einen Filmtipp zum Schluß:

Im Apenrader Literaturkreis hat man sich mit Hilde Domin und ihrer Lyrik beschäftigt.

In diesem Zusammenhang haben die Teilnehmer den Dokumentarfilm „Ich will dich – Begegnungen mit Hilde Domin“ gesehen. Die fast 70 Jahre jüngere Filmemacherin Anna Ditges durfte die Dichterin Hilde Domin auf ihren letzten zwei Lebensjahren begleiten.

Faszinierend war das Eintauchen in das bewegte Leben der jüdischen Dichterin und, mit diesem Hintergrundwissen, ihre Lyrik zu lesen.

Und auch das ist eine Empfehlung von Ingela: „Traut euch mal, Gedichte zu lesen. Es ist eine schöne Erfahrung.“

Ich freue mich immer, wenn ich von unseren Leserinnen eine Rückmeldung bekomme, wie ihnen das geliehene Buch gefallen hat. So in diesem Buch, in dem ein liebevoller Zettel steckte mit einer klaren Leseempfehlung.

„Fritz, der Gorilla“ ist unbedingt empfehlenswert. Die Leserin schreibt weiter, dass sie in der Kindheit Zoobesuche gemieden hätte, weil ihr die Tiere leid taten. Mittlerweile hat sich bei der artgerechten Haltung viel getan. Viel gelernt und vom Buch beeindruckt – es kann also auch anderen Lesern ans Herz gelegt werden.

Vielen Dank für die Rückmeldung!

Bilderbuch „Ein Kamel bleibt selten allein“

Was ist eigentlich schöner? Allein zu sein oder Freunde zu haben…?

Dieser Frage muss sich das Kamel Gunter stellen in seiner Wüstenoase. Plötzlich tauchen im Wüstensand Tiere auf…Kamele mit Namen Lou, Claire, Sven und Irmgard. Was kann man mit denen machen: Fußballspielen, oder verstecken oder eine Party feiern und tanzen. Man kann auch die Höcker verkleiden, Schätze suchen oder Wettrennen machen.

Irgendwann ist Gunter das alles zu bunt. Er ist platt von so viel Gesellschaft und beschließt: „Ein Kissen, eine Decke, ein Buch unter einem Baum – eine bessere Einheit gibt es wohl kaum“.

Ein Plädoyer für Gemeinschaft und Individualität mit etwas anderen Protagonisten in einer wahrlich bunten Farbauswahl – man kann beides gut haben – die Gemeinschaft und die Ruhe und das Alleinsein.

Ein witziges, fröhliches Bilderbuch im Farbenrausch mit Text in Reimform. Erschienen 2022 im Brunnenverlag. Text: Lu Fraser, Illustration: Sarah Warburton.

Erhältlich im Verband Deutscher Büchereien Nordschleswig.

von unserer Kollegin Silke Amthor aus der Zentralbücherei Apenrade für euch:

Der „Kastanienmann“ von Søren Sveistrup – das Hörbuch

Sveistrup ist Drehbuchautor und bekannt durch seine erfolgreiche Krimiserie „Kommissarin Lund – Das Verbrechen“ und der gleichnamigen Netflixserie „Der Kastanienmann“ – die 2021 an den Start ging.

Spätherbst 1989. Der Dienststellenleiter der Polizei, Marius Larsen, ist auf dem Weg zum Landwirt Ørum – seine Tiere sind wieder einmal entlaufen. Larsen kennt Ørum gut – immer wieder kommen Anzeigen von den Nachbarn, doch wirklich ändern tut sich nichts. Als Larsen auf den verwahrlosten Hof fährt, erwartet ihn eine unheimliche Szenerie und der Tag endet für ihn nicht so wie erwartet.

Gegenwart. Kommissarin Naia Thulin und ihr Partner Mark Hess werden zu einem Tatort gerufen. Auf einem Naturspielplatz in Kopenhagener Stadtteil Husum wird der entstellte Körper von Laura Kjær gefunden, sie ist 37 Jahre alt und hat einen kleinen Sohn. Über ihrem entstellten Körper schwingt eine Kastanienpuppe. Die kriminaltechnische Untersuchung entdeckt auf der Puppe den Fingerabdruck eines Mädchens. Dieses Mädchen verschwand vor einem Jahr, sie ist die Tochter der dänischen Sozialministerin Rosa Hartung.

Weitere Tatorte kommen hinzu und der Täter scheint immer sehr dicht an den ermittelnden Beamten und dem Geschehen zu sein…

Der Plot der Geschichte entwickelt sich stetig und entfaltet einen wahren Sog befeuert durch den sehr versierten Sprecher Richard Barenberg. Unaufgeregt, aber akzentuiert und immer im richtigen Tempo verleiht Barenberg der Geschichte den richtigen Drive – versteht es, den Leser mit auf eine unnachahmliche Reise zu nehmen, mitten hinein in die abtraumhafte Vergangenheit einer gequälten Seele.

Ein Hörbuch, dass für mich 5 Sterne verdient, sowohl für den literarischen Plot, als auch für die Sprecherleistung.

Das Hörbuch und das eBook steht in der „Onleihe zwischen den Meeren“ all unseren Lesern zur Verfügung, die Printausgabe kann man in unserem Büchereiverband ausleihen. Laufzeit des Hörbuches 921 min. Erschienen im Hörverlag.

Die Liebe zu Tieren und der Malerei begleitet ihn schon sein ganzes Leben – der 45jährige James Norbury wurde von dem Erfolg, den sein Buch mit dem Großen Panda und Kleinen Drachen hatte, überrascht.

Eigentlich hatte er Zoologie studiert, aber keine Anstellung gefunden. Auch vom Schreiben zu leben stellte sich schwieriger heraus als gedacht. So schlug er sich an der Armutsgrenze durch und half als Freiwilliger in der Telefonseelsorge bei den Samaritern aus.

In seiner Freizeit malte er und publizierte seine Bilder, versehen mit buddhisitsch anmutenden Sprüchen, im Selbstverlag.

Der intensive Kontakt mit Menschen am Rande ihrer Kräfte hat ihn berührt, und die Malerei hat ihm ein Ventil geöffnet. „Ich verstehe die Traurigkeit“, sagt er und diese Melancholie fließt ein in seine Bilder dieser ungleichen Freunde.

Winnie Puh trifft auf Buddhismus möchte man denken. Es steckt viel Schönheit und Weisheit in den Bildern, so einfach sie auch zu sein scheinen.

Die Rückmeldungen, die bei Norbury einströmen, machen ihm Mut auf Neues. “I get a lot of emails and messages telling me how much they have helped. Some people have even said they didn’t take their own lives because the pictures had given them new ways to look at things. If that can happen as a result of my drawings, that’s all that matters.”

Mittlerweile ist das Buch in mehr als 20 Ländern erschienen und der Traum von einem Gnadenhof für Tiere scheint erreichbar zu sein.

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Da liegen die Bananen aus dem Sonderangebot im Obstkorb und färben sich langsam von goldgelb zu braun-gesprenkelt. Keiner mag sie mehr essen, also ab in den Müll????

Nicht doch – es gibt so viele leckere Rezeptideen, da ist für jeden etwas dabei!

„Total Banane“ – das ist unser neues Bananen-Kochbuch von Banana-Bread bis Bananen-Curry. Schon beim Durchstöbern des Inhaltsverzeichnisses läuft einem das Wasser im Munde zusammen:

Bananenwaffeln mit Orangenjoghurt, Riesen Bananencookie aus der Pfanne, Banana-Split im Glas, Bananen-Eierlikör oder wie wäre es mit Nicecream, der Eiscreme aus gefrorenen Bananen? Wer es lieber herzhaft mag, kann sich an Boboti, einem afrikanischen Hackfleischauflauf mit Banane versuchen, oder doch lieber Süßkartoffelrösti mit Curry-Bananen?

Lasst euch inspirieren!

Das Leben ist nicht einfach, wenn man anders ist als alle anderen.

So viele Hunde gibt es auf der Welt und alle scheinen Spaß miteinander zu haben.

„Dackel sucht Freund“ von Maria Nilsson Thore ist ein wunderschönes Buch über Anderssein und Freundschaft.

Muss man sich anpassen, um dazu zu gehören oder muss man einfach akzeptieren, dass man alleine bleibt?

Nichts wünscht sich Dackel mehr als einen Freund. Er, der Kreuzworträtsel liebt, Kaffee trinkt und wichtige Stöckchen sammelt, kann wenig mit den anderen Hunden im Park anfangen. Und so findet er sich damit ab, alleine zu bleiben, bis eines Tages Pudel in sein Leben tritt…..

Ein hundiges Plädoyer dafür, der zu sein, der man ist. Sich nicht mit aller Kraft anzupassen zu versuchen, denn, wie meine Oma schon sagte: „Für jeden Topf gibt es einen Deckel!“

Zum Vorlesen ab 3 Jahren oder zum Selberschmökern, für Hundeliebhaber und alle, die es noch werden wollen.

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