Hannah Dobiaschowski vom Nordschleswiger kommt in die Bücherei und stellt sich euren Fragen zum Umgang mit der digitalen Zeitschrift. Bringt gerne euer Ipad, den Laptop oder das Handy mit.

Montag, 29. August

14 Uhr

in der Deutschen Bücherei Tingleff

Eine Zusammenarbeit des BDN Tingleffs, des Nordschleswigers und der Bücherei Tingleff

85 Zuschauer freuten sich darüber, den viel besprochenen Film „Der Krug an der Wiedau“ zu sehen. In einem babylonischen Sprachgemisch (Friesisch, Plattdeutsch, Deutsch, Dänisch und Sønderjysk) wurde ein Mord in der friedlichen, weitläufigen Marschenlandschaft an der Grenze zwischen Deutschland und Dänemark aufgeklärt.

Das Publikum quittierte die schnellen Repliken mit Lachern und ließ sich ansonsten von der Handlung fesseln. Zum Kaffeetrinken war erst hinterher Zeit. Eindeutiges Urteil des Publikums: „Hut ab vor den Leistungen der Laienschauspielern!“

Die drei Veranstalter (Aabenraa Bibliotekerne, Deutsche Bücherei Tingleff und BDN Tingleff) waren mit dem Abend sehr zufrieden. „Wie schön, dass so viele Leute gekommen sind!“

Wer den Film (noch einmal) sehen will, muss sich sputen. Noch sind einige Termine im Umland, einsehbar auf der Homepage des Filmes.

„Brettspiele sind ein typisch deutsches Phänomen!“ So behauptete Piet Schwarzenberger am Freitag und verwies auf die Anzahl von deutschen Spieleentwicklern, Verkaufszahlen und Spieleanzahl der Brettspiele in Deutschland.

Er ist ein bekennender Spieleenthusiast und – sammler, den wir für einen vergnüglichen Nachmittag eingeladen hatten. Knapp 20 Neugierige, vom Kindergarten – bis zum Großelternalter, folgten der Einladung und hatten einen schönen Nachmittag.

Nach einer Einführung packte er seine Spiele aus, auch unsere neuen kamen zum Einsatz.

Kniffelige Spielanleitungen sind meistens die Hürde, an der die Spiellust scheitert. Wie gut, wenn man einen Experten vor Ort hat, der den Spielern die Hemmschwelle nehmen kann.

Bei den Kindern wurde eifrig „Rüsselbande“, „Colorama“ und die Memory-Variante „Memoarrr“ gespielt. Die Erwachsenen versuchten sich an „Keltis“, „Port Royal“ und „Zug um Zug“.

„Das bringt Spaß“ so das einhellige Urteil nach 2 1/2 Stunden Spielspaß. Hier und da wurden Telefonnummern ausgetauscht, damit man sich mal zum Spielen verabreden kann. Die neuen Spiele wurden ausgeliehen und schon mit Hinblick auf Weihnachten mitgenommen.

Der Artikel des Nordschleswigers für Interessierte findet sich in der Online-Ausgabe.

 

 

Das letzte Erzählcafé im September wurde gut angenommen. Wieder laden die deutschen Vereine und Verbände in Tingleff ein. Diesmal steht das Erzählcafé unter dem Motto „Mein Lebensweg – Wege in Nordschleswig“. Die Leitung haben unsere beiden Pastoren Astrid und Ole Cramer.

Kommt gerne zu einem gemütlichen Abend bei Wein und Käsehappen im Gemeinschaftsraum der Deutschen Schule.

110 Schüler und Lehrer hörten Mittwoch Vormittag zwei Stunden lang gebannt zu, als Reinhard Laszig von seiner Kindheit in der DDR und der Flucht in den Westen erzählte. Vieles war den Jugendlichen unbekannt, aber durch die Fotos und den persönlichen Bericht wurde Geschichte lebendig.

Die Lehrer der Deutschen Nachschule Tingleff versprachen, den Vortrag im Unterricht nachzubereiten und auf Fragen zu antworten. Das Thema „DDR“ gehört mit zu den möglichen Prüfungsthemen, da passte dieser anschauliche Bericht ein Tag vor dem „Tag der Deutschen Einheit“ sehr gut in den Unterrichtsplan.

Abends füllte sich der Zuhörerraum mit Erwachsenen. 20 hatten sich angemeldet, aber immer mehr strömten herein und letztendlich fanden 40 Zuhörer einen Platz. Reinhard Laszig konnte bei diesem Publikum mehr in die Tiefe gehen und detaillierter berichten. Einige Zuhörer steuerten Persönliches zum Geschehen bei.

„Eine gelungene Veranstaltung“, da waren sich alle Beteiligten einig und bedankten sich bei den Laszigs, die extra aus Kiel angereist waren, und den Veranstaltern, BDN und Bücherei Tingleff.

 

 

 

„Lasst uns ein Erzählcafé anbieten, bei dem unsere älteren Mitbürger aus ihrer Vergangenheit erzählen können, gerade im Hinblick auf das kommende Jubiläumsjahr 2020,“ so der Vorschlag unserer Pastoren Astrid und Ole Cramer.

Gemütlich bei Käse und Wein zusammensitzen und miteinander plaudern, in der Erinnerungskiste stöbern und fast Vergessenes weitergeben, so die Idee – und BDN, Sozialdienst und Bücherei in Tingleff waren gerne mit dabei und halfen.

Rund 20 Besucher hatte der Abend, „ein Erfolg“, so die Cramers, wusste man doch nicht, ob diese Art von Miteinander Interesse finden würde.

Tat es. Wer nicht mobil war, konnte einen freiwilligen Fahrdienst anfordern und so am Abend teilnehmen.

Mit Gitarrenklängen und gemeinsamen Lied sowie ausgewählten Anekdoten aus der Tingleffer Chronik leitete Ole Cramer den Abend ein. Fotos von damals, vom alten Tingleff, von Griffel, Schiefertafel, Waschzuber und eisernem Bügeleisen brachten an den einzelnen Tischen die Gespräche in Gang.

„Schau mal!“ Eine 92jährige Dame kramte in ihrer Tasche und beförderte ein Schwarz-Weiß-Foto ans Tageslicht. „Das war unsere kleine Ponykutsche. Wir sieben Geschwister sind damals jeden Tag damit in die Schule gefahren. 3 Pferde standen vor der Schule. Unser kleines Pferd wollte immer nur nach links laufen, das war fürchterlich!“

„Kannst du dich noch an den Lockenbrennstab erinnern?“ „Meine Oma sagte, man riecht es schon, wenn man die Haare zu lange damit gebrannt hat.“

„Das da auf dem Foto ist doch das Haus von XX, da war ich damals in Stellung. Das ist längst abgerissen, aber der Baum steht noch. “

So ging es munter an den Tischen vor sich, die Zeit verging viel zu schnell.

Der nächste Termin ist schon festgesetzt: Montag, 18.11., trifft man sich wieder um 19 Uhr. Alle sind herzlich willkommen.

Spannender kann Zeitgeschichte nicht sein:

Am 2. Oktober, einem Tag vor dem „Tag der Deutschen Einheit“, kommt Reinhard Laszig aus Kiel nach Tingleff. Mit sich im Gepäck hat er seine eigene dramatische Geschichte: als jungem Mann gelang ihm 1973 nach mehreren gescheiterten Versuchen die Flucht aus der DDR. Doch seine Flucht hatte Folgen für den Rest der Familie.

Zeitgeschichte lebensnah dürfen die Schüler der Nachschule Tingleff vormittags erleben – sie kennen die DDR und den Mauerfall nur noch aus den Geschichtsbüchern.

Am Abend sind alle anderen herzlich zum Vortrag eingeladen. Der Eintritt ist frei, wir bitten aber um kurze Anmeldung.

Mittwoch, 02.10.2019

19 Uhr

Deutsche Schule Tingleff

In Zusammenarbeit mit dem BDN Tingleff.

 

Die Feierlichkeiten zum Jubiläumsjahr 2020 „100 Jahre miteinander“ nähern sich mit großen Schritten und auch in Tingleff wird gemeinsam gefeiert.

Was liegt näher, als einmal zurückzuschauen:“ Wie war es damals in den ersten Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts?“

Die deutschen Verbände Tingleffs (Sozialdienst, BDN, Kirche und Bücherei) laden ein zu einem Erzählcafé, bei dem gemütlich bei Wein und Käse von damals erzählt und zugehört werden kann.

Unsere beiden Pastoren Astrid und Ole Cramer werden den Abend moderieren. Kleine Auszüge aus der umfassenden Chronik Tingleffs werden vorgelesen und wer Lust hat, kann von damals erzählen, ob nun selbst erlebt oder von den Eltern / Großeltern gehört.

Um Anmeldung wird gebeten, auch, wenn ein Fahrdienst benötigt wird.

 

1918 – ein Jahr, dessen Ereignisse, wie der Matrosenaufstand in Kiel, die Zukunft Nordschleswigs beeinflussten. Frank Lubowitz führte die 25 Zuhörer, die sich trotz Schnee und Handball im Fernsehen nicht hatten abhalten lassen, gekonnt und mit kleinen Anedokten gespickt in die Geschehnisse der damaligen Zeit ein.

Gerade mit Hinblick auf die kommenden Feierlichkeiten „100 Jahre Wiedervereinigung“, die von dänischer Seite 2020 groß gefeiert werden, ist ein Rückblick auf die geschichtlichen Fakten wichtig.

Vielen Dank an Frank Lubowitz, der auf Einladung des BDN Ortsverein und der Bücherei nach Tingleff gekommen war.

Nordschleswiger, 19.01.2020

 

Gemeinsam mit dem BDN Tingleff laden wir zu einer spannenden Reise in die Vergangenheit ein. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung, der Eintritt ist frei!