Der Nordschleswiger. Eine deutsche Tageszeitung in Dänemark

Anke Haagensen

Anke Haagensen

„Hochstaplerin“ à la Tingleff: Büchereileiterin Mareike Poté hat kurz vor ihrem Ferienbeginn noch eine Bücherlieferung eingearbeitet. Foto: Anke Haagensen

Quasi auf den allerletzten Drücker hat die Tingleffer Büchereileiterin eine Bücherlieferung erhalten, die einigen ihrer großen und kleinen Leserinnen und Leser sicherlich die Herzen kleine Hüpfer machen lässt.

„So! Geschafft!“ Tingleffs Büchereileiterin Mareike Poté steht vor einem großen Stapel Bücher, die noch bei jedem Öffnen einen besonderen Knack-Laut von sich geben, wie es nur ganz neue Bücher tun.

Und genau darum handelt es sich bei dem Stapel um ganz neue Bücher, die zum Teil noch nach Druckerschwärze duften. Sie hat nun auch alle Bücher „eingearbeitet“, wie sie sagt. Sie sind mit speziellen Chips versehen, eingescannt und damit für den Verleih fertig.

Die Buchbestellung kam quasi auf den allerletzten Drücker in Tingleff an, sodass sie den kleinen und großen Leserinnen und Lesern noch während der Sommerferien Spannung und Entspannung zugleich bringen kann.

„Einige der Bücher sind schon vorbestellt. Von anderen weiß ich, dass sich meine Leserinnen und Leser schon richtig darauf freuen“, sagt Mareike Poté.

YouTuber Arazhul (bürgerlicher Name: Roman Fink ) ließ sich von seinen Followern zunächst beim Minecraft-Spielen über die Schulter schauen. Inzwischen ist der junge Mann aus Baden-Württemberg Bestseller-Autor und Herausgeber einer eigenen Comicserie. Foto: Anke Haagensen

Neues Comic-Universum

Ganz neu im Comic-Regal stehen künftig fünf Bände der Arazhul-Reihe. Eher zufällig war die Büchereileiterin über das Angebot des in Deutschland bekannten Game-YouTubers „gestolpert“, der besonders durch seine Videos zum Spiel Minecraft beliebt wurde. Nun gibt es auch Comics aus seiner Hand. „Gerade in dieser Woche hatte ich eine konkrete Anfrage und konnte sagen, dass ich die Comics schon ganz bald dahabe“, freut sich Mareike Poté, dass ihr Riecher, was dieses Arazhul-Universum angeht, offensichtlich richtig war. „Ganz bald“ heißt nun „ab sofort“.

Das Manuskript zu diesem Krimi wurde im Nachlass von Lucinda Riley gefunden. Foto: Anke Haagensen

Rileys erster und letzter Krimi

Gespannt ist die Tingleffer Büchereileiterin auch darauf, was ihre Leserinnen von einem posthum herausgegebenen Krimi der Bestseller-Autorin Lucinda Riley halten. Riley war vor allem der weiblichen Leserschaft von ihrer Sieben-Schwestern-Reihe ein Begriff. Die Nordirin erlag im Sommer 2021 im Alter von nur 56 Jahren einem Krebsleiden. „In ihrem Nachlass wurde das Manuskript eines Krimis gefunden, der jetzt herausgebracht worden ist. Das Manuskript soll aus dem Jahr 2006 stammen“, erzählt Mareike Poté. „Die Toten von Fleat House“ lautet der Titel des ersten und einzigen Riley-Krimis.

Miss Fischer ist eine emanzipierte junge Frau, die eine Leidenschaft für Mordfälle hat. Sie schert sich dabei nicht um Konventionen, wie sie in den 1920er Jahren im australischen Melbourne an der Tagesordnung waren. Foto: Anke Haagensen

Miss Fisher und ihre mysteriösen Mordfälle

Die Büchereileiterin selbst freut sich auf die Miss-Fisher-Krimis von Kerry Greenwood. „Das ist aktuell meine TV-Lieblingsserie“, gesteht sie. „Ich habe noch keines der Bücher gelesen, die dann schließlich in der TV-Serie verarbeitet wurden, aber ich habe mir erzählen lassen, dass die Bücher sogar noch besser sind. Das ist ja meistens so“, stellt sie augenzwinkernd fest.

Mareike Poté macht keinen Hehl daraus, dass sie Krimis mag. Nur zu blutrünstig sollten sie nicht sein, findet sie. „Und wenn man nebenbei noch etwas über die jeweilige Zeit, die zeitgenössische Politik oder das Land erfährt, dann finde ich es besonders interessant“, sagt sie und erzählt, dass sie ab und zu beim Lesen auch ihr Mobiltelefon zur Hand nimmt, um bei Bedarf etwas nachschlagen oder vertiefen zu können.

In Louise Pennys Krimi erfährt man viel über Land, Leute und Gesellschaft Kanadas. Foto: Anke Haagensen

Ihr Lieblingskommissar heißt Armand

„Meine Lieblings-Krimibuchserie ist derzeit die Chief-Inspector-Armand-Gamache-Serie von Louise Penny. Ihre Krimis spielen in der kanadischen Provinz Québec. Man lernt daher – ganz nebenbei – einiges über Kanada, über den Sprachenkonflikt englisch/französisch, über den Umgang mit der indigenen Bevölkerung und vieles andere mehr. Ich finde es immer toll, wenn mir Bücher einen Mehrwert geben wie diese Krimis von Louise Penny“, sagt Mareike Poté.

In dem großen Bücherstapel befinden sich auch wieder etliche Kinderbücher. Darunter auch besondere Leicht-Lese-Lektüre. Bei der Bestellung hat die Büchereileiterin besonders an die Mädchen und Jungen gedacht, die das Lesetraining-Angebot der Bücherei in Anspruch nehmen.

Besonders bei Mädchen ziehen Pferdebücher nach wie vor. Großen Gefallen haben die Jüngsten jedoch an den Geschichten von Ulf Blanck. Foto: Anke Haagensen

Kinderfavorit: Blanck

Das neueste Buch von Ulf Blanck darf natürlich auch nicht bei den Neuanschaffungen fehlen. „Blanck war im Rahmen der Kinderbuchwochen im vergangenen Herbst bei uns in Tingleff. Seitdem lieben ihn ,meine’ Kinder. Natürlich habe ich jetzt auch das neueste Buch der Drei-Fragezeichen-Kids beschafft“, unterstreicht Mareike Poté.

Die Bücher sind in die Regale einsortiert. Auch wenn die Leiterin ab Montag im Urlaub ist, so ist die Tingleffer Bücherei doch bis zum kommenden Donnerstag besetzt. Dann aber wird die Einrichtung bis zum 7. August nur noch als Offene Bücherei zur Verfügung stehen.

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WIEDERANGLIEDERUNG NORDSCHLESWIGS

Kjeld Thomsen Lokalredakteur Der Nordschleswiger

Zu „100 Jahre Miteinander in Tingleff“ ist eine kleine Chronik verfasst worden.Foto: DN

Gelungener Plan B: Statt eines Theaterstücks anlässlich 100 Jahre dänische Wiederangliederung Nordschleswigs haben deutsche Institutionen und Vereine coronabedingt ein kleines Geschichtsheft mit Anekdoten aus dem Tingleffer Raum herausgebracht. Das informative und zugleich amüsante Werk kann ausgeliehen werden.

Wie war es eigentlich damals in Tingleff und Umgebung, als die Grenze neu gezogen wurde und als mit der Wiederangliederung Nordschleswigs (Genforening) 1920 auf einen Schlag alles wieder dänisch wurde? Wie lief das gesellschaftliche Leben damals zwischen den deutsch und dänisch gesinnten Menschen ab, und welche Ortsansässigen nahmen damals besondere Rollen ein?

All diese Fragen und Ansätze könnte man doch anlässlich des Grenzjubiläums szenisch auf die Bühne bringen, so die Idee der deutschen Einrichtungen und Institutionen.

Der BDN-Ortsverein Tingleff, die deutsche Bücherei, die Nordschleswigsche Gemeinde und die Jündewatter Laienspielgruppe um Rolf Pfeiffer taten sich zusammen und beantragten erfolgreich Zuschüsse für eine Veranstaltung im Jubiläumsjahr der Wiederangliederung.

Corona kam dazwischen

An der Freilichtbühne sollte das Event stattfinden. Rolf Pfeifer, treibende Kraft der Jündewatter Laienspieler, machte sich ans Werk und begann, Theaterszenen auf Grundlage lokalhistorischer Informationen zu verfassen und dabei amüsante Momente einfließen zu lassen.

Dann kam Corona! Das Projekt mit Theater und Feier an der Waldbühne konnte nicht umgesetzt werden.

Was nun, fragten sich die Initiatoren. Sie hatten sich schon so viele Gedanken gemacht und auch Fördermittel über den Bund Deutscher Nordschleswiger, von der Kommune und dem „Genforenings“-Topf erhalten. Da müsste es doch eine Alternative geben.

Gesagt, getan. Statt kleiner Theaterszenen ist ein Chronikheft auf Deutsch entstanden mit Ereignissen und besonderen Persönlichkeiten im Raum Tingleff während und nach der Grenzziehung.

„100 Jahre Tingleff Miteinander – 100 år Tinglev i fælleskab“ lautet der Titel des 51-seitigen Heftes, das als „geschichtlicher und humorvoller Abriss des gemeinsamen Miteinanders in unserer Gemeinde“ gedacht ist.

Im Miteinander-Heft wird unter anderem auch die damalige Volkshochschule erwähnt.Foto: DN

Rolf Pfeifer stöberte in lokalhistorischen Werken und Archiven nach markanten und eben auch lustigen Ereignissen der damaligen Zeit und griff exemplarisch besondere Personen auf.

Beim Verfassen arbeitete das Redaktionsteam mit Rolf Pfeifer, Betty Weinschenck (BDN-Ortsvereinsvorsitzende), Büchereileiterin Mareike Poté und den Pastoren Astrid und Ole Cramer mit Hauke Grella zusammen, der als Leiter des Deutschen Museums in Sonderburg (Sønderborg) ein Auge auf die geschichtlichen Daten hielt.

So findet unter anderem die Geschichte der Volkshochschule mit der legendären Leiterin Martha Werther Erwähnung, die die Einrichtung von 1912 bis 1945 leitete.

Informationen und Anekdoten

Auch der Bürgermeister der ersten Stunden nach der Wiederangliederung, der Pastor, der Polizist, die Gemeindeschwester, ein bekannter Bauer, der Bibliothekar, die Lehrkräfte und sogar ein Hexenmeister jener Zeit werden in der Chronik beschrieben, stets ergänzt mit ausgefallenen Randnotizen zum deutsch-dänischen Miteinander.

Es gibt einiges zu schmunzeln, wie zum Beispiel über den Pastor, der damals eine Kutsche mit einem störrischen Pony zur Verfügung gestellt bekommt und seine Schäfchen nicht so richtig erreichen kann, oder über den dreisten Silberbesteck-Dieb von Jündewatt (Jyndevad), der sich schließlich als Elster entpuppt.

Das neue Auto für den Pastor, der mit einem Ponygespann einst nicht so gut zurechtkamFoto: DN

Amüsant auch die Geschichte über den Hofbesitzer Christian Jessen aus Brauderup (Broderup), der als begeisterter Leser Ende des 19. Jahrhunderts bei sich in der Stube die erste Bibliothek einrichtete und mit einem Holzkasten auf dem Rücken auch Bücher zu Leuten brachte. Er war gewissermaßen die erste (gehende) Fahrbücherei der Gegend.

Bringservice mit Hindernissen

Dass bei den Hausbesuchen auch mal der eine oder andere Schnaps angeboten wurde und Jessen am nächsten Tag die Route noch einmal ablaufen musste, da er nicht mehr wusste, wo er im Rausch den Bücherkasten gelassen hatte, lässt den Leser ebenfalls schmunzeln.

Polizisten von einstFoto: DN

Besonders lustig ist der Hausbesuch von Bürgermeister Martin B. Petersen 1928, als er auf der Suche nach Einnahmequellen für die Gemeinde als Vertreter der Versicherungsgesellschaft „Ny Danske“ bei einem deutsch gesinnten Bürger, ebenfalls mit Namen Petersen, anklopfte und sich mit „Petersen, Nye Danske“ vorstellte.

Der Heimdeutsche, als lustiger Zeitgenosse bekannt, antwortete mit: „Petersen, gammel Tysker“.

Die Leser können sich auf lustige Momente freuen. Das Heft ist nicht im Handel erhältlich, kann in der Deutschen Bücherei und in der dänischen Bibliothek aber ausgeliehen werden.

„Es sind mehrere Exemplare vorhanden. Jeweils so an die sechs Stück. Wir haben zudem den deutschen Schulen Hefte zukommen lassen“, so Rolf Pfeifer, der auch dem „Nordschleswiger“ ein Heft zur Verfügung stellte.

Das Jubiläumsheft zu 100 Jahre Grenzziehung kann in der Deutschen Bücherei und in der dänischen Bibliothek in Tingleff ausgeliehen werden.Foto: DN

Die büchereiegenen Exemplare werden gerade in der Zentralbücherei eingearbeitet und können voraussichtlich im Neuen Jahr ausgeliehen werden.

Wiederöffnung

Blumen für den ersten Büchereigast

Tingleff/Tinglev

Herzlich willkommen! Michael Marehn (r.) war der erste Gast nach der Corona-Zwangspause und wurde von Büchereileiterin Mareike Poté mit einem Blumenstrauß überrascht. Foto: kjt

Nach der Corona-Zwangspause hat die Deutsche Bücherei Tingleff seit Montag wieder geöffnet. Für den ersten Besucher gab es einen besonderen Willkommensgruß.

In Einkaufszentren, Museen oder Tierparks wird gern mal Gast Nummer 100.000 oder eine Million mit einem Präsent überrascht. In der Deutschen Bücherei Tingleff gab es am Montag Blumen für den allerersten Gast.

Es handelte sich schließlich um den ersten Besucher nach der langen Corona-Zwangspause. Das wollte Büchereileiterin Mareike Poté gern belohnen.

Über einen Blumenstrauß bei der Wiederöffnung konnte sich Michael Marehn freuen. Der gebürtige Berliner wohnt in Goldelund südlich der Grenze und fährt Linienbus für Sydtrafik. Er kommt dabei immer wieder durch Tingleff und nutzt freie Minuten, um für sich und seine Frau Lektüre auszusuchen.

„Wir haben darauf hingefiebert. Als es hieß, dass die Bücherei am 18. wieder öffnet, konnten wir es gar nicht erwarten. Meine Frau sagte mir, dass ich am Montag sofort hingehen soll“, so Marehn mit einem Schmunzeln.

Er und seine Frau würden gern und viel lesen, und da komme es sehr gelegen, dass die Bücherei wieder zugänglich ist, so der Busfahrer.

Seine Frau hatte am Montag gleich doppelten Grund zur Freude: Es gab endlich neuen Lesestoff und obendrein einen Blumenstrauß.

Quelle: Nordschleswiger – nordschleswiger.dk

 

Fröhliche verkleidete Kinder zur frühen Morgenstund – heute ist großer Faschingstag an den deutschen Schulen. Die 0. Klasse startete die Feierlichkeiten in der Bücherei. Da ging es turbulent und gut gelaunt zu.

Nach zwei Karnevalgeschichten durften die Prinzessinnen, die „Ladybugs“ (Nein, wir sind keine Marienkäfer!) und die Superhelden sich bewegen. Ballontanz, Eierlauf und Topfschlagen brachten Spaß und so in Stimmung gebracht, konnte in der Schule weiter gefeiert werden.

Wer mag, kann sich weitere Bilder im Artikel des Nordschleswigers anschauen. Einfach auf den Link klicken.

Am Jubiläumsjahr 2020 kommt keiner vorbei, egal ob man auf dänischer Seite die Wiedervereinigung oder auf deutscher Seite 100 Jahre deutsche Minderheit feiern kann.

Auch in Tingleff wird es dazu Veranstaltungen geben. „100 Jahre Miteinander in Tingleff“ wird mit einem Theaterevent am 16. Mai auf der Waldbühne gefeiert.

Aber lest selbst den Artikel.

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Das offizielle Logo zum Jubiläumsjahr

Kinder- und Jugendbuchwochen

Das Leben afrikanischer Kinder nähergebracht

Nasrin Siege las aus Bilderbüchern vor und erzählte viel über Afrika. Foto: kjt

Schüler der Deutschen Schule Tingleff haben eine Autorenlesung mit einem besonderen Schwerpunkt erlebt. Die Lesung regte zum Nachdenken an.

Autorin Nasrin Siege, Jahrgang 1950, stammt aus dem Iran und zog mit der Familie nach Deutschland, als sie neun Jahre alt war.

Sie wuchs in Hamburg und Flensburg auf, studierte später Psychologie und lebte viele Jahre in Afrika, wo sie sich unter anderem um Straßenkinderprojekte kümmerte.

Mit Gleichgesinnten gründete sie den Verein „Hilfe für Afrika“. Ihr Engagement in Afrika spiegelt sich viel in ihrer Arbeit als Autorin wider.

Illustration zu einer Geschichte aus Afrika Foto: kjt

Davon konnten sich am Freitag Grundschüler der Deutschen Schule Tingleff bei einer Lesung ein Bild machen. Mareike Poté, Leiterin der Deutschen Bücherei Tingleff, hatte die vielseitige Frau im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchwochen in die Schule eingeladen.

Afrikanische Märchen

Wie ist das Leben so in Afrika, was ist da ganz typisch, und was ist ganz anders? Das erfuhren die Kinder bei den kleinen Märchen, die Nasrin Siege vortrug.

Anhand ihrer Erzählungen, die sie mit Bildern untermalte, erfuhren die älteren Zuhörer der Klassen drei und vier auch, dass es viele Kinder in Afrika gibt, die Not leiden und nicht einmal ein Zuhause haben.

Die Dritt- und Viertklässler bei der Lesung in der Tingleffer Schule. Hinten Büchereileiterin Mareike Poté, die die Lesung organisiert hatte. Foto: kjt

Sie leben auf der Straße und haben oft nichts zu essen. „Der Hunger ist wie ein Löwe. Er brüllt, wenn er unzufrieden ist“, sagte Nasrin Siege.

Die Metapher griff sie mehrmals auf, und sie bezog die Schüler bei ihrem Gastauftritt immer wieder mit ein. Es war eine Mischung aus Lesung, Erzählung und Gesprächsrunde, die die Schüler zum Nachdenken anregte.

Wusste vieles über Afrika zu erzählen: Nasrin Siege. Foto: kj

Artikel Nordschleswiger, 15. November 2019

„Brettspiele sind ein typisch deutsches Phänomen!“ So behauptete Piet Schwarzenberger am Freitag und verwies auf die Anzahl von deutschen Spieleentwicklern, Verkaufszahlen und Spieleanzahl der Brettspiele in Deutschland.

Er ist ein bekennender Spieleenthusiast und – sammler, den wir für einen vergnüglichen Nachmittag eingeladen hatten. Knapp 20 Neugierige, vom Kindergarten – bis zum Großelternalter, folgten der Einladung und hatten einen schönen Nachmittag.

Nach einer Einführung packte er seine Spiele aus, auch unsere neuen kamen zum Einsatz.

Kniffelige Spielanleitungen sind meistens die Hürde, an der die Spiellust scheitert. Wie gut, wenn man einen Experten vor Ort hat, der den Spielern die Hemmschwelle nehmen kann.

Bei den Kindern wurde eifrig „Rüsselbande“, „Colorama“ und die Memory-Variante „Memoarrr“ gespielt. Die Erwachsenen versuchten sich an „Keltis“, „Port Royal“ und „Zug um Zug“.

„Das bringt Spaß“ so das einhellige Urteil nach 2 1/2 Stunden Spielspaß. Hier und da wurden Telefonnummern ausgetauscht, damit man sich mal zum Spielen verabreden kann. Die neuen Spiele wurden ausgeliehen und schon mit Hinblick auf Weihnachten mitgenommen.

Der Artikel des Nordschleswigers für Interessierte findet sich in der Online-Ausgabe.

 

 

Vorlesewettbewerb

Emily las am besten

kjt

Tingleff/Tinglev

Vorlesesiegerin Emily (r.) und Mitstreiter Jakob. Im Hintergrund (stehend) Klassen- und Deutschlehrerin Birte Kristensen. Foto: kjt

Sechste Klasse aus Tingleff ermittelte den Vorlesesieger. Zwei Schüler trauten sich vor die Jury.

Sehr lebhaft haben die Klassen fünf und sechs der Deutschen Schule Tingleff am Donnerstag die Deutsche Bücherei Tingleff betreten. Einen Augenblick später war es mucksmäuschenstill, und man hätte hören können, wie eine Stecknagel herunterfällt.

Dass sich die Schüler von dem einen zum anderen Moment so ruhig verhielten, hing mit dem Vorlesewettbewerb der sechsten Klasse zusammen, der erneut in der Bücherei ausgetragen wurde.

Mit Emily Schönewald und Jakob Krumbügel trauten sich nur zwei Schüler, vor den Schulkameraden und vor der Jury erst einen bekannten und dann einen unbekannten Text vorzulesen.

Die Jury mit den Lehrerinnen Birte Kristensen, Lena Laux und Carolin Schwab sowie Büchereileiterin Mareike Poté und Vorjahressiegerin Kimberly Kunkel legten sich auf Emily als Siegerin fest.

Die Zwölfjährige wird die Tingleffer Schule nun am 13. November in Apenrade beim Vorlesefinale aller deutschen Schulen in Nordschleswig repräsentieren.

Nordschleswiger, 31.10.2019

  

Kulinarischer Abend mit Rummelpot-Mann Ravn

Tingleff/Tinglev Zu einem Streifzug durch die nordschleswigsche Küche laden die Deutsche Bücherei Tingleff, die dänische Bibliothek, der Sozialdienst und der Hausfrauenverein aus Tingleff am Donnerstag, 31. Oktober, ab 19 Uhr ins örtlichen Bürgerhaus ein.

Der Journalist und ehemalige, langjährige Autor des Satiremagazins „Æ Rummelpot“, Sven-Erik Ravn, wird allerhand über die nordschleswigsche Esskultur erzählen und dabei so manche Anekdote auftischen.

Autor und Satiriker Sven-Erik Ravn spricht in Tingleff über nordschleswigsche Speisen. Foto: U. Levisen

Geschmacksproben gibt es auch. Koch „Dino“ vom „NygadeHuset“ in Apenrade wird unter anderem „Solæg“, den legendären Weißkohl, „Snysk“, Grünkohl und Brottorte servieren.

Die Teilnahme kostet 80 Kronen. Anmeldungen bei der deutschen Bücherei oder bei der dänischen Bibliothek (www.aabenraa.bib.dk).

Zitiert aus der Online-Ausgabe des Nordschleswigers.

Spannende Einblicke in die Arbeit einer Journalistin konnte Sara Wasmund vom Nordschleswiger am Sonnabend Vormittag vermitteln. In einem sehr kleinen Kreis bei Kaffee und Brötchen erzählte sie von der Arbeit an der ursprünglichen Tageszeitung, von der Umstellung auf die digitale Homepage und den damit einhergehenden Herausforderungen. Sie las aus der aktuellen Wochenendausgabe vor und erklärte, wie die Artikel zustande kommen. Der Newsletter, von dem sie einen stellvertretend präsentierte, gibt einen kurzen Nachrichtenüberblick des Tages.

Auch eine ihrer Kolumne hatte sie mit. Interessiert wurden Fragen gestellt und berichtet und so gingen alle bereichert in das wohlverdiente Wochenende: die einen hatten zu Zeitung allgemein und Nordschleswiger im Besonderen dazugelernt, die andere hatte ein, zwei Geschichten bekommen, die eventuell demnächst in der Zeitung erscheinen. Lokaljournalismus pur!