110 Schüler und Lehrer hörten Mittwoch Vormittag zwei Stunden lang gebannt zu, als Reinhard Laszig von seiner Kindheit in der DDR und der Flucht in den Westen erzählte. Vieles war den Jugendlichen unbekannt, aber durch die Fotos und den persönlichen Bericht wurde Geschichte lebendig.

Die Lehrer der Deutschen Nachschule Tingleff versprachen, den Vortrag im Unterricht nachzubereiten und auf Fragen zu antworten. Das Thema „DDR“ gehört mit zu den möglichen Prüfungsthemen, da passte dieser anschauliche Bericht ein Tag vor dem „Tag der Deutschen Einheit“ sehr gut in den Unterrichtsplan.

Abends füllte sich der Zuhörerraum mit Erwachsenen. 20 hatten sich angemeldet, aber immer mehr strömten herein und letztendlich fanden 40 Zuhörer einen Platz. Reinhard Laszig konnte bei diesem Publikum mehr in die Tiefe gehen und detaillierter berichten. Einige Zuhörer steuerten Persönliches zum Geschehen bei.

„Eine gelungene Veranstaltung“, da waren sich alle Beteiligten einig und bedankten sich bei den Laszigs, die extra aus Kiel angereist waren, und den Veranstaltern, BDN und Bücherei Tingleff.

 

 

 

Dramatische Musik durchflutete den Saal der Nachschule, in dem die 5. – 7. Klässler der Deutschen Schulen Pattburg, Tingleff und Buhrkall versammelt waren. Der Kölner Autor Markus Stromiedel war mit seinem Wohnmobil angereist, um vor versammelter Mannschaft aus seinem „Torwächter“ zu lesen. Im Rahmen der Kinder- und Jugenbuchwochen gastierte er im Norden und machte auch einen Abstecher nach Dänemark.

Das eindrucksvolle Titelbild stimmte, so wie die Musik, auf die spannende Geschichte ein, die Stromiedel auch mit Augenmerk auf männliche Wenigleser geschrieben hat. Einen Kniff, den er als versierter Drehbuchautor von „Tatort“ und „Großstadtrevier“ kennt, ist der Cliffhanger, mit dem seine Kapitel enden, so dass man „nur noch schnell weiterlesen muss, um zu sehen, ob es gut ausgeht“.

Danach war Fragestunde, in dem Stromiedel versprach, alle Fragen ehrlich zu beantworten, und zu begründen, wenn er Fragen nicht beantworten wollte. Das nutzten die Schüler ausgiebig. Besonders interessierte sie, ob man vom Kinderbuchautordasein leben könnte. „Nein“, so die Antwort, aber er sei ja auch Drehbuchautor und mache Lesungen. Sie bräuchten sich nicht zu sorgen. Ob seine Kinder seine Bücher auch lesen würden? „Ja“, sie seien die ersten, die die Manuskripte zu Gesicht bekämen. Ihre Kritik, positiv wie negativ, sei ihm sehr wichtig und würde in das Buch einfließen.

Auch die Nachschüler kamen in den Genuß der Lesung. Hier ging Stromiedel vermehrt auf das Dramaturgische ein. Wie schafft man es, Spannung zu erzeugen? Wie lange dauert die Szene, die sich im Buch über 6 Seiten erstreckt, in Wirklichkeit? Was bezweckt der Autor mit dem vorgelesenen Kapitel, warum beschreibt er die Situation auf diese Weise?

Die Lehrerin freute sich: „Das greifen wir morgen gleich im Unterricht auf!“ Und mit Autogrammkarten bewaffnet, verliessen die Schüler frohgemut den Raum.

Vielen Dank für einen unterhaltsamen, einfühlsamen, informativen Vormittag, Markus Stromiedel!

 

Mit einem kleinen Quiz zum Selberentdecken geht alles viel einfacher. Eine Klasse der Deutschen Nachschule Tingleff war heute in ihrem Deutschunterricht zu Besuch, um die Bücherei kennenzulernen. Und um es nicht zu theoretisch zu machen, wurden sie mit einem Quiz durch die Regale geschickt. „Jussi Adler-Olsen? Wer ist das? Kenne ich nicht. Ich lese keine Bücher.- Achso DER! Den liest meine Mutter – ich habe die Filme gesehen. Der ist gut!“

Und wieder einmal unsere Vorzüge betont, die für Dänen eine Selbstverständlichkeit sind und in Deutschland nur Wunschdenken: KOSTENLOS für alle, auch Bestellungen und Vormerkungen (außer man liefert zu spät ab…) und Offene Bücherei TÄGLICH von 7 – 22 Uhr.  🙂 🙂

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Nordschleswiger, 29.11.2016

Dass es eine deutsche Bücherei in Tingleff gibt, war den wenigsten der neuen Nachschüler bekannt. Dies zu ändern, haben sich die engagierten Deutschlehrer der Schule vorgenommen. Deshalb haben wir uns alliiert und ein paar Besuchstermine in den Deutschstunden abgemacht. Und gleich nach einer kurzen Einführung ging es mit einem Fragebogen durch die Bücherei. Selbst entdeckt behält es sich doch besser!

20160913_145340Man muss es ihnen lassen – sie waren mit Engagement dabei – und unsere rasende Reporterin vom Nordschleswiger war nicht weit:

20160929_135945 Und nach getaner Arbeit und Ausprobieren des Selbstverbuchers war noch Zeit für eine Ruhepause, ehe es wieder in den Unterricht in der Schule ging.

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Nachzulesen im Nordschleswiger:

nordschleswiger-30-09-20161Nordschleswiger, 30.09.2016

Vielen Dank – es hat Spaß gemacht mit euch!

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Wie ist es, wenn die Welt um einen herum still ist, man nichts hören kann? Ein befremdlicher Gedanke für die Schüler der Deutschen Nachschule Tingleff, die auf unsere Initiative hin Besuch von der Autorin Kathrin Schrocke bekommen hatten.

„Freak City“, so der Roman, den Kathrin Schrocke zum Ausgangspunkt nahm für ihre Lesung im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchwochen.

kathrin1Aber lest selber den Bericht der Schule zu dieser Lesung:

Donnerstag, 26.11.2015-
Kathrin Schrocke aus Essen liest in der Deutschen Nachschule Tingleff aus ihrem Buch „Freak City“. Nach den ersten anderthalb Kapiteln waren wir mit den Hauptpersonen des Buches vertraut, nicht aber mit der eigentlichen Problematik des Buches. Denn es ging um Gehörlose und Gebärdensprache. Kathrin Schrocke erzählte, dass sie zwei Jahre lang die Gebärdensprache gelernt hatte, bevor sie „Freak City“, welches es u. a. auch in polnischer, französischer, englischer, italienischer, litauischer und chinesischer Sprache gibt, geschrieben hat.
Damit wir, die Zuhörer, auch in das Thema eintauchen konnten, machte sie mit uns ein Quiz zum Thema „Wie kommuniziert man mit Gehörlosen?“ Das Ablesen von den Lippen und deutliches Artikulieren des Sprechenden sind einige der Möglichkeiten zur Kommunikation mit Gehörlosen.
Überraschend erfuhren wir, dass es in Deutschland verboten ist, in Schulen für Gehörlose, diese in Gebärdensprache zu unterrichten und dass es in den USA eine Universität für Gehörlose gibt wie auch, dass die Gebärdensprache nach Spanisch die häufigste Fremdsprache in den USA ist.

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Viele Fragen seitens der Schüler zeigten, dass ihr Interesse geweckt war. Sie wollten aber auch gerne wissen,wie Kathrin Schrocke zum Schreiben gekommen ist – schon an dem Alter von neun Jahren – wann sie ihr erstes Buch veröffentlicht hat – mit Ende zwanzig – und wie viel man pro verkauftem Buch verdient – max. 10% des Verkaufspreises, eher nur 5%.
Die Frage, ob sie sich per Gebärdensprache vorstellen könnte, erfüllte sie gerne. Verstanden hat diese Gebärden aber keiner – erst als sie „übersetzt“ wurden in „Bücherwurm“, was ihr als Name bzw. Kennzeichen von den Gehörlosen gegeben wurde. (Ingrid Berndsen)

Wer mehr über Kathrin Schrocke erfahren möchte, kann auf ihrer Homepage stöbern.

Vielen Dank an Frau Schrocke für ihren Besuch bei uns im Norden und an die Deutsche Nachschule Tingleff für ihre hilfsbereite professionelle Betreuung und interessierte Schülerschaft!

Macht schon mal ein Kreuz in euren Kalender:

Das alljährliche Schluxi-Fest, das Gemeinschaftsfest aller deutschen Vereine und Institutionenin und um Tingleff, kündigt sich an – und wir sind dabei, zusammen mit dem Nordschleswiger.

Dieses Jahr könnt ihr euch u.a. bei uns auf einen Bücherflohmarkt freuen, nähere Informationen folgen, wenn das Programm steht!

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Lässig schlenderte er durch den Saal auf die Bühne zu, mit lockerem Schlabbersweatshirt, ausgelatschten Turnschuhen, die Wollmütze tief ins Gesicht gezogen. Genüsslich fläzte er sich auf seinen Stuhl und begann übergangslos zu lesen.

Rasante Rollenwechsel, akrobatische Einlagen, ernste Szenen, russisch-deutscher Dialekt, cooles Jungengebaren – die Lesung wurde nie langweilig. Rainer Rudloff trat im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchwochen in der Deutschen Nachschule Tingleff auf.

DSC_0977Gebannt folgten die 9. und 10. Klassen der Deutschen Nachschule in Tingleff dem Ein-Mann-Theater auf der Bühne. Ab und zu ein lautes Kichern bei einer besonders witzigen Stelle, ansonsten war es mucksmäuschenstill im Saal.

Nach ein paar der szenischen Lesungen erzählte Rainer Rudloff etwas zum tragischen Lebens des Autors und ging über zum nächsten Autor, der zeigte, daß man Sachbücher auch unterhaltsam schreiben kann. („Ein deutscher Autor hätte ein Thema wie Umwelt-und Artenschutz langweilig und bierernst geschrieben, dieses Buch sprüht vor britischem Humor“), wovon sich die Schüler überzeugen konnten, ging es doch um Kondomkauf in China (nicht zu dem Zweck, für den sie gedacht sind – wer hatte so etwas gedacht?), was etwas schwierig ist, wenn man die Sprache des anderen nicht versteht und man auf Mimik und Gestik übergehen muss…….

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Interessiert stellten die Lehrer und Schüler Fragen und verlangten zum Schluß noch eine Zugabe, die sie auch bekamen. Im Anschluß an die Pause bekamen die 9. und 10. Klassen der Deutschen Schule Tingleff noch die Gelegenheit, Rainer Rudloff in Aktion zu erleben. Ein kurzer Bericht im „Nordschleswiger“.

Vielen Dank an Rainer Rudloff für die lebendige Lesung und an die Deutsche Nachschule, die wieder hervorragend für die Räumlichkeiten und die Technik gesorgt hat!

Wir sind dabei! Kommt ihr auch?

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indexGestern abend war es wieder soweit – unsere 2. musikalische Kaffeetafel lief vom Stapel. Der Erfolg des ersten Males hatte sich herumgesprochen und das Publikum strömte herbei. Tische und Stühle wurden knapp, aber man rückte einfach etwas zusammen, dann ging es schon. Schließlich wartete nicht nur musikalische Unterhaltung, sondern auch ein reichgedeckter Tortentisch auf die Gäste – und das Ganze noch für einen guten Zweck.

In Zusammenarbeit mit der dänischen Bibliothek in Tingleff und uns hatte Lars Myhre wieder ein buntes Programm für den Abend zusammen gestellt. Gerne hatten sich kleine und große Akteure aus Tingleff und Umgebung bereit erklärt, gestern abend aufzutreten.

Musikalische Kaffeetafel 24.02.2014 009Matthias Alpen, deutscher Pastor in Lügumkloster und neugewählter Senior der nordschleswigschen Gemeinde, eröffnete den Abend.

Musikalische Kaffeetafel 24.02.2014 006Christa Lyhne Abild hatte ihre Lucia-Mädchen dabei, die normalerweise im Dezember auftreten, diesmal aber frühlingshafte Lieder dabeihatten und mit viel Spaß bei der Sache waren.

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Die Deutsche Nachschule bot einen Vorgeschmack auf ihr kommendes Musical „Robin Hood“, das der alljährliche Höhepunkt des Schuljahres ist und alle Schüler involviert. Wer sich von dem fertigen Resultat überzeugen möchte, kann das am 26.3. in der Nachschule tun. Hier durften wir nur eine Kostprobe des feurigen Robin Hoods und seiner verliebten Lady Marian erleben.

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Beeindruckt war das Publikum von Andreas und Isabell Møller Brodersen mit Daniel Schrøder, genannt „The Angels“, die ein paar selbstgeschriebene Lieder präsentierten. Musikalische Kaffeetafel 24.02.2014 029aZuhause im Wohnzimmer hatten sich die beiden aus der 6. Klasse der Deutschen Schule Tingleff und Isabell aus der 3. Klasse zusammengesetzt, komponiert, gedichtet und geprobt.

Musikalische Kaffeetafel 24.02.2014 028Ja, und was wäre eine musikalische Kaffeetafel ohne die humoristische Einlage von Arne Lunding, der die Lacher auf seiner Seite hatte. Lahrs Myhre spielte auf, die Mitglieder des Kirchenchores sangen.

Musikalische Kaffeetafel 24.02.2014 036Und wer glaubte, sich nur berieseln lassen zu dürfen, hatte sich getäuscht. Gemeinsame Lieder auf deutsch und dänisch wurden mit Unterstützung des Chores gesungen.

Zum Glück wartete dann in der Pause der reich gedeckte Tortentisch, wieder liebevoll von Ines Jensen gebacken. Wer da noch hungrig nach Hause ging, hatte selber schuld. Teller und Tassen wurden bei den insgesamt über 100 Anwesenden knapp.

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Den krönenden Abschluß bildete das Tingleffer Feuerwehrorchester in voller Uniform und Lautstärke, die den Saal mitzureissen verstanden.

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Insgesamt kamen gestern abend knapp 1500,- Kronen Überschuß zusammen, die dem Alten- und Pflegeheim Grønningen in Tingleff gespendet werden. Der nächste Termin wird abweichend vom annoncierten Datum am

Montag, 31. März, 

stattfinden, weil es Überschneidungen mit anderen Veranstaltern gegeben hat. Alle sind herzlich eingeladen –

und wer noch ein klein wenig kalorienreiche Überzeugung braucht – guten Appetit!

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