1918 – ein Jahr, dessen Ereignisse, wie der Matrosenaufstand in Kiel, die Zukunft Nordschleswigs beeinflussten. Frank Lubowitz führte die 25 Zuhörer, die sich trotz Schnee und Handball im Fernsehen nicht hatten abhalten lassen, gekonnt und mit kleinen Anedokten gespickt in die Geschehnisse der damaligen Zeit ein.

Gerade mit Hinblick auf die kommenden Feierlichkeiten „100 Jahre Wiedervereinigung“, die von dänischer Seite 2020 groß gefeiert werden, ist ein Rückblick auf die geschichtlichen Fakten wichtig.

Vielen Dank an Frank Lubowitz, der auf Einladung des BDN Ortsverein und der Bücherei nach Tingleff gekommen war.

Nordschleswiger, 19.01.2020

 

Gemeinsam mit dem BDN Tingleff laden wir zu einer spannenden Reise in die Vergangenheit ein. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung, der Eintritt ist frei!


Das Schicksal der deutschen Flüchtlinge, die nach 1945 in Dänemark untergebracht waren – um dieses Thema ging es gestern abend. Der Vortrag von Frank Lubowitz sorgte für volles Haus.

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55 Zuhörer kamen teilweise von weit her in die Bücherei nach Tingleff, wesentlich mehr, als wir erwartet hatten. Bis zum letzten Platz war der Raum gefüllt. Stühle wurden hervorgefunden, um auch dem letzten Zuhörer einen Platz zu ermöglichen.

Unterbrochen von einer Kaffee- und Kuchenpause (danke fürs Backen, Anja!!) folgten die Zuschauer gespannt dem Vortrag des versierten Historikers. Viele waren persönlich betroffen, hatten als Kind die Unterbringung der Deutschen erlebt oder Familienmitglieder davon erzählen hören. Im Anschluss an den Vortrag war Zeit für Fragen, aber auch Augenzeugenberichte, die auf gespanntes Interesse der Zuhörer, aber auch des Vortraghalters stießen.

Die Berichte über Unterbringung, Verpflegung und Ausbildung in den Lagern, über Akzeptanz und Toleranz im fremden Land ließen Parallelen zur heutigen Zeit anklingen.

Dies war der erste Vortrag in Zusammenarbeit mit dem BDN Ortsverein Tingleff. Der zweite folgt am 16.03.2016, wo der ehemalige Skandinavien-Korrespondent des ZDF, Hans Joachim Kürtz, von seiner Zeit beim Fernsehen und seinen Erlebnissen im hohen Norden berichtet. Die Ankündigung folgt.

collage-peter-blumeDie Collage stellte uns dankenswerter Weise Hanns Peter Blume zur Verfügung.

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„Die Aufnahme und Versorgung deutscher Flüchtlinge in Dänemark von 1945 – 1949“

So der Titel zu dem Vortrag, den Frank Lubowitz, Leiter des Archivs/Historische Forschungsstelle der deutschen Volksgruppe in Nordschleswig, für uns vorbereitet hat.

Zum Inhalt kündigt er an:

„Am Ende des Zweiten Weltkriegs zogen die deutschen Soldaten, die Dänemark seit 1940 besetzt hatten, ab, zurück blieben annähernd 250.000 deutsche Flüchtlinge, die seit Februar 1945 nach Dänemark gekommen waren. Notgedrungen musste sich Dänemark ihrer annehmen, da die Grenzen geschlossen waren. Die Zeit des Aufenthalts in dänischen Flüchtlingslagern prägt bis heute die Erinnerung vieler ehemaliger Flüchtlinge. Dieser nur wenig bekannten Facette von deutschen Flüchtlingsschicksalen geht der Vortrag nach.“

Aus Gesprächen mit unseren älteren Lesern weiß ich, dass viele diese Zeit des Zusammenrückens noch deutlich in Erinnerung haben. Wir laden herzlich zu diesem frühabendlichen Vortrag ein, bei dem sicher auch der Austausch nicht zu kurz kommen wird.

Eine Anmeldung wird gerne gesehen, damit wir ausreichende Sitzgelegenheiten zur Verfügung stellen können. Dies ist der erste der Vorträge, die wir gemeinsam mit dem BDN Ortsverein Tingleff anbieten. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten.

Donnerstag, 26.01.2017

18.30 Uhr

Bücherei Tingleff

 

Wir freuen uns auf Euch!