Das Leben ist nicht einfach, wenn man anders ist als alle anderen.

So viele Hunde gibt es auf der Welt und alle scheinen Spaß miteinander zu haben.

„Dackel sucht Freund“ von Maria Nilsson Thore ist ein wunderschönes Buch über Anderssein und Freundschaft.

Muss man sich anpassen, um dazu zu gehören oder muss man einfach akzeptieren, dass man alleine bleibt?

Nichts wünscht sich Dackel mehr als einen Freund. Er, der Kreuzworträtsel liebt, Kaffee trinkt und wichtige Stöckchen sammelt, kann wenig mit den anderen Hunden im Park anfangen. Und so findet er sich damit ab, alleine zu bleiben, bis eines Tages Pudel in sein Leben tritt…..

Ein hundiges Plädoyer dafür, der zu sein, der man ist. Sich nicht mit aller Kraft anzupassen zu versuchen, denn, wie meine Oma schon sagte: „Für jeden Topf gibt es einen Deckel!“

Zum Vorlesen ab 3 Jahren oder zum Selberschmökern, für Hundeliebhaber und alle, die es noch werden wollen.

Ingela Wieking, Bibliothekarin in der Zentralbücherei Apenrade, hat die Artothek und die Hör-CDs unter ihren Fittichen. Auch bei zwei Lesekreisen ist sie treibende Kraft.

Offen für Neues probiert Ingela gerne die neuen Hör-CDs aus. Zsuzsa Bánk ist ein Geheimtipp, den sie uns ans Herz legen möchte. 

„Schlafen werden wir später“ ist der neueste Roman der deutschen Autorin ungarischer Abstammung. Die Briefromane des 18. Jahrhunderts zugrundelegend folgen wir dem (E-Mail) Austausch zweier Freundinnen, die beide in der Mitte des Lebens stehen, die eine verheiratet, drei Kinder, Schriftstellerin, die andere Lehrerin und kinderlos. Über mehrere Jahre hinweg folgen wir der tiefen Freundschaft der beiden Frauen, hören von ihren Lebensträumen, ihrem täglichen Kampf um Freiheit und Glück, ihrer Verwirklichung als Schriftstellerinnen – die Uhr tickt, „schlafen werden wir später“…..

Das Buch zeichnet sich durch die prosaische Sprache aus, melodisch, bildreich verbinden sich die Wörter.

Ein weiteres Buch dieser Autorin „Die hellen Tage“ nimmt uns mit in die Vergangenheit. Süddeutschland in den 60er Jahren. Wieder geht es um eine Freundschaft, diesmal zwischen der vaterlosen Seri, dem Zirkusmädchen Aja und dem introvertierten Karl. Es ist ein magisches Buch über glückliche Kindheitstage, aber auch über Erwachsensein und die Verluste, die jeder von ihnen erlitten hat und die ihr Leben beeinflussen. Die „Zeit“ ist begeistert von der Sprache, von „erzählerischen Paradiesmomenten“ ist die Rede.

Beide Bücher finden sich auch als Hörbücher, die überzeugend von Doris Wolters bzw. Ulrike Hübschmann gelesen werden.

Themen wie Frauen und Freundschaft, gerne in der Gegenwart oder näheren Vergangenheit, anspruchsvoll oder auch unterhaltend, bevorzugt Ingela in ihrer Auswahl.

„Dein perfektes Jahr“ von Charlotte Lucas gehört zu letzterem, ein Hörbuch fürs Herz, das ihr gerade durch die Lesung mit zwei Sprechern (Anna Thalbach, Devid Striesow) in verteilten Rollen gut gefiel. Hannah freut sich auf ein gemeinsames Leben mit Simon. Dieser erkrankt jedoch schwer. Um ihn aufzumuntern, schenkt Hannah ihm einen Kalender mit lauter positiven, lebensbekräftenden Alltäglichkeiten. Dieser Kalender fällt Jonathan Grief in die Hände….  Man hofft und leidet mit den Hauptfiguren.

Entscheidend für ein gelungenes Hörbuch sind, so Ingela, professionelle Sprecher oder Schauspieler, die gut zur Geschichte passen und den Inhalt überzeugend vermitteln können. Zu ihren Lieblingssprechern gehören Hannelore Hoger und Gert Westphal.

2014 bekam Patrick Modiano den Literaturnobelpreis. An sein Buch „Im Café der verlorenen Jugend“ hat sich Ingela vor kurzem gewagt und war positiv überrascht über den flüssigen, gut lesbaren Schreibstil des Autors. Wir sind im Paris der 60er Jahre, im Café Le Condé finden ruhelose Seelen eine Zuflucht und Halt. Mondiano schafft es, die Atmosphäre Paris zu vermitteln, man sitzt im Café und hört den Leuten zu, erfährt mehr über ihr Leben, ihre Hoffnungen und Sehnsüchte. Eine melancholisch-tragische Stimmung liegt in der Luft. Rätselhaft die Hauptfigur Jacqueline, die ihren Mann nach nur einem Jahr Ehe verlässt und spurlos untertaucht. Mondiano vermag, die vergangenen Zeiten der Studenten und Künstler im Viertel Saint-Germain-des-Près heraufzubeschwören. Ein Meistererzähler, so titelt der „Spiegel“, leider hierzulande noch zu wenig bekannt.

 

 

 

Robin Hood

Anja Wagner: Der Robin Hood Klub – Vier Freundinnen für immer

In dem Buch geht es um die Freundinnen Pia, Sina und Jojo, die ihren eigenen Klub, den „Robin Hood Klub“, gegründet haben.

Eines Tages kommt ein neues Mädchen in die Klasse. Tessa hat tomatenrote Haare, deswegen wird sie von den Jungen der Klasse geärgert. Auch die drei Mädchen mögen Tessa am Anfang nicht besonders, aber sie finden es nicht in Ordnung, dass Tessa gemobbt wird.

Deswegen helfen sie Tessa und finden heraus, dass Tessa gar nicht so doof ist, wie sie anfangs dachten…

Empfehlung:

Ich finde das Buch gut, weil die Mädchen helfen wollen. Ab 4. Klasse.

 JBR1

Ann-Sophie, 7. Klasse