Zugegeben – eigentlich hätte ich am Wochenende so viel erledigen wollen. Aber das graue, regnerische Wetter machte nicht gerade Lust auf Aktivitäten draußen – und so bot es sich an, einen Blick in Jojo Moyes neues Buch zu werfen.

Jojo Moyes – Weit weg und ganz nah

Bereits der Vorgänger „Ein ganzes halbes Jahr“ stürmte die Bestseller-Listen und so war ich gespannt auf das vorliegende Buch. Bereits das zarte Cover macht neugierig und erinnert von der Gestaltung her an den Vorgänger.

Jess Thomas ist alleinerziehende Mutter zweier Kinder und hält die Familie mit zwei Jobs nur notdürftig über Wasser. Der hochbegabten 10jährigen Tochter wird ein Mathematik-Stipendium an einer Privatschule angeboten, das jedoch an der Eigenfinanzierung des restlichen Schulgeldes scheitern wird. Einziger Ausweg ist die Teilnahme an einer Mathematik-Olympiade in Schottland, mit deren Preisgeld sich zumindestens das erste Schuljahr bezahlen.

So macht sich Jess mit Tochter, pubertierendem Sohn und sabberndem Riesenhund im Auto ihres Ex auf nach Norden – und wird bereits nach wenigen Straßen gestoppt, weil weder Autosteuer noch Versicherung bezahlt sind.

Ihr zur Hilfe eilt der zufällig vorbeikommende Ed Nicholls, Softwaregenie und des Insiderhandels angeklagt. Bis zur Verhandlung suspendiert, vertreibt er sich die Zeit mehr schlecht als recht mit reichlich Alkohol in seinem Feriendomizil, das von Jess geputzt wird. Er bietet Jess und Familie eine Mitfahrgelegenheit nach Norden an – und so beginnt die Odyssee nach Schottland. Wenn da nur nicht das Bündel Geldscheine gewesen wäre, das Jess zufällig bei Ed gefunden hat…..

Ein schönes Buch, herzerwärmend und romantisch, mutmachend und so gut geschrieben, dass man es in einem Rutsch lesen möchte – also genau das Richtige für einen verregneten Sonntag-nachmittag!

jojo