So titelt der „Nordschleswiger“ seinen Artikel über Barkentins Teater, das am frühen Montag Morgen in Tingleff gastierte.

Eingeladen von den beiden Büchereien in Tingleff kamen die Kleinsten zusammen mit ihren Tages- / Müttern oder den Krippenpädagoginnen. Was sich wohl in dem schwarzen Kasten verbirgt?

Zwei winzige sprechende Gummistiefel traten auf, die in Wasser plantschten oder untergingen und nass wurden. Alles Situationen, die die Kinder wiedererkennen konnten. Obwohl – sprechende Gummistiefel? Schließlich war es ein Theater ohne Worte! Und so konnte man auch nicht verstehen, was sie sagten, aber was gemeint war, ließ sich auch ohne Worte erfassen.

Wasser und die trocknenden Gummistiefel und Socken auf der Leine durften hinterher genauer untersucht werden…….

 

„Tingleff – gestern und heute“

Aus den Tiefen des Lokalhistorischen Archiv Tingleffs stammen die ausgestellten Bilder Tingleffs durch die Jahre.

Ein Blick vom Kirchturm Richtung Osten, einmal aufgenommen 1902, einmal 1925, einmal 1960. Wie hat sich Tingleff in den Jahren verändert!

Und lag der Bahnhof damals außerhalb der Stadt, nur über einen Fußweg über die Felder zu erreichen, ist er heute umgeben von Gebäuden, die im Laufe der Zeit ihre Bestimmung und Aussehen verändert haben.

Bahnhof, Schulen, Volkshochschule / technische Bereitschaftsschule, Apotheken zeigen sich hier durch die letzten 100 Jahre. Besonders spannend für mich ist natürlich Rabens Gasthof, der alte Kirchenkrug, in dem sich heute die Bücherei befindet. Sogar eine Kutschdurchfahrt gab es früher im Gebäude, auf dem Bilde rechts zu sehen.

KircheBücher zu Tingleffs Geschichte liegen griffbereit, so dass man ohne weiteres mehr über die Vergangenheit erfahren kann.

Die Ausstellung ist noch bis zu unseren Sommerferien Ende Juli zu sehen.

P.S. Das Lokalhistorische Archiv in Tingleff bittet darum, dass man alte Briefe, Fotografien oder andere Zeitdokumente, die nicht mehr benötigt werden, im Archiv abgibt – damit werden sie für die Nachwelt erhalten.

Tinglev Station før 1920Rund 80 interessierte Zuhörer kamen gestern zu einem spannenden Streifzug durch Tingleffs Geschichte, zu dem Tinglev Bibliotek und die Deutsche Bücherei eingeladen hatten.

Bent Pawlowski und Leif Christiansen vom Lokalhistorischen Archiv in Tingleff wussten lebhaft und anschaulich zu erzählen, wie sich Tingleff von einer kleinen Ansammlung von Höfen rund um die Kirche (und dazu gehört auch das Gebäude der Deutschen Bücherei) zu einer Kleinstadt mit eigenem Bahnhof entwickelte.

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Von mysteriösen Moorleichen war die Rede, vom Brand des Kirchturms, der das Blei auf dem Dach schmelzen ließ, von einer Mühle auf dem heutigen Zentrumplatz, die Stein für Stein aus Sonderburg abgebaut und in Tingleff wieder aufgebaut wurde.

Im Mittelpunkt aber stand der Bahnhof, der vor 150 Jahren, am 15. April 1864, eingeweiht wurde. Leif Christiansen hatte in mühevoller Recherche und Kleinarbeit ein Modell des Bahnhofes nachgebaut, nur an Hand von noch wenig existierenden Fotos.

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Gut konnte man den Wasserturm erkennen, der für die Befüllung der damaligen Dampflokomotiven benötigt wurde. Auch von den „Schwellenhäusern“ wurde erzählt, die man, für damalige Verhältnisse mit 70qm relativ groß, aus gebrauchten Eisenbahnschwellen baute.

Viele Kindheitserinnerungen wurden beim vorwiegend älteren Publikum wach, die noch als kleine Steppkes in der Remise gespielt oder Verwandte in den Schwellenhäusern besucht hatten. Gerade solche Erinnerungen sind für das Lokalhistorische Archiv Gold Wert, so konnten auf alten Fotos von Post- oder Eisenbahnmitarbeitern Personen identifiziert werden, bei denen man sich nicht ganz über den Namen im Klaren war. Bent Pawlowski rief noch einmal dazu auf, bevor man irgendwelche alten Fotos oder Erinnerungsstücke wegwerfe, doch erst das Lokalhistorische Archiv zu kontaktieren, damit diese für die Nachwelt bewahrt werden könnten.

Dies, so waren sich alle Beteiligten, ob Zuschauer oder Veranstalter, einig, war wohl nicht der letzte historische Abend in gemeinsamer Runde, die Liste der möglichen Themen ist noch lang.

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als Ankündigung zu unserer nächsten Veranstaltung „Als die Eisenbahn nach Tingleff kam“ am Donnerstag, 3. April, 19 Uhr im Bürgersaal.

Alle sind willkommen, der Eintritt ist frei.

Nordschleswiger

Noch eine Veranstaltung erwartet uns nächste Woche:

Bent Pawlowski und Leif Christiansen vom Lokalhistorischen Archiv laden uns zu einer Reise in die Geschichte Tingleffs ein. Am 15. April 1864 wurde der Bahnhof in Tingleff eingeweiht und kann damit sein 150jähriges Jubiläum feiern.

An das Eisenbahnnetz angeschlossen zu sein, hat Tingleff zum Verkehrsknotenpunkt in der Region gemacht. Hier kreuzten sich die Züge von Süd nach Nord und von West nach Ost.

Wie sich Tingleff vom Kirchspiel zur verkehrswichtigen Stadt entwickelt hat, werden die beiden unterhaltsam schildern, mit vielen alten Fotografien aus dem Archiv unterlegt.

Gleichzeitig wird ein Modell des Bahnhofes um 1930 im Foyer zu bewundern sein.

Es handelt sich erneut um eine Zusammenarbeit mit Tinglev Bibliotek, der Vortrag wird auf deutsch und dänisch gehalten. Der Eintritt ist frei.

 

Donnerstag, 03.04.2014 – 19 Uhr im Bürgersaal Tingleff

Tinglev Station juni 1887 nr  47-1