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Sommerempfehlungen – Silke ist begeistert von historisch-schwedischem Krimi

Ein kleiner Gruß aus dem Sommerurlaub – Silke Amthor aus der Zentralbücherei Apenrade schickt uns ihre Buchempfehlung per Mail:

Bildergebnis für 1793

1793

 

von

Niklas Natt och Dag

Erschienen 2019 bei Piper. 494 Seiten

Was verspricht man sich von einem historischen Roman? Spannung, Unterhaltung und Information. Das Buch muss so gut sein, dass man es nicht aus der Hand legen kann. So ging es mir mit 1793.

Geradezu meisterhaft erschafft der Autor ein Bild jener Zeit eingebettet in eine kriminalistische Handlung.  Ein verstümmeltes Bündel treibt in der schlammigen Stadtkloake Stockholms. Es sind die Überreste eines Menschen, fast bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Die Protagonisten sind ungewöhnlich und bizarr. Zum einen ist das der Jurist Winge, bei der Stockholmer Polizei für ungewöhnliche Verbrechen zuständig und zum anderen Cardell, ein Kriegsveteran mit einem Holzarm. Blutig geht es zu in diesem historischen Krimi, gewaltig und fast monströs, aber unglaublich fesselnd und unterhaltend. Wer sich nicht scheut vor blutigen Bildern und den menschlichen Abgründen, die es in jeder Zeit gab und gibt, ist mit diesem Buch bestens bedient.

Niklas Natt och Dag verstehet es meisterhaft zu schreiben und ist mehrfach ausgezeichnet worden für dieses Krimidebüt, unter anderem mit dem Schwedischen Krimipreis.

Als kostenloses Lesevergnügen erhältlich in den Bibliotheken des  Verbandes Deutscher Büchereien.

 

 

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Wie wäre es mit ein paar neuen Romanen zum Wochenende?

Präsentation1

Antoine Laurain – Der Hut des Präsidenten

Präsident Mitterand vergisst seinen Hut in einem Restaurant. Daniel, der am Nachbartisch sitzt, nimmt den Hut mit – und kurz darauf ist das Glück ihm hold, er steigt in seiner Firma auf. Der Hut bleibt bei einer Zugfahrt liegen und auch im Leben der neuen Besitzerin wendet sich alles zum Guten. So wandert der Hut von Hand zu Hand… – ein charmantes Buch mit etwas Magie, schaffte es auf die Spiegel-Bestseller-Liste.

Pamela Schoenewaldt – Die Tochter der Nachtigall

Cleveland, 1905.  Teresas Stimme bezaubert alle, die sie hören. Als „Neapels Nachtigall“ ist sie in der Neuen Welt bekannt. Doch sie hat ihre dunklen Seiten, ein unbeherrschtes Temperament mit unkontrollierten Wutausbrüchen. Wegen dieser mussten ihre Tochter und sie fluchtartig Italien verlassen und einen Neuanfang in Amerika wagen. Nun droht auch hier der Neuanfang zu scheitern. Ihre Tochter Lucia begehrt auf, sie will nicht länger Spielball der Launen ihrer Mutter sein, sondern ein selbstbestimmtes Leben auf eigenen Füßen führen. Ein Einblick in das Amerika der italienischen Immigranten Anfang des 20. Jahrhunderts.

William Boyd – Die Fotografin

Das schillernde, glamouröse Leben der Fotografin Amory Clay, die in den wilden 20er Jahren Berlins durch skandalöse Fotos aus Clubs und Bars Aufsehen erregte. Sie war Kriegsberichterstatterin im Zweiten Weltkrieg und zog danach nach New York. Zahlreiche Liebhaber säumten ihren Weg und doch starb sie am Ende einsam und allein. Zahlreiche Fotografien schmücken das Buch, man meint fast, es hätte Amory wirklich gegeben….

Monica McInerney – Das Schönste kommt zum Schluss

Jedes Jahr kommt der traditionelle Weihnachtsbrief an die gesamte Familie, den Angela Gillespie von ihrer Farm in Australien verschickt. Alles ist positiv, alles ist gut in diesem Brief. Da ihr dieses Jahr nichts Geschöntes einfallen will,  schreibt Angela sich erst mal – nur für sich bestimmt – ihren Frust über die Familie von der Seele. Unglücklicherweise wird dieses Dokument über den Verteiler an die gesammelte Verwandtschaft verschickt. So erfahren alle von familiären und wirtschaftlichen Problemen der anderen, von Angelas Sorgen und Ängsten. Gemeinsam stellen sie sich den Problemen. Monica McInerney schreibt detailreiche Wohlfühl-Familienromane, die in Australien angesiedelt sind. Wie die Vorgänger gerne zu empfehlen.

Hannes Nygaard – Das einsame Haus

Nordstrand im Wattenmeer – bei einem brutalen Banküberfall werden Kriminalhauptkommissar Johanns und die Bankangestellte Hansen als Geiseln genommen. Die Kollegen arbeiten fieberhaft daran, die Entführten zu finden, um sie zu befreien. Aber die Zeit läuft…

Wieder ein Nordseekrimi von Nygaard mit viel Lokalkolorit.

Bernhard Stäber – Kalt wie Nordlicht

Tief verschneit am Polarkreis will Psychologe Arne Eriksen an der Trauerfeier für eine alte Sami-Frau teilnehmen. Durch einen Schneesturm wird die Trauergemeinde von der Außenwelt abgeschnitten. Als ein Mord geschieht, sind sie auf sich selbst gestellt. Die Bedrohung wächst.

Ein kalter Krimi aus dem Hohen Norden, der einem Riten und Gebräuche der Samen näher bringt.

Liza Marklund – Verletzlich

Journalistin Annika Bengtzons letzter (?) Fall: Annika will neu anfangen, mit ihrer neuen Liebe Jimmy Halenius und den Kindern einen Aufbruch wagen, sich beruflich verändern. Doch dann verschwindet ihre Schwester Brigitta plötzlich.

Vieles, was in den vorangegangenen Bänden unvollendet war, wird hier aufgegriffen und abgerundet. Ist damit Schluss mit Annika Bengtzon?

Wir wünschen euch ein erholsames Wochenende mit Muße für ein spannendes Buch auf dem Sofa!

 

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„Der Hypnotiseur“ kommt ….

Hypnotiseur Film

Am 21. Februar ist es soweit – „Der Hypnotiseur“  von Lars Kepler kommt in die deutsche Kinos, verfilmt von Lasse Halström mit Mikael Persbrandt und Lena Olin.

Trailer zum Kinofilm

„Der Hypnotiseur“ ist das erste Buch des Autorenehepaares Alexandra und Alexander Andorihl, die zusammen unter dem Pseudonym Lars Kepler schreiben.

Eine brutal ermordete Familie, ein schwerverletzter Sohn, der nicht ansprechbar ist – und eine verschwundene Tochter, die der ermittelnde Kommissar Joona Linna finden muss, ehe der Mörder es tut. Er bedient sich einer unkoventionellen Lösung, indem er einen Hypnotiseur beauftragt, der dem Sohn den Tathergang entlocken soll. Damit beginnen die Probleme erst….

Hypnotiseur

Lasse Hallström ist zweifach für seine Arbeit als Regisseur für den Oscar nominiert worden. Zu seinen Filmen zählen „Das Leuchten der Stille“, „Hachiko“ mit Richard Gere, John Irvings „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ oder „ABBA – der Film“.

Mit Lena Olin und Mikael Persbrandt konnte er zwei hervorragende schwedische Schauspieler verpflichten, so dass gespannt auf den Kinostart warten!

Da mit „Flammenkinder“ (siehe Besprechung hier im Blog) bereits der dritte Teil von Lars Kepler um Kommissar Joona Linna erschienen ist, können wir ja auch auf weitere Verfilmungen hoffen.