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Geld ausgeben für leere Seiten?

Wir nähern uns dem Ende unserer kleinen Lieblings-Bilderbuch-Neuanschaffungspräsentation, kurz LBNAP. Mein Highlight zum Schluß:

Der Titel dieses Buches von Daniel Fehr und Lindsey Thomas ist Programm. Ein leeres Buch, voller weißer Seiten:

Oder vielleicht doch nicht? Blättert mal weiter und schmunzelt mit uns – so macht Bilderbuchvorlesen Spaß! Mit Erfolg ausprobiert an Versuchsobjekten vom Kindergartenalter bis zur 4. Klasse!
Welche Bilderbücher sind bei euch der Renner?

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„Eine schöne Bescherung!“ – Vorlesespaß zu Weihnachten

„Alle Schafe sind hellwach und gucken mit großen Augen in den Nachthimmel. Da oben steht ein neuer Stern und strahlt wie ein schönes Morgenlicht. Das ist bestimmt kein gutes Zeichen. Vielleicht sollte mal jemand die Hirten fragen. „Unsere Hirten sind weg! Spurlos verschwunden!“

So was ist noch nie vorgekommen. „Das wird bestimmt eine Katastrophe.““

Völlig allein stehen die Schafe auf der Weide und versuchen sich ein Reim davon zu machen, was in dieser Nacht wohl los ist. Mit gekonntem Witz wird die Weihnachtsgeschichte aus der Sicht der Schafe erzählt: dem Schaf mit dem Gipsbein, dem Schaf mit dem Seitenscheitel (das ist auch das einzige Schaf, das sich noch jeden Morgen von den Hirten kämmen lässt, wie peinlich!), dem Schaf mit der Zahnspange, um die sie von allen anderen Schafen beneidet wird, und den anderen.

„Mitten in der Nacht bin ich aufgewacht“ fängt das Schaf mit der Mütze mit krächzender Stimme zu erzählen an. „Zuerst habe ich so ein komisches Prickeln und Kribbeln am ganzen Körper gefühlt. Dann schwebte völlig lautlos eine riesige leuchtende Erscheinung herab. Aus heiterem Himmel fing eine hohe Stimme zu singen an – Fürchtet euch nicht. Ich bringe euch eine frohe Botschaft!“

Bei diesen Worten läuft den Schafen ein eiskalter Schauer über den Rücken. „Unsere Hirten aber fürchteten sich sehr. Plötzlich schwebten scharenweise leuchtende Gestalten auf unser Feld. Das war ein Singen und Jubilieren. Ich glaube, ich hab sogar irgendwo Trompeten gehört – “ „Und die Botschaft?“ drängelten die anderen. „Wie lautet die Botschaft?“

Das Schaf mit der Mütze denkt kurz nach. „Hab ich vergessen.“

Und so geht es weiter in der Geschichte, bis die Schaf endlich an der Krippe angekommen sind. Zu viel soll nicht verraten werden, aber lustig ist es allemal.

Eine schöne Vorlesegeschichte zur Weihnachtszeit ab 8 Jahren, die aber garantiert auch Erwachsenen Spaß macht.

(Ulrich Hub – Das letzte Schaf ) Zum Interview mit Ulrich Hub.

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Adventsvideos von bekannten Kinder- und JugendbuchautorInnen

copyright: Büchereizentrale Schleswig-Holstein

Auch dieses Jahr begleiten Autorinnen und Autoren der Kinder- und Jugendbuchwochen mit kleinen Videos durch die Adventszeit. Auch Ulf Blanck, der bei unserer diesjährigen Lesung die Kinder nachdrücklich begeistert hat, ist dabei.

Vorgelesenbekommen ist fast so schön wie Selberlesen – schaut mal rein!

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Schwer bepackt zurück in den Kindergarten

Freitags ist Büchereitag für den Kindergarten Tingleff. Hier warten zwei Geschichten im Bilderbuchkino auf die ungeduldigen Zuhörer. „Mach mal das Licht aus“ – so der Bescheid heute, wann geht es endlich los?

Als kleine Zugabe gab es heute für jedes Kind ein Buchgeschenk mit nach Hause. Glücklich zogen die Kinder zurück in den Kindergarten. Mama und Papa dürfen am Wochenende vorlesen – und Nachschub gibt es in der Bücherei 🙂

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Nicht zu übersehen, wer hier zu Besuch ist

Diesmal kam die Eisbärengruppe des Kindergartens Tingleff in die Bücherei. Voller Begeisterung machten sie beim Bilderbuchkino mit, entdeckten verschiedene Tiere in der Geschichte und wussten Fragen zu beantworten. Und da ist es egal, ob auf Dänisch oder Deutsch geantwortet wird, Hauptsache, die Antwort ist richtig.

Zeit zum Lesen und Spielen blieb hinterher auch. Die Tafel wurde in Beschlag genommen, und wer Glück hatte, fand einen Erwachsenen zum Vorlesen.

Ansonsten konnte man es sich alleine oder gemeinsam mit einem Buch gemütlich machen.

 

Und mit Stempel auf der Hand versehen, ging es zurück in den Kindergarten. Bis zum nächsten Mal!

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Vorlesen ist gar nicht schwer – ein paar Tipps für den Start – UND meine Lieblingsvorlesebücher momentan

Aktuell zum deutschlandweiten Vorlesetag bringt die KiNa Redaktion der SHZ folgende Vorlesetipps:

Nordschleswiger, 16.11.2017

Nicht vorenthalten möchte ich euch meine Vorlesefavoriten momentan. Kennt ihr schon Gerald, den Elefanten, und Schweinchen?

Mo Willems ist mit diesem Freundespaar ein Geniestreich gelungen. Auf ca. 50 Seiten begegnen wir den beiden, comicartig gezeichnet, sehr ausdrucksstark, nur wenig Worte in einer Sprechblase. In „Das Buch über uns“ finden Gerald und Schweinchen heraus, dass sie von einem Kind gelesen werden. Sie amüsieren sich köstlich darüber, dass der Vorleser genau das lesen muss, was sie sich ausdenken….

Aber, oh Schreck, gleich ist das Buch zu Ende….

Dabei haben die beiden noch so viel zu erzählen, noch so viele Wörter……

Mittlerweile sind drei Bücher auf deutsch erschienen. Ob ich diese Bücher mit dem Kindergarten lese oder als Rollenspiel mit der 3. Klasse, alle sind gleichermaßen begeistert (und die Erwachsenen lachen lauthals mit…). Das macht ein gutes Vorlesebuch aus!

Zum Glück sind im amerikanischen Original insgesamt 25 Bücher erschienen, auch dort preisgekrönt und sehr erfolgreich, wir können uns also auf Nachschub freuen!

Viel Spaß beim Vorlesen heute!

 

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Ab wann lest ihr denn euren Kindern vor?

Foto (KOK)

Alljährlich erscheint in Deutschland im November die Vorlesestudie mit wechselnden Themen, herausgegeben von der Stiftung Lesen, Die Zeit und Deutsche Bahn Stiftung.

Dieses Jahr untersuchte man, ab welchem Alter Kindern vorgelesen wird und welche Beweggründe die Eltern dafür haben.

Das Fazit der Studie:  Mehrheit der Eltern fängt zu spät mit dem Vorlesen an!

„55 Prozent aller Eltern lesen ihren Kindern in den ersten zwölf Monaten nicht regelmäßig vor. In 28 Prozent der Familien ist das sogar innerhalb der ersten drei Jahre nicht der Fall. “ (Zitat Vorlesestudie 2017) Erstmals wurde das Vorleseverhalten für Kinder im Alter von 3 Monaten bis 3 Jahren erhoben.

Der Mehrheit der Eltern ist es sehr wichtig, dass ihre Kinder eine gute, vielseitige Bildung erhalten (86%) und die Kinder gute Lesefähigkeiten erlernen (71%). Und 91% der befragten Eltern gibt an, dass das Vorlesen zum Erreichen dieser Ziele wichtig ist.

Mehr als ein Drittel aber ist sich nicht sicher, ab welchem Alter sie mit dem Vorlesen anfangen sollen und welche Bücher sie wählen sollen.

Konklusion der Studie (Zitat aus Pressemitteilung von Stiftung Lesen v. 24.10.2017):

So früh wie möglich anfangen
„Viele Eltern knüpfen das Vorlesen an bestimmte Fähigkeiten der Kinder – dabei stärkt das Vorlesen genau diese Fähigkeiten“, so die Studienleiterin Dr. Simone Ehmig. „Weder muss sich ein Kind bereits länger konzentrieren noch gar sprechen können, damit es vom Vorlesen profitiert.“

Lesen muss Spaß machen
„Mit dem Vorlesen können Eltern nicht früh genug anfangen. Ohne Lesekompetenz kein Erfolg in der Schule und im Job. Besonders junge Familien sollten daran Spaß haben und die Lesefreude früh an ihre Kinder weitergeben“, so Antje Neubauer, die das Fachkuratorium Bildung der Deutsche Bahn Stiftung leitet.

Vorlesen von 0 bis 8 Jahre
„Viele Eltern warten länger als nötig mit dem Vorlesen – und hören auch zu früh wieder damit auf. Gerade in den ersten beiden Schuljahren brauchen Kinder die Unterstützung ihrer Eltern, um Freude am Selberlesen zu entwickeln“, ergänzte Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer ZEIT Verlagsgruppe. „Beim Vorlesen senden Eltern das Signal: Lesen ist Teil unseres Lebens.“

Die vollständige Studie ist hier abrufbar.

 

Unser Aufruf an alle Eltern: fangt so früh wie möglich mit dem Vorlesen an, lasst es ein Bestandteil eures Familienalltags werden, lest auch im Schulalter noch vor und geniesst die Zeit gemeinsam mit euren Kindern. Dieses Miteinander ist unbezahlbar! Wir helfen sehr gerne bei der Auswahl der Bücher.

 

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Sprich mit mir! Ein spannender Artikel in der neuen Geo-Zeitschrift

Ein äusserst spannender Artikel findet sich in der Geo-Ausgabe 09/2016, den ich euch gerne ans Herz legen möchte:

cover-geo-09-2016

Provokant der Untertitel: „Warum die ersten 50 Millionen Wörter über unser Leben entscheiden“. Der Unterschied im Spracherwerb und Wortschatz zwischen Kindern des gehobenem Mittelstand und von Sozialhilfeempfängern ist eklant. Während Eltern mit hohem Schulabschluss in den ersten drei Lebensjahren des Kindes ungefähr 45 Millionen Worte mit ihrem Kind gesprochen hatten, so eine Studie aus den USA, so waren dies bei ärmeren Familien und niedrigerer Bildung nur 13 Millionen. „The 30 million word gap“ – die Kluft der 30 Millionen Wörter, die sich langfristig in den Schulnoten widerspiegelte.

Die menschliche Interaktion in der Kommunikation und die Zuwendung zum Kind ist beim Spracherwerb entscheidend, eine Berieselung durch den Fernseher ist wirkungslos.

Und hier kommt wieder das Vorlesen, das Miteinanderlesen zum Tragen – in vertrauensvoller entspannter Atmosphäre sich gemeinsam einem Buch widmen, sich darüber austauschen, in einen Dialog kommen fördert den Aufbau des Wortschatzes ungemein.

Und noch ein wichtiger Hinweis der Autoren, der auch für unsere zweisprachigen Familien interessant ist: Für den Erwerb der deutschen (bzw. dänischen) Sprache ist es nicht von Bedeutung, welche Muttersprache zu Hause gesprochen wird  – solange die Eltern ihre Kinder anregen, sich wortreich und differenziert auszudrücken. „Eine niederländische Langzeitstudie etwas zeigte, dass es Migrantenkindern, deren Eltern ihnen regelmäßig in der Familiensprache vorlasen, deutlich leichter fiel, das Niederländische zu erlernen“ (Zitat aus dem Artikel).

geoBei Interesse an dem Artikel meldet euch, die Zeitschrift ist in der Bücherei entleihbar.

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Kennt ihr dieses schöne Buch schon?

Frisch eingetroffen ist das Bilderbuch  „Heute fliege ich..“ von Charlotte Demantons, das mich gleich beim Einarbeiten begeistert und gefesselt hat.

Ein Bilderbuch ohne Worte mit ganz, ganz viel zu entdecken. Charlotte Demantons nimmt uns in Vogelperspektive mit auf eine Reise um die Welt. Ganz ohne Worte kommt das Buch aus, dafür regt es an zum Bestaunen, Entdecken, Benennen und Erzählen.

Einmal gibt es auf jeder Seite den gelben Ballon, das blaue Auto, den Fakir auf dem Teppich und den geheimnisvollen Sträfling  zu finden.

Das aber nur nebenbei, denn auf jeder der auf Doppelseite dargestellten Szenen sind so viele Details, dass man kaum Umblättern mag.

Da gibt es die Dschungelszene, Schnee und Eis, auf hohem Meer oder in der Stadt. Heute trifft auf gestern (Flugzeugträger trifft auf Piratenschiff), Realität auf Märchen / Literatur (Kreuzfahrtschiff auf Robinson Crusoe).

In der Nacht-Waldszene ist der entflohene Sträfling endlich zu Hause angekommen, suchen die Bremer Stadtmusikanten eine Unterkunft für die Nacht, schart Robin Hood seine Getreuen um sich – und die 2 Giraffen, die uns bis jetzt im Buch begleitet haben, übernachten im Zelt.

Dieses Buch regt zum Zusammenlesen an. Wären meine Kinder noch klein, würde ich mit ihnen auf Entdeckungsjagd auf den einzelnen Bildern gehen. Wo brennt es? Kannst du die Feuerwehr sehen? Was glaubst du, passiert da bei der Kirche? Ich könnte ihnen von früher erzählen, als die Ritter auf Burgen lebten, die Indianer in Zelten und die Wikinger auf Drachenbooten. Warum wohnen die Menschen in der Hafenszene in Blechhütten? Und ist das nicht Rumpelstilzchen, der da im Wald um das Feuer tanzt?

Hier können Kinder UND Erwachsene auf Entdeckung gehen, dies ist ein Buch zum Zusammen-Erleben.

5 von 5 Sternen!

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Noch mal! Noch mal! – Unser Buchtipp für die Kleinen

Noch mal! drängelt der kleine Drache, als seine Drachenmutter das Lieblingsbuch beim abendlichen Vorlesen beendet hat. Noch mal! – Noch mal! die vorgelesene Geschichte wird immer kürzer, die arme Drachenmutter immer müder, bis sie zu guter Letzt einschläft. Noch mal! Aber alles Schreien hilft nicht, Mama schläft. Da wird das Drachenkind wütend und was dann passiert – wird nicht erzählt.

Ein witziges Bilderbuch mit Überraschungseffekt! Der Text ist kurz, die Bilder klar und deutlich, mit einem gewissen Niedlichkeitsfaktor, wenn man das von einem wutschnaubenden Drachenkind sagen kann. Die Altersempfehlung des Verlages ist ab 4 Jahren, ich bin sicher, schon 2-3 Jährige werden ihr Vergnügen daran haben 🙂

 

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