Begeistert steht die 5. Klasse vor den Bildern und bewundert die naturgetreuen farbenfrohen Landschaftsbilder und Stilleben mit Tür. „Welches gefällt euch den am besten?“ so die Frage ihrer Lehrerin, die die Schwester der Künstlerin ist. „Der Fisch!“ – „Der Leuchtturm, weil er sich über zwei Bilder verteilt!“ „Die Burg!“.

So vielfältig die Antworten, so weit spannen sich die Motive und die Formate der Leinwände. Von groß bis klein, von langgestreckt bis quadratisch, von farbenfroh bis grau in grau, Tina Gundesen liebt es zu experimentieren und neue Motive und Maltechniken auszuprobieren.

Eher zufällig kam sie zur Malerei. Ausgebildet in der Landwirtschaft hat sie sowohl praktisch im Stall als auch journalistisch in der landwirtschaftlichen Zeitung „Landbrug Fyn“ gearbeitet, hat dann nach einer Periode der Selbständigkeit umgesattelt auf ein Lehramtsstudium und arbeitet seit 2014 in Holbøl an der Privatschule „Grænseegnens Friskole“, wo sie neben Sprachen und Biologie auch einen Malkurs anbietet. Die Liebe zur Natur und zu den Sprachen zieht sich wie ein roter Faden durch ihr Leben, in den letzteren Jahren komplettiert durch die Liebe zur Malerei.

Tina verwendet fast ausschließlich Acrylfarben, experimentiert aber gerne mit Pinsel und Schwämmchen. Eine besondere Herausforderung für sie ist es, draußen in der Natur an einem Motiv zu arbeiten. So packt sie, während die Kinder am Strand spielen, ihre Staffelei aus und malt die Ochseninseln. Sie ist fasziniert vom Spiel von Licht und Schatten und der Kombination von Farben, die manchmal „unbequem“ sind.

In letzter Zeit arbeitet sie auch auf Bestellung und muß sich dann mit den Wünschen des Bestellers auseinandersetzen. So entstand der sich über zwei Leinwände erstreckende Leuchtturm, der jetzt im weißen Treppenhaus ihrer Freunde seinen Platz gefunden hat.

Die Bilder dieser Ausstellung wurden für kurze Zeit von Freunden und Familie zurückgeholt, um hier präsentiert zu werden. Einige der Werke sind verkäuflich. Tina hat zu jedem Bild eine liebevolle Erläuterung geschrieben, so dass man sich in Motiv und Entstehung des jeweiligen Bildes hineinversetzen kann.

Die Ausstellung ist bis zum Start unserer Osterferien am 12. April zu sehen.